Neuer Gegner des FC Nordkirchen und SuS Olfen ist erst sechs Jahre alt und hat einen mächtigen Boss

dzFußball-Bezirksliga 9

Die Staffel 9 der Bezirksliga-Fußballer mit Mannschaften aus Dortmund, Castrop-Rauxel sowie Olfen und Nordkirchen ist neu zusammengesetzt. Im Teamcheck: der Aufsteiger FC Castrop-Rauxel

Merklinde

, 25.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neuland betritt der FC Castrop-Rauxel mit den Duellen mit dem FC Nordkirchen, SuS Olfen und Union Lüdinghausen, wenn bald die Saison der Fußball-Bezirksliga 9 angepfiffen wird. Denn für das Team des FC-Vorsitzenden Uwe Blase ist es der erste Auftritt der Vereinsgeschichte in einer überkreislichen Spielklasse.

Uwe Blase hatte im Dezember 2014 quasi im heimischen Wohnzimmer den Club aus der Taufe gehoben. Er war über Jahrzehnte dem ehemaligen Landesligisten VfB Habinghorst verbunden - als Spieler und als Förderer - und wollte sein eigenes Projekt starten. Dabei mochte er nicht bestehende Vereinsstrukturen aufbrechen müssen, sondern wollte bei Null anfangen. Uwe Blase fungiert auch als Geschäftsführer sowie Teammanager.

In der Saison 2015/16 gingen die Castrop-Rauxeler in der Kreisliga C auf Torejagd. Danach feierten sie binnen vier Jahren drei Aufstiege. Dabei wirkten schon von Beginn an Kicker mit, die bereits in der Landesliga und höher Erfahrung gesammelt hatten.

Dem Sportplatznachbarn den Rang abgelaufen

Seine sportliche Heimat hat der FC auf dem Kunstrasenplatz am Fuchsweg als Nachbar des einstigen Landesligisten SuS Merklinde (Kreisliga A) gefunden. Mit dem jüngsten Aufstieg hat das Team der Trainer Patrick Stich und Yannick Grondin dem Sportplatz-Rivalen endgültig den Rang abgelaufen.

Der FC Castrop-Rauxel (schwarze Trikots) feierte in vier Jahren drei Aufstiege.

Der FC Castrop-Rauxel (schwarze Trikots) feierte in vier Jahren drei Aufstiege. © Volker Engel

Angeführt wird das FC-Team von Kapitän Chris Kasprzak, der bereits beim Landesligisten FC Frohlinde als Vorlagengeber erfolgreich war. Von den Frohlindern hat sich jetzt auch Marc Flaczek der Fuchsweg-Elf für die Abwehr angeschlossen. Ebenfalls in der Landesliga haben sich auch die Neuzugänge Bastian Niebert (SuS Merklinde) und Fatih Yetimoglu (RW Türkspor Herne) ihre Sporen verdient.

Zum Trainer-Team Stich/Grondin kommt mit Philipp Wesolek sogar noch ein dritter Mann hinzu. Er ist Inhaber der Trainer B-Lizenz und soll unter anderem als Torwarttrainer fungieren und bei der Spielbeobachtung unterstützen.

Keine zweite Mannschaft, keine eigene Jugend

Dass der FC Castrop-Rauxel sich als Verein noch in den Kinderschuhen befindet, ist auch daran zu erkennen, dass er noch keinen Unterbau hat: keine zweite Senioren-Mannschaft und auch kein Nachwuchs-Team.

Patrick Stich (l) und Yannick Gorndin, die Trainer des FC Castrop-Rauxel.

Patrick Stich (l) und Yannick Gorndin, die Trainer des FC Castrop-Rauxel. © Volker Engel

„Wir haben einfach das Gefühl, dass wir hier noch nicht am Ende sind“, sagt Trainer Yannick Grondin. „Nach dem Aufstieg wollen wir die gute gemeinsame Arbeit weiterführen. Wir können auch in der Bezirksliga etwas erreichen.“

Zudem habe man eine Truppe aus super Jungs, mit denen es einfach Spaß mache, sagt Grondin. Patrick Stich pflichtet ihm bei: „Yannick und ich ergänzen uns gut. Die Arbeit mit den Spielern macht es Spaß, warum sollte man das also auseinanderreißen?“

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„Yannick will ja immer, dass hinten die Null steht. Ich gewinne ja lieber 6:2 als 1:0“, sagt Stich und lacht. Einer, der dafür sorgen soll, ist der neue Abwehrorganisator Bastian Niebert. Der 27-Jährige ist sowohl in der Innenverteidigung, als auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar und verfügt laut Trainer Patrick Stich über eine ausgezeichnete Übersicht und Ruhe am Ball.

Das Ziel beim Saisonübergang sei gewesen, das Team zusammenzuhalten, sagt der Vorsitzende Uwe Blase. „Zehn neue Spieler zu holen, ist nicht unsere Philosophie.“ Das hieße aber nicht, dass nicht noch neue Spieler kommen. Die Kaderplanung bleibe fließend, sagt Blase. „Manches kann man auch nicht planen.“

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