Montagsgespräche: Spielansetzungen sorgen für Verärgerung

KREISGEBIET Was in Dortmund noch zu einer Spielabsage führte, war für Alstedde ein Segen: Die Regenfälle sorgten für einen halbwegs bespielbaren Platz am Heikenberg. Für Ärger sorgt die Spielplanansetzung in den heimischen Ligen. Aktuelles vom Fußball in den Montagsgesprächen.

von Von Malte Woesmann und Kevin Kohues

, 28.07.2008, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Abkühlung tat bei den hohen Temperaturen Not: Hier erfrischt sich GW Selms Michel Kemman. Rechts Trainer Egbert Hillmeister.

Abkühlung tat bei den hohen Temperaturen Not: Hier erfrischt sich GW Selms Michel Kemman. Rechts Trainer Egbert Hillmeister.

Der Aschenplatz verfügt nämlich über keine Bewässerungsanlage. Bei der extremen Trockenheit der Vortage hatte sich der Platz in eine Staubwüste verwandelt. Durch die Regenfälle von Samstag bekam der Platz dann aber sein nötiges Wasser. Wasser war auch bei den Spielern das höchste Gut am Sonntag. Bei über 30 Grad Celsius liefen die Spieler von GW Selm und BW Alstedde immer wieder zur Außenlinie, um "nachzutanken". Große Wassereimer sorgten für zusätzliche Kühlung.

Ärger über Spielplan

Sechs Heimspiele innerhalb von sieben Spieltagen. Was bei vielen Fußballern für Jubel sorgen würde, ruft bei SuS Olfens Trainer Wolfgang Rödiger nur ein Kopfschütteln hervor. "Wer hat sich denn solch einen Spielplan ausgedacht?", fragt Rödiger. Seine Olfener haben zwischen dem 10. und 16. Spieltag insgesamt sechs Heimspiele. Zwei Mal treten die Olfener sogar drei Mal hintereinander auf heimischen Platz an. Die Heimspieltour wird nur unterbrochen von der Partie beim VfL Senden am 13. Spieltag. Besonders ärgerlich für die Olfener ist dabei, dass sie, wenn es in die entscheidenden Wochen der Rückrunde geht, fast nur noch Auswärtsspiele haben. So haben die Olfener am drittletzten Spieltag bereits ihr letztes Heimspiel. Ein Nachteil sicherlich im womöglich spannenden Meisterschaftsrennen. Auch beim Werner SC stößt der A-Liga-Spielplan nicht auf Gegenliebe. „Dass wir in den letzten beiden Rückrundenspielen auswärts (bei Eintracht Werne und in Nordkirchen; d. Red.) ran müssen, halte ich schon für unglücklich“, sagt WSC-Trainer Andreas Zinke."Die Beschwerden müssen zum Verband"

Das andere Extrem erlebt der PSV Bork. Er muss in der Hinrunde zwischen dem 11. und 16. Spieltag fünfmal auswärts ran, kann also in der Rückrunde in der Endphase fast alle Spiele auf heimischem Platz austragen.

Staffelleiter Werner Kretschmer der auch für die Erstellung der Spielpläne zuständig ist, weist jedoch jede Schuld von sich. "Die Beschwerden müssen an den Verband gerichtet werden", so Kretschmer im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hatte kurzfristig den Rahmenspielplan geändert, so dass es Verschiebungen bei den Plänen gab. So wurde aufgrund von Pokalspielen der 10. Spieltag auf den 4. Spieltag vorgezogen. Gleiches geschah mit dem 14. Spieltag, der ebenfalls nach vorne wanderte.Derby beim Bücker-Cup Bevor die Meisterschaft am 17. August beginnt, steht vor allem der Bücker-Cup in Stockum im Mittelpunkt des heimischen Fußball-Interesses. Am Dienstag (29. Juli)  beginnt der zweite Spieltag mit dem Derby Werner SC gegen SV Stockum (Anstoß: 18 Uhr). Eine Partie, die laut WSC-Coach Zinke und SVS-Trainer Gumprich keinen Favoriten hat. „Die Siegchancen stehen 50:50“, sagen beide unisono. Während die Werner Christian Demand, Mats Anders und Eduard Fuchs ersetzen müssen, rückt bei Gastgeber Stockum Malz für den fehlenden Akbulut in die Mannschaft. Im zweiten Spiel des Tages kommt es zwischen Südkirchen und Kamen zu einem reinen Bezirksliga-Duell (Anstoß: 19.45 Uhr)

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