Mit Feuereifer dabei: Marco Logemann lebt den Fußball an der Seitenlinie des PSV Bork

dzPSV Bork

Marco Logemann und Jürgen Klopp verbindet etwas: Beide sind etwas fußballbekloppt, beide zeigen Emotionen und übertragen das Gefühl, wie viel Fußball ihnen bedeutet, auf andere.

Bork

, 02.12.2019, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Sanmi Ojo kurz nach der Pause das 3:0 für den Fußball-B-Ligisten PSV Bork erzielt hatte, hielt es Trainer Marco Logemann nicht mehr an der Seitenlinie. Er rutschte auf die Knie, ballte beide Fäuste, rappelte sich auf, wollte aufs Feld lossprinten, geriet ins Stolpern, stand wieder auf - und landete schließlich doch in den Armen seines Doppel-Torschützen. Wenn der Trainer am härtesten jubelt.

Mit Feuereifer dabei: Marco Logemann lebt den Fußball an der Seitenlinie des PSV Bork

Marco Logemann will zu Freistoßtorschütze Sanmi Ojo rennen, stolpert (im Bild) und rappelt sich dann wiedern auf, um seinen Sprint fortzusetzen. © Sebastian Reith

Mit Feuereifer dabei: Marco Logemann lebt den Fußball an der Seitenlinie des PSV Bork

Sie haben ihr Ziel erreicht: Coach Marco Logemann herzt Torschütze Sanmi Ojo. © Sebastian Reith

Logemann, der vor einer Woche gesagt hat, kein „Gute-Laune-Bär“ sein zu wollen, der die Spieler nur bespaßt, ist es ganz offenbar gelungen, ein neues Gefühl in die Mannschaft zu tragen. Mit Lust und Spaß an der Sache geht Logemann vorneweg. Der Sprint auf das Feld war nur eins von vielen Beispielen.

Marco Logemann versprüht Optimismus beim PSV Bork

Rostam Osmani zum Beispiel herzte der neue Borker Übungsleiter gleich mehrfach. Auf der Bank nahm er Osmani nach dessen Auswechslung in den Arm, später dann noch einmal, als Osmani an der Bande lehnte. Logemann nahm bei einer vergebenen Torchance die Mittellinien-Fahne aus der Verankerung und entschied sich erst im letzten Moment um, doch nicht in die gelbe Kunststoff-Stange zu beißen.

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Er ging bei vielen Szenen mit, er beruhigte und spornte an, rief Sportchef Martin Klingenberg und dem stellvertretenden Vorsitzenden Benedikt Sträter im Stadionkiosk nach dem 3:0 zu: „Macht schon mal den Glühwein heiß!“ Kurz: Logemann, Motivator und Energieträger, entfachte so eine Euphorie um den Sport, dass es Sonntag in Bork nur gut ausgehen konnte für sein Team.

Marco Logemann fiebert mit seiner Mannschaft mit

„Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich sehr, sehr mitfiebere - im positiven Sinne“, sagte Logemann. Negative Emotionen gebe es bei ihm nicht, nur positive Emotionen. „Und ich glaube, dass es der Mannschaft hilft, die letzten zwei bis drei Prozent aus sich herauszuholen, um die Ernte einzufahren“, sagte Logemann am Sonntag.

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Dafür hatten sie ihn verpflichtet beim PSV Bork. Mittelfeldspieler Sanmi Ojo sagte nach dem Spiel: „Die Lust ist wieder voll da, das merkt man auch im Training. Das ist aber auch ein Mannschaftsding. Klar trägt Loge seinen Teil dazu bei, aber man ist ja auch selber dafür verantwortlich.“

Und Verteidiger Daniel Rosengart, den der PSV als erfahrenen Akteur aus Vinnum vor dem Start zurückgeholt hat, spürte einen Impuls: „Man kennt das ja im Fußballgeschäft. Kommt ein neuer Trainer, bringt er andere Emotionen und Tipps mit - und dann läuft es auf einmal.“

Marco Logemanns Bilanz ist blütenweiß

Dreimal stand Logemann in dieser Saison an der Linie, einmal vertretungsweise am Saisonanfang, als Bork RW Unna II mit 4:2 schlug. Dann das 3:0 gegen den BV 09 Hamm III, jetzt der 4:1-Sieg gegen die Kaiserauer. Immer gelangen Bork mindestens drei Treffer unter Logemann, der noch keinen Punktverlust hinnehmen musste als Trainer in Bork.

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Beim Blick auf die Tabelle lässt sich Logemann nicht locken. „Ich werde kein Fazit zur Tabelle abgeben. Wir müssen kleine Schritte machen, setzen uns pro Spiel diverse Ziele. Und wenn die Ziele im Spiel erreicht werden, wird auch das Ergebnis passen“, so Logemann. Wehgetan hatte er sich beim Sturz auf dem Kunstrasen übrigens nicht.

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