Kritik bei der SG Selm: Nur 22 Spieltage in der kommenden Saison

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Es wird zu voll. Eine dritte Kreisliga A im Münster kommt deswegen 2020/21. Bei der SG Selm stößt das auf Kritik. Im Fokus: Aufstiegsreglung und Gruppengröße.

Selm

, 23.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Reaktionen bei der SG Selm auf die Reform in der Kreisliga A Münster sind geteilt. Auf Kritik stößt die geringe Gruppengröße. Lob gibt es für den Mut, überhaupt drei Ligen ins Leben zu rufen. Der Flaschenhals zum Aufstieg wird dadurch aber noch enger.

Die SG Selm wird in der kommenden Saison weiter in der Kreisliga A2 Münster spielen. Es gibt aber Änderungen. Statt zwei Staffeln wird der Kreis Münster eine dritte ins Leben rufen, weil der Saisonabbruch und die daraus resultierenden vielen Aufsteiger zu einer heillos überfüllten zweigleisigen A-Liga führt. Der Kreisvorstand stellte seine Pläne bei der Kreiskonferenz, die in diesem Jahr per Video ablief, am Montagabend vor.

Größter Kritikpunkt innerhalb der SG Selm ist, dass die Liga nur 12 Vereine umfasst. Die Nachbarstaffeln A1 und A3 haben immerhin 13 Klubs. Das bedeutet für die SG Selm aber nur 22 Spieltage. In den vergangenen Jahren wären es in Gruppen à 16 Teams jeweils 30 Spieltage gewesen.

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„Eine 12er-Gruppe ist ein bisschen wenig, aber wenn der Saisonstart wirklich erst so spät sein soll, ist es vielleicht gar nicht verkehrt“, fand Vereinschef Georg Hillmeister. Auch Stürmer Jan Rabitsch war davon nicht begeistert: „Wir sind dann ja nur 12 Mannschaften in der Kreisliga A2. Das finde ich nicht gut.“ Das sagte auch Mittelfeldspieler Marc Westrup: „Der Nachteil ist leider nur, dass wir 12 Mannschaften sind und dann weniger Spiele haben.“ Co-Trainer Tobias Lütjann erklärte: „Eine verkürzte Saison misst jedem Spiel eine noch höhere Bedeutung zu, es wird spannend.“

Verständnis für mehr Staffeln ist bei den Spielern vorhanden

Marc Westrup zeigte aber auch Verständnis: „Ich denke, dass es schon durchaus Sinn ergibt, die Liga etwas aufzuteilen, wenn es mehr Mannschaften wegen der Aufsteiger gibt. Denn sonst wären wir sehr viele Mannschaften in der Liga.“ Das sah auch Innenverteidiger Marius May so: „Der Schritt von zwei auf drei Kreisligen ist wahrscheinlich der sinnvollste, da sich die Zahl der Teams erhöht hat und dies dem Verband auch einen kleinen Zeitpuffer für mögliche Spieleinschränkungen aufgrund von Corona einräumt.“

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Kapitän Paul Ulrich sagte: „Mir ist eigentlich egal, wie viele A-Ligen es gibt. Hauptsche, man fährt nicht so viele Kilometer zu den Spielen.“ Da kommt die neue Einteilung sehr entgegen.

Die Spieler diskutieren auch die Auf- und Abstiegsregelungen in der kommenden Saison. Denn die drei Gruppensieger müssen Aufsteiger unter sich ausspielen. Womöglich gibt es dann nur einen Direktaufsteiger. Ein anderes Team könnte sich noch für ein Relegationsspiel gegen einen anderen Kreis qualifizieren. Mindestens ein Team wird leer ausgehen.

Wie viele Teams steigen ab?

„Wir müssen abwarten, wie viele Auf- und Absteiger es geben wird und wie die Regel dann in Sachen Relegation ist. Der Meister soll schon aufsteigen“, sagte Paul Ulrich. Unklar ist auch noch die Zahl der Absteiger pro Gruppe. „Gespannt bin ich darauf, wie der Schritt zurück in den nächsten Jahren stattfinden soll. Ob wir durch die neue Staffeleinteilung nun in der vermeintlich stärkeren oder schwächeren Liga sind, interessiert mich nicht. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal wie der Gegner heißt“, sagte Marius May.

Marc Westrup freut sich auf bekannte Kontrahenten: „Viele Gegner in unserer Einteilung kennt man ja schon. Aber natürlich ist es schön, dass zum Beispiel Warendorf und Ottmarsbocholt dabei sind. Das werden tolle Begegnungen und eine aufregende Saison werden.“

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