Julian Wilhelm spricht über seinen Wechsel vom SuS Olfen zur SG Selm

dzFußball

Warum hat Julian Wilhelm den SuS Olfen verlassen? Was sind seine Ziele mit seinem neuen Verein? Die Fragen beantwortet der 21-Jährige im Interview.

Olfen, Selm

, 10.01.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fußballer Julian Wilhelm (21) verlässt in der Winterpause den Bezirksligisten SuS Olfen und fängt eine Spielklasse tiefer beim Kreisligisten SG Selm an. Sportredakteur Sebastian Reith sprach mit dem Kicker über den Neuanfang, seine Gründe für einen Wechsel und ob die Kreisliga ein Rückschritt für ihn ist.

Herr Wilhelm, haben Sie schon Ihre neuen Sachen von der SG Selm bekommen oder müssen Sie weiter im SuS-Outfit trainieren? An der Farbe hat sich ja nicht so viel geändert...

Ja, die Olfener Sachen habe ich noch, neue Sachen werden wohl in den nächsten Wochen bestellt. Noch habe ich nichts, aber ich habe die Klamotten von Niklas Neumann anprobiert, die passen sollten.

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War Niklas Neumann einer der Gründe für den Wechsel zur SG Selm?

Er ist mein bester Kumpel. Wir haben früher gegeneinander gespielt, weil wir ein Jahrgang sind. Später in der A-Jugend ist er dann zum SuS Olfen gewechselt. Dann haben wir zusammen gespielt. Wir sind damals zusammen zu den Senioren hochgerückt.

Was war noch ausschlaggebend für den Weggang vom SuS Olfen?

Ich glaube schon, dass ich es verdient hätte, mehr zu spielen. Aber es war leider nicht so viel. Ich habe bei Olfen den Sprung zu den Senioren geschafft, aber es ist schade, dass es für mich nicht so geklappt hat in diesem Jahr. Es war der richtige Schritt, jetzt mal etwas Neues zu probieren.

Julian Wilhelm spricht über seinen Wechsel vom SuS Olfen zur SG Selm

Julian Wilhelm (l.), hier neben Jan Stember, saß zuletzt viel auf der Bank. © Sebastian Reith

Wäre es unter einem anderen Trainer anders gelaufen?

Nein, das will ich nicht behaupten.

Wann haben Sie ihre Entscheidung gefällt?

(Überlegt) Ich bin von Selm ja immer wieder angesprochen worden, auch in den Jahren davor. Die Entscheidung stand dann zwei Spieltage bevor es in die Winterpause gegangen ist.

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Wie hat man Ihren Wechselwillen in Olfen aufgenommen?

Als es sich abgezeichnet hat, habe ich erst mit Kollegen aus der Mannschaft gesprochen, wie sie das sehen. Ich habe sie nach ihrer Meinung gefragt und bin auf viel Verständnis gestoßen. Keiner sagte, dass er es richtig schlecht findet. Beeinflussen lassen habe ich mich davon aber nicht. Ich möchte mehr spielen. Fußball spiele ich schon mein Leben lang.

In Selm könnte man mit Niklas Neumann, André Zolda, Marc Westrup und nun Ihnen ein ganzes Mittelfeld mit Ex-Olfenern bestücken. Waren die vorhandenen Kontakte auch ausschlaggebend?

Den Großteil der Mannschaft kenne ich, wobei ich dazusagen muss, dass ich mit Marc Westrup nie zusammengespielt habe, weil er jünger ist. Mit Kapitän Paul Ulrich habe ich auch schon öfter gesprochen. Generell freue ich mich auf die neue Mannschaft.

Julian Wilhelm spricht über seinen Wechsel vom SuS Olfen zur SG Selm

Julian Wilhelm (l.) spielt ab sofort für die SG Selm. © Reith

Aber den anderen HSV-Fan, Sven Schlestein, lassen Sie nun in Olfen zurück!

Ja, wir sind ab und zu auch zusammen ins Stadion gegangen. Als HSV-Fans zu zweit zu sein, ist besser. Ich weiß gar nicht, ob es bei der SG Selm auch einen gibt, aber ich würde nicht drauf tippen.

Sie wechseln aus der Bezirks- in die Kreisliga - ein Rückschritt?

Das würde ich so nicht sagen. Ich habe davor ja auch zwei Jahre in der Kreisliga A mit dem SuS Olfen gespielt, nachdem wir aus der Bezirksliga abgestiegen sind. Mir ist es einfach wichtig, viele Spiele zu bekommen.

Was sind Ihre Ziele mit der SG Selm?

Wir wollen eine gute Rückrunde spielen und dann in den nächsten Jahren gucken, was möglich ist. Persönliche Ziele habe ich nicht - außer mehr Spielzeit.

Werden Sie sich noch Spiele Ihres früheren Vereins ansehen?

Klar, ich wollte auch zum Test am Sonntag gegen Resse kommen. Ich hatte noch keine Möglichkeit, mich von der Mannschaft zu verabschieden, weil vor Weihnachten noch nicht feststand, ob es was mit der Freigabe wird. Die Mannschaft kann sich zum Abschied nochmal auf eine Kiste Bier freuen.

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