Jugendvertreter der Kreise plädieren für Saisonabbruch und eine Wertung

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Auch im Jugendbereich sprechen sich die Kreisvertreter für einen Saisonabbruch aus. Das ergab eine Konferenz des Verbandes mit den Vorsitzender der Jugend-Ausschüsse.

Selm, Werne, Lünen

27.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entschieden ist noch nichts, die Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse haben sich für ein vorzeitiges Saisonende ausgesprochen. Das birgt aber Komplikationen.

Entschieden ist noch nichts, die Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse haben sich für ein vorzeitiges Saisonende ausgesprochen. Das birgt aber Komplikationen. © Sebastian Reith

Das Votum der Vereine des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) für einen Saisonabbruch war mit über 88 Prozent bereits eindeutig. Dies haben jetzt auch die 29 Vorsitzenden der Kreis-Jugend-Ausschüsse in insgesamt vier Videokonferenzen bestätigt.

Holger Bellinghoff, FLVW-Vizepräsident Jugend, fasst die Stimmungslage zusammen: „Bei sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile ist dieser Weg alternativlos.“ Harald Ollech, Vorsitzender des Verbands-Jugend-Ausschusses, nahm daraus einen Arbeitsauftrag für die nächsten Tage und Wochen an: „Wir werden das Votum der Vereine und Kreise aufnehmen und entsprechende Planungen sowie die Vorbereitung notwendiger Beschlüsse vorbereiten.“

Sofern im Westdeutschen Fußball-Verband (WDFV) keine einheitliche Vorgehensweise abgestimmt werden kann, würden ergänzend zu den Änderungen der Jugendspielordnung des WDFV notwendige Beschlüsse über einen außerordentlichen FLVW-Jugendtag zu fassen sein, sagte Ollech weiter.

Wertung ja, aber es fehlt eine Grundlage

Auch im Hinblick auf Abbruch mit Wertung oder Annullierung bestätigte sich das Ergebnis der Umfrage unter den Vereinen. Die eindeutige Mehrheit der Kreis-Jugend-Ausschüsse plädierte für eine Wertung. „Dies stellt uns vor große Herausforderungen und ist selbst im engen Dialog mit den Vereinen nicht mit einer Berechnungsformel zu lösen“, sagte Christian Kroker, Vorsitzender des Kreis-Jugend-Ausschusses in Paderborn.

In Kreisen mit Qualifikations- und Meisterrunden fehlt eine Grundlage für eine Wertung und die Ermittlung von möglichen Aufsteigern. „Genau diese Fälle müssen nunmehr im Austausch zwischen Verband, Kreisen und Vereinen kreativ gelöst werden“, teilte Stefan Korweslühr als zuständiges Mitglied des Verbands-Jugend-Ausschusses für den Jugendspielbetrieb.

Saisonplanung 2020/21 wird eine Herausforderung

Auch für die Saisonplanung 2020/2021 wird eine größtmögliche Flexibilität angedacht. Staffelplanung, Wettbewerbsformen und weitere erforderliche Regelungen sind abhängig von einem verbindlichen Starttermin für einen Spielbetrieb.

Dieser ist weiterhin abhängig von behördlichen Anordnungen. „Wir haben eine absolute Ausnahmesituation, in der von uns Entscheidungen erwartet werden. Gemeinsam suchen wir nach einer gerechten Lösung, die möglichst viele Vereine mittragen können“, so Bellinghoff.

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