Ironman: Fischer hält eisern durch

OLFEN Für den Olfener Andreas Fischer war der vergangene Sonntag der längste Tag des Jahres für ihn. Fischer gehörte zu den Startern des Iron Man in Frankfurt. "Am meisten fasziniert mich die mentale Herausforderung", so Fischer zu der Faszination des Hochleistungssports.

von Ruhr Nachrichten

, 11.07.2008, 15:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Glücklich kehrte Andreas Fischer nach dem Iron Man aus Frankfurt zurück.

Glücklich kehrte Andreas Fischer nach dem Iron Man aus Frankfurt zurück.

15 Minuten nach den Profis startete das Feld der Freizeittriathleten auf die Strecke von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen. Fischer war nach 2006 zum zweiten Mal dabei und hatte sich seit knapp einem Jahr vorbereitet.

Geschwommen wurde morgens um 6 Uhr vor der Arbeit oder abends mit den Vereinskollegen. Die langen Laufeinheiten wurden in der Woche absolviert, damit an den Wochenenden noch die zeitintensiven Radeinheiten bewältigt werden konnten. Dieses auch noch oft gefolgt von längeren Laufeinheiten. Dabei spielten die äußeren Bedingungen keine Rolle und mehr als einmal hat seine Frau Andrea ihn motiviert, auch bei schlechtem Wetter sein Training durchzuziehen.

Neue persönliche Bestzeiten

"Die Vorbereitung lief sehr gut und ich war mir relativ sicher, dass ich meine persönliche Bestzeit von 11:42 Std verbessern könnte. Insgeheim hoffte ich auf eine Zeit von um die 11 Stunden."

Und so kam es dann auch: In allen drei Disziplinen erzielte Fischer neue persönliche Bestzeiten und kam nach 10:36Std ins Ziel. "Ich dachte meine Uhr zeigt etwas Falsches an", war seine erste Reaktion. Genauso erging es seiner Frau, die die ganze Zeit bereit stand, um zusätzliche Verpflegung zu reichen und aufmunternde Worte parat hatte.

Jetzt ist erst einmal Ruhe angesagt

Auch sie rechnete und war überrascht, dass es auf eine Zeit von deutlich unter 11 Std hinauslief. Den abschließenden Marathon absolvierte er in einer Zeit von 3:57 Stunden. "Mein heimliches Ziel war es, den Marathon durchzulaufen und keine Gehpausen einzulegen und ich bin überglücklich, dass ich dabei die Vier-Stunden-Marke geknackt habe. "

Jetzt ist erst einmal Ruhe angesagt und dann kommt der Urlaub, wo neue Pläne geschmiedet werden. Der große Trainingsdruck ist nun erst mal weg. Aber was treibt jemanden dazu, das alles auf sich zu nehmen ? "Man muss schon etwas verrückt sein, aber für mich ist die mentale Herausforderung der Grund an der Teilnahme. Der eiserne Wille, das Ziel zu erreichen und dabei das Schmerzempfinden auszuschalten."

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