Günter Ring erinnert sich an Wolfram Wuttke

Gestorbener Ex-Fußball-Profi

Knapp zwei Wochen ist es her, da erreichte Günter Ring die traurige Nachricht, dass der ehemalige Fußballnationalspieler Wolfram Wuttke gestorben ist. Wuttke und den 82-Jährigen verband lange eine echte Freundschaft, an die sich der Selmer gerne erinnert.

SELM

11.03.2015, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Echte Fußballer teilen sogar das letzte Glas Bier", steht unter dem Foto, auf dem die Freunde Günter Ring und Wolfram Wuttke zu sehen sind. Ring erinnert sich gerne an die gemeinsame Zeit mit Wuttke.

"Echte Fußballer teilen sogar das letzte Glas Bier", steht unter dem Foto, auf dem die Freunde Günter Ring und Wolfram Wuttke zu sehen sind. Ring erinnert sich gerne an die gemeinsame Zeit mit Wuttke.

1993 sind sich Günter Ring und Wuttke zum ersten Mal begegnet. „Im Badehaus Haacke in der Sauna war das damals“, erinnert sich Ring. Wuttke war damals unter anderem für kurze Zeit Spielertrainer bei den Fußballern GW Selms und war gerade in die Stadt gezogen.

Eine gemeinsame Gesprächsbasis war schnell gefunden – der Fußball. Günter Ring, der vielen unter seinem Spitznamen „Büffel“ bekannt ist, war lange selbst Fußballer und auch als Trainer in einigen Vereinen unterwegs. „Wir waren dann sofort per Du. Wolfram hatte wohl sofort gemerkt, dass ich auch was vom Fußball verstand“, erzählt Ring.

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Neben dem Fußball wuchs schnell eine andere gemeinsame Leidenschaft. Günter Ring lud Wuttke, der schon in der Tennis-Mannschaft des TC Grün-Weiß Bork spielte, ein in seine Dienstags-Tennis-Gruppe.

Schnell wurde aus der Kombination Wuttke/Ring ein eingespieltes Doppel.

„’Pass auf, Trainer. Ich laufe für dich hinten, und du räumst vorne am Netz ab‘, hat Wolfram damals zu mir gesagt“, erinnert sich Ring. Eine Strategie, die das Duo zu einem erfolgreichen werden ließ. „Die anderen wollten damals gerne gegen uns spielen und uns unbedingt schlagen“, so Ring.

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Allerdings hat Günter Ring seinen Tennis-Partner auch abseits des Sportplatzes geschätzt. „Wolfram war ein richtig guter Kollege und Kumpel, mit dem man auch nach dem Sport noch zusammensitzen und über alles mögliche reden konnte. Wir waren ein wenig wie Vater und Sohn“, blickt Ring ein wenig wehmütig zurück.

„Obwohl ich ein Kerl mit einer harten Schale bin, hat es mich in den letzten Jahren aber schon getroffen, dass Wolfram so einsam geworden ist. Das hatte er nicht verdient“, meint Ring.

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