Grün-Schwarz Cappenberg gibt neuen Sportlichen Leiter bekannt

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Fußball-A-Ligist GS Cappenberg hat eine interne Lösung für die Sportliche Leitung gefunden. Das bestätigte der Verein in einer Pressemitteilung. Philipp Wiesmann war kurzfristig von seinem Amt zurückgetreten.

Cappenberg

, 27.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Rücktritt des Sportlichen Leiters Philipp Wiesmann hat das Präsidium des Fußball-Kreisligisten GS Cappenberg die Zuständigkeiten innerhalb des Vereins neu geregelt. Pascal Harder, Trainer der ersten Mannschaft, steht im Mittelpunkt und wird mehr Kompetenzen im Verein erhalten.

Das Präsidium von Grün-Schwarz Cappenberg teilte in einer Pressemitteilung mit, für die Senioren-Fußballer einen neuen Sportlichen Leiter berufen zu haben. „Pascal Harder, der schon als Chef-Coach die Erste Mannschaft in der Kreisliga A führt, übernimmt diese Funktion zusätzlich. Er löst damit übergangslos Philipp Wiesmann ab, der aus beruflichen Gründen kurzfristig seine Aufgabe zur Verfügung stellen musste“, heißt es in der Mitteilung.

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GS Cappenberg ist von Pascal Harder überzeugt

„Wir lagen richtig, dass wir mit Pascal als Trainer schon im vergangenen Winter langfristig und erstmals mit einem Coach für zwei Jahre verlängert haben. Er bringt eine Menge an Kompetenz mit, hat die GSC-Vereinskultur verinnerlicht und gestaltet ab sofort maßgeblich die sportliche Ausrichtung unseres Seniorenfußballs“, sagte Präsident Thorsten Garber.

Pascal Harder (32) wird damit künftig hauptverantwortlich über alle drei Senioren-Mannschaften wachen und vor allem Spieler für den Kader der Ersten Mannschaft verpflichten. „Ich halte gezielt Ausschau nach jungen und hungrigen Kickern. Sie müssen mit ihren Fähigkeiten, aber auch charakterlich zum Team passen, um sich in unserer GSC-Familie als Verein für Freunde und Verwandte wohlzufühlen“, wird Harder zitiert.

Das „englische Modell“, nach dem Premier-League-Clubs einen Manager haben, der sowohl Chefcoach ist als auch für die Kaderplanung zuständig ist, hat Pascal Harder selbst ins Spiel gebracht. „Daniel Farke war in Lippstadt damals mein Trainer. Ich habe es dem Verein dann vorgeschlagen, dass das für mich eine Option wäre und der Verein sagte, dass das auch schon ein Gedanke war. Dann ging es eigentlich sehr schnell“, sagte Harder gegenüber der Redaktion.

Pascal Harder plant ein langfristiges Engagement in Cappenberg

Er betonte: „Cappenberg soll keine kurze Station sein.“ Seit zweieinhalb Jahren ist er Trainer der ersten Mannschaft. In der Zeit arbeitete er sehr eng mit Philipp Wiesmann zusammen, war bei Gesprächen, ob mit potenziellen Neuzugängen oder Verlängerungen, dabei. „Es lag für mich relativ nahe“, sagte Harder der Redaktion.

Alle drei Senioren-Teams seien sehr ambitioniert und attraktiv für Spieler, „die großen Bock auf offensiven Fußball mit jungen Wilden haben“, so Harder in der Pressemitteilung. Mit Lust, Leidenschaft und Spaß erziele der GSC auch sportliche Erfolge. „Wir hängen das als kleiner Dorfverein zwar nicht an die große Glocke, sodass dies öffentlich kaum wahrgenommen wird, aber im Schnitt der vergangenen Jahre dürfen wir uns von den Spielklassen, Tabellenständen und Kaderstärken her im Fußball als die Nummer eins der Stadt sehen“, so der neue Sportliche Leiter.

Ist die Personalunion gefährlich?

In seiner Team-übergreifenden Funktion werde Pascal Harder intern konsequent fortsetzen, was er schon als Coach der Ersten Mannschaft vorgelebt hat: Die Durchlässigkeit der drei Kader im GSC-Seniorenbereich für jeden Spieler nach den aktuellen Lebensumständen offen zu halten.

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So hätten es unter ihm schon Kicker von der Dritten in die Erste geschafft, die er dort fußballerisch weiterentwickelt. Oder Spieler der Ersten, die aus beruflichen oder privaten Gründen einen Gang zurückschalten wollten, fanden in den beiden anderen Teams ihre neue Heimat, schreibt der Verein.

Besteht nicht die Gefahr, dass mit der Personalunion der Fokus im Verein zu sehr auf die Interessen von Harders erster Mannschaft rückt? Harder verneinte: „Meines Erachtens muss ich die Jobs trennen können. Ich bin für die erste Mannschaft zuständig, aber genau so, dass es in der zweiten und dritten Mannschaft fluppt.“

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