Grün-Schwarz Cappenberg empfängt im Pokal eine große Unbekannte

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Auf dem Papier ist GS Cappenberg im Fußball-Kreispokalspiel der Favorit: Schließlich empfängt der GSC einen Gegner aus der Kreisliga D. Dieser war eigentlich schon aus dem Pokal ausgeschieden.

Cappenberg

, 08.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Von einer Favoritenrolle will Pascal Harder vor dem Fußball-Kreispokalspiel am Mittwochabend (20 Uhr) seiner Cappenberger nichts wissen. Der Trainer und Sportliche Leiter der Grün-Schwarzen führt gleich mehrere Gründe dafür ins Feld. Der wichtigste: Der Gegner ist eine große Unbekannte.

Denn für den GSC geht es in der zweiten Pokalrunde gegen FC Romania Unita 2020. Am Vereinsnamen ist gleich erkennbar, warum der Klub aus Unna eine große Unbekannte ist: Der FCR wurde erst in diesem Jahr gegründet und tritt deswegen in der Kreisliga D an - drei Klassen tiefer als Cappenberg.

„Bei einer Mannschaft, von der man nicht weiß, wo sie genau herkommt, weiß ich nicht, wie ich sie einschätzen soll“, ist sich Harder aber unsicher. „Auf keinen Fall wird es einfach.“

FC Romania Unita spielt eine starke erste Runde

Außerdem machte Romania bereits in der ersten Runde durch eine starke Leistung auf sich aufmerksam. Gegen den Bezirksligisten TSC Kamen verlor der Romania nur mit 1:2. Dennoch steht der Neuling in der zweiten Runde des Kreispokals, da der Gegner einen nicht-spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte.

Wegen der Leistung gegen den TSC warnt auch Harder davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wer als D-Ligist einem Bezirksligisten ein 1:2 abkämpft, hat höchsten Respekt verdient.“ Zudem sei die Mannschaft kein typischer D-Ligist: „Ich habe gehört, dass sie ein, zwei Spieler haben, die schon höherklassig Fußball gespielt haben“, sagt Harder.

Dabei muss der Trainer weiter auf einige Kräfte verzichten. Michel Zentgraf und Kapitän Benedikt Stiens sind angeschlagen und werden noch geschont. Torwart Bendix Wagner ist gerade wieder kuriert, ein Einsatz kommt daher zu früh. Außerdem wird der urlaubende Bastian Tobinski nicht zur Verfügung stehen.

GS Cappenberg will mit den Kräften haushalten

Andere Spieler sollen eine Pause erhalten, um mit den Kräften für den Liga-Alltag hauszuhalten, auf dem Fokus liegt. „Ich werde die Mannschaft gut durchmixen. Es sollen möglichst viele meine Jungs Spielanteile erhalten“, meint Harder und fordert Engagement von den Akteuren, die zur Zeit in der zweiten Reihe stehen: „Es ist eine Chance für die Jungs, die gerade hinten etwas dran sind.“

Am Sonntag wartet bereits das nächste Liga-Spiel bei SV SW Frömern. Der Trainer wünscht sich für das Duell der Kreisliga A, die Qual der Wahl zu haben. Vorher heißt der Gegner aber FC Romania, der sein Heimrecht an den GSC abgab, da es auf der Anlage des FCR keine Flutlichtanlage gibt.

GSC will vom Heimrecht profitieren

Daraus könnten die Grün-Schwarzen etwas Kapital schlagen: „In der Woche kann ein Heimspiel ein kleiner Vorteil sein“, meint Harder. „Da ist es angenehmer, zu Hause zu spielen, weil die Fahrten abends unter Woche unangenehm sein können, auch wenn es bis Unna sicher keine Weltreise ist.“ Im Achtelfinale würde es für die Cappenberger in einem Heimspiel gegen den Sieger aus RW Unna - Hammer SC gehen.

Trotz des vermeintlich kleinen Vorteils bleibt Harder dabei, dass die Favoritenrolle nicht bei Cappenberg liegt. Denn diese bedeute „immer unnötigen Druck“, meint der GSC-Trainer. Den braucht es nicht, die große Unbekannte FC Romania Unita wird schon für genug Kopfzerbrechen sorgen.

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