Golf: Benjamin Wuttke feilt an den Putts

HERBERN/SELM Noch hat er keinen Sieg auf der EPD-Tour, doch Benjamin Wuttke nähert sich seinem erklärten Ziel. So waren auf den letzten drei seiner Turniere dieser Serie sehr gute Ergebnisse dabei. Was letztlich noch fehlt: ein wenig Glück auf den entscheidenden Runden.

von Von Heinz Overmann

, 23.07.2008, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Benjamin Wuttke mit einem Eisen 3: die langen Schläge sitzen, beim Putten fehlte oft das Glück.

Benjamin Wuttke mit einem Eisen 3: die langen Schläge sitzen, beim Putten fehlte oft das Glück.

"Da müssen einfach die Putts fallen, und das taten sie nicht immer", so ein kritischer Rückblick von Benjamin Wuttke, der in Selm wohnt, einen berühmten Vater (Wolfram) hat und als Trainer auf dem Herberner Golfplatz arbeitet. Der 24-Jährige nimmt an der EPD-Tour teil, die praktisch die dritthöchste Liga in Euro ist. Gespielt wird auf hohem Niveau, die Sieger spielen schon im Schnitt 66er oder 67er Runden.

Das Benjamin Wuttke auch das Talent besitzt, auf diesem Niveau zu spielen, hat er zum Beispiel bei den Licher Classic bewiesen. Die erste Runde spielte er eine 74, die zweite eine 67er Runde. "Das war meine beste Runde, die Putts sind gefallen, ich habe wie in einem Rausch gespielt", so Wuttke. Der war aber in der dritten Runde vorüber, die er mit 75 Schlägen beendete - das ist genau par gespielt und endete mit einem geteilten 17. Rang.

Gute zweite Runde

Auch bei der "Bohemia Franzensbad Classic" in Tschechien vor zwei Wochen spielte Wuttke in der ersten Runde mit 73 Schlägen par, glänzte erneut in der zweiten Runde mit 69 Schlägen, immerhin 4 unter par. "Ich hatte damit nur drei Schläge Rückstand auf den Führenden, wollte in der dritten Runde nicht auf Ergebnis halten, sondern auf Sieg spielen", erklärt der Herberner Pro seine Strategie. Sie sollte aber nicht aufgehen, er spielte eine 75er Runde (2 über par) und beendete das Turnier auf einem geteilten 15. Rang.

Auch hier hatte Benjamin Wuttke Pech mit den Putts. "Ich habe bei allen drei Durchgängen ein sehr gutes langes Spiel und gutes Annäherungsspiel gezeigt, die an sich ein gutes Putten ermöglichten." Doch nur bei der 69er Runde waren die Putts richtig gut."Stark genug, um Bogey wegzustecken"

Insgesamt ist Wuttke mit seiner Turnierbilanz - dazu gehört auch die Coburg Brose Open - sehr zufrieden. Bei jedem Turnier spielte er wenigstens eine sehr gute Runde und ließ sich auch nicht durch einen misslungenen Anfang aus dem Konzept bringen. "In Tschechien habe ich mit einem Bogey begonnen, war dann aber mental stark genug, das wegzustecken."

Um eine gute Runde zu spielen, müssen möglichst fünf Birdies dabei sein, um mögliche Bogeys auszugleichen. Wie schwer das ist, weiß jeder Hobbygolfer. Für das nächste Turnier - die Heidelberg Classic in der kommenden Woche - hat Wuttke ein gutes Gefühl, denn "ich bin in guter Form".

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