FLVW bespricht Saisonabbruch im Jugendfußball - Das sind die Entscheidungen

Jugendfußball

Auch die Fußballjugend folgt dem Votum der Vereine. Der Verbands-Jugend-Ausschuss des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen schlägt in seiner Empfehlung den Abbruch der Saison vor.

Selm, Werne, Lünen

16.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Jugend-Fußballer wissen nun auch, wie ihre Saison wahrscheinlich gewertet wird.

Die Jugend-Fußballer wissen nun auch, wie ihre Saison wahrscheinlich gewertet wird. © Sebastian Reith

Endlich gibt es auch für Jugend-Fußballmannschaften Gewissheit. Die aktuelle Saison wird wohl abgebrochen werden. „Am heutigen Dienstag haben wir die Beschlussvorlage für den Saisonabschluss 2019/2020 an die Delegierten des außerordentlichen Verbandsjugendtages verschickt“, informiert Harald Ollech, Vorsitzendes des Verbands-Jugend-Ausschusses.

„Die COVID-19-Pandemie hat uns auch im organisierten Sport vor eine sehr große Herausforderung gestellt“, so FLVW-Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff. „Wir sind dem eindeutigen Votum der FLVW-Vereine dankbar, denn dies war ein klarer Auftrag für den Verbands-Jugend-Ausschuss und die 29 Kreis-Jugend-Ausschüsse. Bei der Umsetzung streben wir einen möglichst großen Einklang mit dem Seniorenfußball an.“

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Aufgrund der COVID-19-Pandemie und der strikten Umsetzung behördlicher Anordnungen ist eine ordnungsgemäße Austragung aller offenen Meisterschaftsspiele nicht mehr umsetzbar. Gemäß dem Vereinsvotum soll die Saison 2019/2020 abgebrochen und gewertet werden.

Im Falle des Saisonabbruchs werden in der Saison 2019/20 in den Jugendspielklassen keine sportlichen Absteiger ermittelt. Mannschaften, die zum Zeitpunkt der Einstellung des Spielbetriebes am 13. März bereits zurückgezogen wurden, sind und bleiben aber Absteiger.

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Was für die Abstiegsregelung simpel ist, gilt jedoch nicht für die Aufstiegsregelungen. Hier sind zusätzliche Besonderheiten in den Spielsystemen und der Spielklassenstruktur zu beachten. Insbesondere ist zwischen „klassischem“ Auf- und Abstieg mit Hin- und Rückrunde und „zweigeteilter“ Saison mit z. B. Qualifikationsrunden/Findungsrunden und einer Meisterrunde zu unterscheiden.

Bei der klassischen Spielrunde werden alle ausgetragenen und in der aktuellen Wertung befindlichen Spiele in die Berechnung einbezogen. Innerhalb der überkreislichen Spielklassen gibt es für die „Quotienten-Herbstmeister“ eine Härtefallregelung.

Auf Kreisebene werden bei einer zweigeteilten Saison grundsätzlich die Spiele der Qualifikationsrunde staffelübergreifend gewertet. „Eine Vermischung von Qualifikationsrunden und Meisterrunden ist im Regelfall nicht zielführend, da oftmals Mannschaften der Meisterrunden noch gar kein Spiel dieser Runde ausgetragen haben“, erläutert Ollech den Sonderfall und ergänzt: „Ziel war auch hier eine möglichst einheitliche Regelung für alle FLVW-Kreise“.

„Die Aufstiegsrunden zu den A-, B, C- und D-Junioren sowie B-Juniorinnen-Bezirksligen entfallen 2019/2020 und jeder Kreis kann einen Direktaufsteiger melden“, erläutert Stefan Korweslühr, Koordinator Spielbetrieb im Verbands-Jugend-Ausschuss, die Grundausrichtung. Bei den B-Juniorinnen gilt auf Grund des kreisübergreifenden Spielbetriebes das Aufstiegsrecht für die jeweilige Staffel. Die Ermittlung der Aufsteiger erfolgt durch die Quotientenberechnung und unter Berücksichtigung des Spielsystems durch den jeweiligen Kreis-Jugend-Ausschuss. „Gerade aufgrund der unterschiedlichen Spielsysteme ist eine zusätzliche Härtefallregelung für ‚Herbstmeister‘ und den Aufstieg in die Bezirksligen nicht möglich“, macht Stefan Korweslühr deutlich, dass der direkte Aufstieg bereits eine absolute Ausnahmeregelung im Jugendspielbetrieb darstellt.

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Beim Spielbetrieb bis E-Junioren und bis C-Juniorinnen gibt es im Regelfall keine Auf- und Abstiegsregelung. Daher wird dem KJA empfohlen, eine Neuplanung der Saison 2020/2021 auf Grundlage bisheriger Praxis vorzunehmen.

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