Zweite Mannschaft von GS Cappenberg ist einer der größten Corona-Verlierer

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Zu Saisonbeginn hatte man am Kohuesholz den Aufstieg als klares Ziel ausgegeben. Dass es dazu nicht kommt, liegt an der neuen Corona-Regelung des Verbands. Die Enttäuschung ist groß.

von Nico Ebmeier

Cappenberg

, 11.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Mannschaften dürften im Extremfall aus der Fußball-Kreisliga B2 Unna-Hamm aufsteigen. Nur zu gerne wäre die Zweitvertretung von Grün-Schwarz Cappenberg eine davon. Nur ein einziger Sieg mehr und der Aufstiegstraum hätte sich erfüllt.

Die Aufstiegs-Empfehlung des Verbands-Ausschusses an das Präsidium lautet: Aufsteigen soll die Mannschaft, die zum Zeitpunkt des Corona-Abbruchs ganz oben steht. Zusätzlich bekommt auch der Hinrunden-Meister ein Aufstiegsrecht zugesprochen. Dass das Präsidium diesem Vorschlag nachgeht, scheint sehr wahrscheinlich. Doch umso bitterer ist diese Regelung für die zweite Mannschaft von GS Cappenberg.

Wir schreiben den 20. Oktober den vergangenen Jahres. Nach fast perfekten elf Spieltagen steht Cappenberg II mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze der Kreisliga B2. Zwei ärgerliche Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten später ist man allerdings nur noch Dritter. Am 14. Spieltag holte sich der GSC die Tabellenführung sogar noch einmal zurück, um sie nach dem 0:1 gegen Hemmerde direkt wieder zu verlieren. Die Hinrunde beendet Cappenberg zwar nur mit zwei Punkten Abstand auf Platz eins, aber eben nicht auf dem Platz an der Sonne - und das sollte sich nun rächen.

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„Das ist natürlich super ärgerlich“, sagt 18-Tore-Stürmer Lars Bußkamp. Denn jetzt scheint klar: Hätte die GSC-Zweite nur eins dieser drei Spiele gewonnen, wäre man im nächsten Jahr wohl A-Ligist. „Wir haben es selbst verbockt. Wir hatten die Chance und haben sie nicht genutzt“, kritisiert Bußkamp. Im nächsten Jahr möchte Cappenberg dann aber nochmal den großen Angriff auf den Aufstieg starten.

Zweite Mannschaft von GS Cappenberg ist von sich selbst enttäuscht

Ähnlich enttäuscht klang auch der Sportliche Leiter Philipp Wiesmann: „Wir hätten uns natürlich alle ein anderes Ergebnis gewünscht. Die Wahrscheinlichkeit, in diesem Jahr aufzusteigen, war wohl so groß wie nie zuvor.“ Angeführt von den Lars und Nils Bußkamp sei es die beste zweite Mannschaft gewesen, die je am Kohuesholz gespielt habe.

Allerdings sei auch die Zielsetzung des Teams ein großes Problem gewesen. „Die Mannschaft hat auch öffentlich ganz klar gesagt, dass sie unbedingt aufsteigen will. Dann hat man gerade in den wichtigen Spielen gemerkt, dass das vielleicht den ein oder anderen Spieler gehemmt hat. Es fehlte die Leichtigkeit“, erklärt Wiesmann.

Deswegen wurde in der Winterpause eine minimale Richtungsänderung beschlossen, um diese Leichtigkeit zurück zu gewinnen. „Der Aufstieg war nun der Wunsch und nicht mehr das uneingeschränkte Ziel“, sagt der Sportliche Leiter. Doch gebracht hat es nichts. In drei Rückrundenspielen holten die Grün-Schwarzen nur vier Pünktchen. Wären es neun gewesen, wäre Cappenberg nun aufgestiegen.

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