Der WTV erklärt Lockerung: So ist auch Tennis-Ligabetrieb nun wieder möglich

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Ein paar Mannschaften sind in dieser Woche schon wieder in die Tennisligen eingestiegen. Die Anderen folgen an diesem Wochenende. Der Westfälische Tennis-Verband hat nun erklärt, wie das möglich ist.

von Nico Ebmeier

Selm, Lünen, Werne

, 13.06.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf den ersten Blick ist an den westfälischen Tennisplätzen von der Corona-Pandemie nicht viel zu merken. Während die ersten Spiele nun schon absolviert wurden, hat man vor Ort maximal auf das obligatorische Hände schütteln verzichtet. Sonst scheint es aber nur wenige Umstellungen zu geben. Auf den zweiten Blick läuft hinter den Kulissen viel, damit eine weitere Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden kann. Der Westfälische Tennis-Verband hat nun erklärt, wie der Liga-Tennis ab dieser Woche wieder möglich ist.

Als wichtigsten Punkt führt der WTV auf, dass jede Mannschaft einen Corona-Beauftragten, genauer gesagt eine Person zur Einhaltung der Regeln des Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes, benennen muss. Dieser muss auf Anfrage kommunaler Behörden Auskunft darüber geben, wie der Umgang mit dem Virus funktioniert.

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Vor einem Ligaspiel müssen alle Teilnehmer dazu über die Schutzmaßnahmen informiert werden. Es muss also klar erkenntlich sein, wer sich wo umzuziehen hat und wo der nächste Desinfektionsmittel-Spender ist. Ausgeschlossen vom Spielbetrieb sind alle Spieler, die Corona-ähnlichen Symptome aufweisen. Gleiches gilt für Spieler, die aktuell in häuslicher Quarantäne sind oder auf ein Testergebnis warten.

Sobald die Anlage betreten wird, ist dringend auf den Mindestabstand zu achten. Das gilt nicht nur für die Spieler auf dem Platz, sondern auch für den Bänken am Rand oder die Zuschauer. Der Heimverein habe dafür zu sorgen, dass jeder Zeit eine Wahrung des Mindestabstands möglich ist, heißt es im Schreiben. Auf dem Weg zur Toilette oder zum Sitzplatz ist dazu ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend.

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Die ausrichtenden Vereine müssen - ähnlich wie in der Gastronomie - per Liste aufführen, wer alles am Platz war. Das gilt sowohl für Spieler als auch für Trainer und Zuschauer. Diese Daten müssen dann vier Wochen lang aufbewahrt werden, um eventuelle Infektionswege zu erkennen.

„Die Reinigungsintervalle sind deutlich anzuheben.“

In den räumlichen Gegebenheiten muss dafür gesorgt sein, dass es überall genügend Flüssigseife und Desinfektionsmittel gibt. In jeder Räumlichkeit müssen zusätzlich Hinweisschilder angebracht werden, um erkennbar zu machen, wo die nächste Chance zum „Sauber machen“ ist. Im Schreiben des WTV heißt es zudem: „Die Reinigungsintervalle der sanitären Anlagen sind deutlich anzuheben.“ Im Klartext heißt das, dass Duschen, Umkleide und Aufenthaltsräume sowohl vor und nach den Spielen gründlich gereinigt werden müssen.

Als letzten Punkt nennt der Tennis-Verband die Bewirtung während der Wettkämpfe. Dies ist nur möglich, wenn es nicht der eigene Verein macht. Einzig durch gastronomische Betriebe ist eine Bewirtung möglich.

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