Das Halbjahresfazit bei der SG Selm fällt gut aus. Platz zwei, der Aufstieg ist realistisch. Misstöne hört man nicht mehr bei den Selmern.

Selm

, 05.01.2019, 16:05 Uhr / Lesedauer: 3 min

Eine durchaus erfolgreiche Saison spielen derzeit die B-Liga-Fußballer der SG Selm. Sie sind Tabellenzweiter mit 41 Punkten und liegen nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter VfL Wolbeck II. Nach dem Abstieg aus der A-Liga ist die SG Selm derzeit die einzige Mannschaft der gesamten Liga, die noch keine einzige Niederlage aufweist. Mit zwölf Siegen und fünf Unentschieden ist sie ziemlich erfolgreich unterwegs und will auch weiter an dieser guten Ausgangslage festhalten.

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Der Saisonverlauf: „Als Absteiger ungeschlagen zu sein, ist schon ziemlich stark. Damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Selms Co-Trainer Tobias Lütjann. Die SG Selm hatte einige neue Spieler zu integrieren, wollte die jungen Eigengewächse schnell einbinden und auch erfahrene Neuzugänge wie beispielsweise Alexander Schwegler schnell integrieren, um eine homogene Mannschaft zu bilden. Dies gelang der SG Selm sehr gut, wie die Tabelle auch aussagt. „Das war in erster Linie unser oberstes Ziel. Auch wenn noch Luft nach oben ist, ist es unterm Strich doch richtig gut gelaufen bisher“, freut sich Lütjann.

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Die SG Selm startete erfolgreich in die Saison, sicherte sich zum Auftakt direkt einen Sieg. Nach einem Unentschieden beim SV Südkirchen folgten wieder Siege. „Ich würde sagen, dass wir gut in die Saison gestartet sind und mitten in der Hinrunde dann ganz leicht nachgelassen haben. Zum Ende haben wir uns aber wieder gesteigert“, sagt Lütjann. Dabei ist besonders der 4:0-Sieg gegen den FC Nordkirchen II in Erinnerung geblieben: „Da haben wir ein richtig gutes Spiel gezeigt. Das war schon stark“, sagt Lütjann. Taktisch sehr diszipliniert zeigte sich die SG Selm auch im Pokalspiel gegen die drei Ligen höher spielenden Münsteraner, das Selm am Ende trotzdem verlor. „Da haben wir aber gezeigt, dass wir mithalten können“, so Lütjann.

Der Trend: Dass die SG Selm nach dem Saisonauftakt etwas hat liegen lassen, lag vor allem auch an einigen Verletzten. „Von so etwas kann sich nun mal keine Mannschaft freisprechen“, so Lütjann. Dass die SG Selm aber in den letzten Wochen wieder Fahrt aufnahm, macht Hoffnung für die restliche Saison. „Wenn wir eine vollständige Vorbereitung absolvieren, dann wird das richtig gut“, ist sich Lütjann sicher. Da Selm noch auf Wolbeck trifft, hat die SG auch alles in der Hand. „Da ist noch alles drin“, weiß auch Lütjann.

Die Gewinner: Ein Gewinner der bisherigen Saison ist Keeper Nils Böckenbrink. Das junge Nachwuchstalent, das auch schon beim Abstieg im Tor stand, spielt die erste reguläre Saison bei den Senioren und macht seine Sache richtig gut. Bisher musste er nur zehnmal hinter sich greifen. „Er spielt eine tadellose Hinserie“, lobt auch Lütjann. Auch Neuzugang Alex Schwegler zeigte bisher starke Leistungen. Er ist in Selm kein unbeschriebenes Blatt – wenn er verletzungsfrei ist. Defensivspieler Andre Zolda machte ebenfalls auf sich aufmerksam. Er bringt Erfahrung, Galligkeit und die nötige Einstellung mit, was der SG Selm weiterhilft.

Die Verlierer: Einen, den es ganz bitter getroffen hat, ist Lukas Bloch. Im Spiel gegen den SC Capelle zog er sich einen vierfachen Bruch im Schlüsselbein zu. Nach einer Operation ist er wieder auf dem Weg der Besserung. Dennoch ist mit einem schnellen Comeback noch nicht zu rechnen. „Wir gehen davon aus, dass er erst Mitte/Ende der Rückrunde wieder dazustoßen wird“, sagt Lütjann und ergänzt: „Wer sich verletzt, der kann kein Verlierer sein. Das, was Lukas passiert ist, tut uns sehr leid.“

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Die Baustellen: Die SG Selm ist auf einem sehr guten Weg. Baustellen sind hier Meckern auf hohem Niveau. Dennoch kennt Selm seine Baustellen und will künftig daran auch arbeiten. So wie beispielsweise an der Offensive. 36 Tore erzielte der Verein bisher. Eine Ausbeute, mit der Lütjann nicht ganz zufrieden ist: „Da geht noch mehr. Wir erspielen uns sehr gute Chancen, versäumen es aber, diese auch einzunetzen. Wir lassen eindeutig zu viel liegen. Wir müssen jetzt im Training mehr Wert darauf legen.“ Defensiv hingegen sind zehn kassierte Gegentore Ligabestwert. „Wenn man bedenkt, dass wir bei mindestens der Hälfte davon noch selbst dran schuld waren, ist das doch ein guter Wert“, so Lütjann.

Das Ziel: Die SG Selm steht weit oben in der Tabelle und ist Spitzenreiter VfL Wolbeck II dicht auf den Fersen. Das Ziel ist es, weiter oben zu bleiben und die Tabellenspitze zu übernehmen. „Wenn uns das gelingt, dann wollen wir natürlich auch aufsteigen“, sagt Lütjann. Die SG Selm hat alles selbst in der Hand. Das Spitzenspiel gegen Wolbeck II steht auch noch bevor. „Wir werden alles geben, werden weiter hart an uns arbeiten. Wenn es am Ende reichen sollte, werden wir das auf jeden Fall auch annehmen“, so Lütjann.

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