42 Prozent der Mannschaften im Westfälischen Tennis-Verband haben zurückgezogen

Coronavirus

Die Übergangssaison im Tennis hat zu vielen Rückzügen geführt. Das hatte der Verband auch extra möglich gemacht. Je höher die Altersklasse, desto mehr Teams zogen zurück.

Selm, Lünen, Werne

, 26.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Maximilian Radke und die TG Selm wollen die Übergangssaison spielen. Sie haben für die Saison gemeldet.

Maximilian Radke und die TG Selm wollen die Übergangssaison spielen. Sie haben für die Saison gemeldet. © Weitzel

Ende März hat der Deutsche Tennis-Bund den Saisonstart der Tennismannschaften aufgrund der Corona-Pandemie auf frühestens 8. Juni verschoben. Im Westfälischen Tennis-Verband wurde Anfang Mai mehrheitlich dafür gestimmt, eine Übergangssaison durchzuführen. Bis zum 20. Mai hatten Vereine und Teams Zeit, zu entscheiden, ob sie am modifizierten Wettspielbetrieb teilnehmen möchten.

Dem Verband liegen nun die Zahlen der Rückmeldungen vor, wie der WTV in einer Pressemitteilung bekanntgab. Demnach haben sich 58 Prozent (2.645) der insgesamt 4.560 gemeldeten Erwachsenen-Teams entschieden, am Spielbetrieb teilnehmen zu wollen. „Dieses Ergebnis spiegelt auch wider, dass in den Clubs die Entscheidung für oder gegen die Durchführung der Saison keine einfache war“, sagte Corina Scholten, verantwortlich für den Wettkampfsport der Erwachsenen im WTV.

Jetzt lesen

Im Münsterland gab es besonders viele Abmeldungen

Die Ergebnisse aus den einzelnen vier Bezirken des WTV (Münsterland, Ruhr-Lippe, Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen) sind mitunter sehr unterschiedlich. Während im Münsterland nur 46,1 Prozent der Mannschaften aufschlagen wollen, liegt die Quote in Ruhr-Lippe mit 68,3 Prozent wesentlich höher. Südwestfalen liegt mit 58,1 Prozent genau im Schnitt und in Ostwestfalen-Lippe wollen 61,5 Prozent der Teams zum Schläger greifen.

Vor allem in den höheren Altersklassen, die zur Risikogruppe für das Coronavirus gehören, gab es erwartungsgemäß und durchweg viele Abmeldungen. In den Westfalenligen und Verbandsligen der Damen und Herren - die höchsten Spielklassen im Verbandsgebiet - gehen 41 von 46 Mannschaften an den Start.

WTV hat für Rückzüge Verständnis

„Wir glauben, dass wir mit der Übergangssaison trotzdem eine größtenteils faire und spielbare Lösung für die Teams geschaffen haben. Alle unter einen Hut zu bekommen, war schlichtweg nicht möglich. Auch hat der WTV für jedes zurückgezogene Team absolutes Verständnis“, teilte Lutz Rethfeld mit, Vizepräsident für Wettkampfsport Erwachsene im WTV.

Jetzt lesen

Grundsätzlich strebt der Verband an, für jede spielwillige Mannschaft eine Lösung zu finden, entweder durch Gruppenzusammenlegungen oder Hin- und Rückspiele, sodass ausreichend sportliche Wettkämpfe stattfinden. Bis zum Ende der Woche nehmen sich der WTV und seine Bezirke, wie angekündigt, nun noch Zeit, um über die genaue Einteilung und mögliche Zusammenlegung von Gruppen zu entscheiden. Deshalb bittet der Verband in einigen Fällen noch um etwas Geduld. Die endgültigen Spielpläne aller Ligen und Altersklassen (außer Junioren) sollten dann spätestens am 3. Juni, in vielen Fällen auch schon früher, feststehen, heißt es.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt