24-h-Schwimmen: Teilnehmer sammelten 507 Kilometer

BORK Mehr als 100 große und kleine Wasserratten stellten ihre Ausdauer beim 24-Stunden-Schwimmen des PSV Bork unter Beweis. Dabei kam es nicht darauf an, ob man in Brust-, Kraul- oder Rückenlage schwimmt und auch nicht, wie schnell die Schwimmer waren, sondern lediglich die zurück gelegte Distanz spielte bei der Wertung eine Rolle.

von Von Heidi Tripp

, 02.07.2008, 16:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die vierjährige Johanna Engler hat erst vor kurzem ihr Seepferdchen gemacht, gewann aber ihre Klasse.

Die vierjährige Johanna Engler hat erst vor kurzem ihr Seepferdchen gemacht, gewann aber ihre Klasse.

Insgesamt schwammen alle Teilnehmer zusammengerechnet eine Strecke von 507 Kilometern. Die jüngste Teilnehmerin war die vierjährige Johanna Engler. Sie hatte erst vor wenigen Wochen ihr Seepferdchen gemacht und wurde vom Ehrgeiz gepackt. Die kleine Wasserratte legte eine Strecke von 1250 Metern zurück. "Ich hab zwischendurch schon gesagt, jetzt ist aber genug, doch sie ist immer weiter geschwommen", so Mutter Claudia Engler.

Einfach immer weiter geschwommen ist auch Jacqueline Damerow, sie holte sich die Goldmedaille der Damen in der Altersklasse 25, mit sage und schreibe 30 250 Metern. "Eigentlich wollte ich meinen persönlichen Rekord von vor zwei oder drei Jahren toppen. Da waren es 43 Kilometer", erklärt Damerow. Die älteste Teilnehmerin war Renate Lengmann. Die 82-Jährige schwamm 2800 Meter. "Es ist eine Veranstaltung für alle Generationen.

"Je länger man Schwimmt, dest mehr Spaß macht es"

"Hier kann jeder mitmachen der Spaß am Schwimmen hat", erläutert Jürgen Wiese, Trainer der Schwimmabteilung des PSV-Bork. Über seinen müden Punkt sei er längst hinweg und irgendwann ginge es dann wieder, denn er und sein Team waren die ganze Nacht auf den Beinen, um die Bahnen der Schwimmer zu zählen und die Auswertungen zu machen. "Je länger man geschwommen ist, desto mehr Spaß hat es gemacht. Ich wollte eigentlich nur 16 Bahnen schwimmen und habe dann vier Kilometer gemacht", erzählt Lea Gärtner stolz, die zusammen mit Freundin Judith Krause teilnahm.

Die ganze Nacht über hatten die Schwimmer die Gelegenheit, ins kühle Nass zu springen und zu schwimmen. "Die Nordkirchener Jungs haben sich nur für ein paar Stunden ins Auto schlafen gelegt. Manche haben auch die Wärmebänke für ein Nickerchen genutzt", so Wiese, der selbst auch schwamm. Bis zur Siegerehrung waren nicht alle Gewinner geblieben, der Wunsch nach Schlaf war wohl stärker als der Glanz der Medaillen und Pokale.

Die Sieger: AK 25: Jaqueline Damerow 30250 m, Thomas Grösel 7000 mAK 30: Claudia Engler 1200 mAK 35: Nicole Böcker 600m, Ralf Engler 10 000mAK 40: Helga Folle 8000m, Reinold Koslowski 14600mAK 45: Christina Schiedel 6500m, Ralf Rudolf 2850mAK 50: Antje Münzmeier 4000m, Heinz Königs 13800mAK 55: Angela Schulze Lutum 11000m, Gerd Rieger 9900mAK 60: Siegrun Hirsch 7400m, Wolfgang Tappe 2000mAK 65: Hans-Joachim Schenk 2000mAK 70: Hans Bloch 550mAK 80: Renate Lengmann 2800m; Bambinis: Johanna Engler 1250mJunior: Shariga Sivanathan 8550m, Gerrit Gutschera 30000Kids: Lea Gärtner 4000m, Jonas Reiners 16000m; Off. Klasse: Mareike Reicks 30200m, Manuel Niehues 30450mFamilie: Lars und Manuel Niehues 52000mVerein: DLRG Nordkirchen 63000m

Lesen Sie jetzt