Zwei Gegner im Abstiegskampf und ein neuer Torwart für die HVE Villigst-Ergste

Handball-Landesliga

Für das Schwerter Landesliga-Duo hält sich die Brisanz der restlichen drei Saisonspiele in Grenzen – was man von den Wochenend-Gegnern nicht behaupten kann.

Schwerte

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Zwei Gegner im Abstiegskampf und ein neuer Torwart für die HVE Villigst-Ergste

Johannes Stolina und die HVE Villigst-Ergste sind am drittletzten Spieltag der Landesligasaison in Altena bei der Turnerschaft Evingsen zu Gast. © Bernd Paulitschke

Denn beide Kontrahenten, bei denen die als Vizemeister feststehende HVE und die HSG als aktueller Tabellendritter am Samstagabend antreten, stecken mittendrin im Abstiegskampf.

Turnerschaft Evingsen - HVE Villigst-Ergste (Samstag, 18.30 Uhr, Sauerlandhalle, Hermann-Voss-Straße, 58762 Altena)

Seit vergangenem Dienstag, als Tabellenführer TG Rote Erde Schwelm sein Nachholspiel bei der Zweitvertretung der SG Menden mit 37:33 gewonnen, steht auch rein rechnerisch fest, dass die HVE nicht mehr aufsteigen kann. „Glückwunsch nach Schwelm – sie waren in dieser Saison die Überflieger-Mannschaft“, sagt HVE-Trainer Thorsten Stange.

Für seine Schützlinge gehe es beim Tabellenviertletzten, der mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz steht, darum, die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen: „Wir wollen keine Wettbewerbsverzerrung betreiben, sind allerdings personell ziemlich gebeutelt“, sagt Stange. Die fehlenden Hendrik Hollatz (Saisonende nach Bänderriss), Felix Ständker, Jonas Mag und Philipp Koch sowie die gesundheitlich angeschlagenen Jan Speckmann, Fabian Bleigel und Moritz Dommermuth seien aber kein Grund für den Rest des Teams, nicht mit voller Einsatzbereitschaft zur Sache zu gehen, so der Trainer.


Jan Schulte kommt vom Letmather TV zur HVE

Die HVE Villigst-Ergste wird mit einem neuen Torwartgespann in die nächste Saison gehen. Nachdem die Villigst-Ergster Verantwortlichen vor einigen Wochen den Zugang von Dennis Friedrich bekannt gegeben hatte, der aus dem A-Jugend-Bundesligakader des VfL Eintracht Hagen zur HVE kommt, stößt mit Jan Schulte (27) vom Ligakonkurrenten Letmather TV ein weiterer Torwart zum Landesliga-Vizemeister.

Schulte kehrt damit zu seinem Stammverein zurück, bei dem er einst als 11-Jähriger mit dem Handball begonnen hat. Als B-Jugendlicher war der Keeper zum HTV Sundwig-Westig nach Hemer gewechselt, ehe er über die weiteren Stationen ASC 09 Aplerbeck (A-Jugend-Regionalliga), HC Dortmund-Süd und TuS Wellinghofen bei der HSG Schwerte/Westhofen landete. Dort stand Schulte in den Spielzeiten 2011/12 und 12/13 zwischen den Pfosten der zweiten Mannschaft, die damals in der Bezirksliga spielte.

2013 wechselte Schulte zum Letmather TV, wo er bis heute spielt und mit dem er unbedingt den Klassenerhalt schaffen will. Zurzeit stehen die Letmather auf dem drittletzten Platz, haben aber die viertwenigsten Tore der Liga kassiert – nicht zuletzt ein Verdienst des Torwarts Jan Schulte.

Handlungsbedarf auf der Torwartposition ist bei den Villigst-Ergstern entstanden, weil die beiden aktuellen Torhüter, Lukas Daszkiewicz und Maurice Rolfsmeyer gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Daszkiewicz zieht nach Münster, während Rolfsmeyer plant, eine Abendschule zu besuchen, was sich mit den Trainingszeiten überschneidet.


DJK SG Bösperde - HSG Schwerte/Westhofen (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Bösperde, Bahnhofstraße, 58708 Menden)

Drehen wir die Zeit rund 15 Monate zurück: 20. Januar, 2018, Sporthalle Bösperde: Nach der Trennung von Kai Henning sitzt Mischa Quass erstmals wieder auf der Trainerbank der HSG Schwerte/Westhofen. „Natürlich kann ich mich daran erinnern, wie das Spiel gelaufen ist“, sagt Quass, „es war eine richtige Klatsche.“ 19:30, um genau zu sein.

Aber seitdem hat sich bei der HSG eine ganze Menge zum Positiven verändert. Das abstiegsbedrohte Team von damals hat sich zu einer Mannschaft gewandelt, die nun als Tabellendritter nach Bösperde fährt. „Auf der einen Seite ist das natürlich eine komfortable Situation. Auf der anderen Seite kann man aber nicht leugnen, dass die maximale Anspannung nicht mehr da ist – das kann man aber auch keinem Spieler verübeln“, sagt Quass.

Ganz anders die Gastgeber: als Tabellenvorletzter sind die Bösperder in der Pflicht. So liegt Quass mit seiner Einschätzung wohl richtig, wenn er sagt: „Bösperde wird auch diesmal wieder ein ganz heißes Pflaster werden.“ Doch die Schwerter wollen ihren Platz festigen, auch wenn sie nach Aussage des Trainers ein paar angeschlagene Akteure in ihren Reihen haben. Und der knieverletzte Dominik Yaltzis wird in dieser Saison ohnehin nicht mehr zum Einsatz kommen.

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