Wie die Vereinsführung des VfB Westhofen mit dem schwachen Saisonstart umgeht

dzFußball: Kreisliga A

Den Saisonstart des Fußball-A-Ligisten VfB Westhofen als missglückt zu bezeichnen, ist fast noch untertrieben. Ein mickriges Pünktchen steht nach fünf Spieltagen auf der Habenseite des VfB.

Westhofen

, 11.09.2019, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Somit die leuchtet die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten in Westhofen. Dabei wollten die Westhofener doch hoch hinaus. Mehrere Neuzugänge mit höherklassiger Erfahrung sorgten im Jubiläumsjahr des 100-jährigen Bestehens für eine gestiegene Erwartungshaltung rund um die Wasserstraße.

Urlauber und Verletzungen prägen die Vorbereitung

Doch nach einer von unglücklicher Urlaubsplanung und Verletzungspech geprägten Saisonvorbereitung stehen die Westhofener nach fünf Spielen auf besagtem letzten Platz – es bestand Redebedarf. Wer nun aber glaubt, dass nach der Gesprächsrunde am Dienstagabend, an der Präsident Jürgen Rump, sein Stellvertreter Holger Lennartz sowie der Sportliche Leiter Leonard Gashi und Trainer Christoph Pajdzik teilgenommen haben, der Trainer seinen Hut nehmen muss, liegt daneben.

„Einzig und allein die Mannschaft hat es verbockt“

„Es ist einzig und allein, die Mannschaft, die es verbockt hat. Mit einem neuen Trainer würde sich nichts verändern. Christoph Pajdzik macht gute Arbeit“, sagt Rump. Die Konsequenzen, die die Vereinsführung aus der sportlichen Misere zieht, betreffen deshalb den Spielersektor. „Ein, zwei Spieler werden den Verein verlassen“, sagt Rump. Wen es trifft, wollte er nicht verraten.

Der Präsident hat die Hoffnung, dass die Spieler die Zeichen der Zeit nun erkannt haben. 20 der 22 Kaderspieler seien am Dienstag beim Training gewesen. „So viele waren es in dieser Saison noch nie“, sagt Rump und ergänzt: „Ich hoffe, dass die Jungs sich diesen Spirit bewahren. Die Saison ist ja noch nicht vorbei.“

Trainer Pajdzik: „Sind nicht vom Glück verfolgt“

Und was sagt der Trainer? Christoph Pajdzik freut sich über die Rückendeckung der Vereinsführung, ist aber auch selbstbewusst genug, um festzustellen: „Wenn man ein bisschen Fachkenntnis hat, erkennt man, dass es nicht am Trainer liegt.“ Einige der erwähnten Neuzugänge hätten bisher kaum oder noch gar nicht ins Geschehen eingreifen können. Die Hauptgrund für die sportliche Misere sei die mangelnde Trainingsbeteiligung, sagt Pajdzik.

Zudem sei man im bisherigen Saisonverlauf nicht gerade vom Glück verfolgt. „Eigentlich müssten wir mindestens vier Punkte mehr haben“, meint der Trainer, der überzeugt davon ist, „dass wir jetzt definitiv die Kurve kriegen werden.“

Keine Lust, mit „Roter Laterne“ auf der Bühne zu stehen

Erstmal aber stehen die Westhofener sieglos auf dem letzten Platz – ein Zustand, der allein schon wegen der Jubiläums-Feierlichkeiten am ersten Oktober-Wochenende nicht so bleiben soll. „Ich habe keine Lust, bei der 100-Jahr-Feier mit einer Roten Laterne in der Hand auf die Bühne zu gehen“, sagt Jürgen Rump – den Humor hat der Präsident trotz der unbefriedigenden sportlichen Situation offenbar noch nicht verloren.

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