Wie der PBC Schwerte nach einer 1:7-Klatsche erfolgreich zurückgekommen ist

Poolbillard-Bundesliga

Was für ein Wochenende für den PBC Schwerte: Nach einem sportlichen Desaster gegen den Deutschen Meister erkämpften sich die Schwerter zumindest noch den zweiten Tabellenplatz.

Schwerte

, 22.10.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie der PBC Schwerte nach einer 1:7-Klatsche erfolgreich zurückgekommen ist

Mohammad Soufi gewann beim 5:3-Sieg gegen den 1. PBC Neuwerk zwei Partien für den PBC Schwerte. © Bernd Paulitschke

Am zweiten Doppelspieltag der Poolbillard-Bundesliga kassierten die als Tabellenführer angereisten Schwerter beim amtierenden Deutschen Meister 1. PBC Sankt Augustin am Samstag zunächst mit 1:7 eine richtige Rutsche. Bereits zur Halbzeit stand es fast aussichtslos 0:4 aus Schwerter Sicht.

Joshua Filler ist eine Klasse für sich

Dass der Ex-Schwerter Joshua Filler eine Klasse für sich ist, ist keine neue Erkenntnis. Mohammad Soufi musste gleich zweimal gegen seinen ehemaligen Teamkollegen ran und hatte sowohl im 9-Ball (4:0, 3:4, 0:4) als auch im 14.1 (95:125, 16 Aufnahmen) das Nachsehen. So mussten die Ruhrstädter in den anderen Partien ihre Chance suchen.

Doch es wurde ein sportliches Desaster. Einzig Routinier Karlo Dalmatin konnte im 10-Ball gegen Kevin Schiller einen Satz gewinnen und im zweiten Durchgang gegen Luca Menn im 8-Ball mit 4:3 und 4:2 den Ehrenpunkt einfahren.

Die Tabellenführung war futsch

Nach diesem ernüchternden Auftritt war die Tabellenführung futsch. Am Sonntag wartete eine weitere schwierige Aufgabe. Denn der Gastgeber, Aufsteiger 1. PBC Neuwerk aus Mönchengladbach, hatte am Samstag mit einem 5:3-Sieg gegen den BC Queue Hamburg aufgewartet und war nach Punkten mit den Schwertern gleich gezogen.

Es entwickelte sich eine packende Begegnung. Im ersten Durchgang blieben Klaudio Kerec im 14.1 gegen Sascha Jülichmanns (72:125, 12 Aufnahmen) und Tobias Bongers im 9-Ball (2:4, 0:4) gegen Martin Steinlage weitgehend chancenlos. Dalmatin im 8-Ball gegen Sascha Rath und Soufi im 10-Ball gegen den holländischen Spitzenspieler Hudji See hielten ihr Team aber jeweils mit Drei-Satz-Siegen im Rennen.

Im zweiten Durchgang hatte Dalmatin diesmal im 10-Ball gegen Rath das Nachsehen, aber Tobias Bongers setzte sich im 14.1 gegen Hudji See nach sechs Aufnahmen mit 125:73 durch und Soufi bezwang Jülichmanns im 9-Ball in drei Sätzen.

Klaudio Kerec macht den Sack zum 5:3 zu

Damit führte der PBC Schwerte mit 4:3 und hatte einen Punkt sicher. Nun lag es an Klaudio Kerec, den „Dreier“ perfekt zu machen. Und es sah gut aus, Kerec hatte den ersten Satz im 8-Ball gegen Steinlage mit 4:2 gewonnen und führte im zweiten mit 2:0. Zwar bäumte sich Steinlage noch einmal auf, aber Kerec setzte sich auch in diesem Satz mit 4:2 durch und machte den 5:3-Sieg perfekt.

Da das Spitzenspiel zwischen Dachau und Oberhausen 4:4 endete, konnte sich der PBC Schwerte zumindest den zweiten Tabellenplatz zurückerobern – einen Punkt hinter Sankt Augustin.

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