Weidenfeller-Zitat als Fazit aus Sicht der HVE Villigst-Ergste

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„We have a grandios Saison gespielt“ - das Statement des ehemaligen BVB-Keepers nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft vor neun Jahren passt auch zur HVE Villigst-Ergste 2019/20.

Schwerte

, 03.05.2020, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am liebsten hätten sie die Saison ganz normal zu Ende gespielt – da geht es allen Beteiligten der HVE Villigst-Ergste nicht anders als den meisten anderen Handballern. Aber dann kam das Coronavirus – mit den bekannten Folgen. Am Wochenende 8./9. März gingen die letzten Partien der Spielzeit 2019/20 über die Bühne.

Die Versuche, sich fit zu halten, wurden zäh

Vor zwei Wochen war der Saisonabbruch dann amtlich. Mit dem Ende der langen Wartezeit machte sich auch eine gewisse Erleichterung breit.

„Die Versuche, sich doch noch für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs fit zu halten, waren in den letzten Wochen immer zäher geworden. Die Gewissheit über das Saisonende hat uns alle zunächst durchatmen lassen“, sagt Thorsten Gollnik, Sportlicher Leiter der HVE.

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Und die Freude über das Erreichte sei dann in den vergangenen Tagen immer größer geworden, stellt Gollnik fest. „In neue Regionen“ seien die Villigst-Ergster vorgestoßen.

Was er damit meint: Für die HVE stehen drei Aufstiege und ein Klassenerhalt zu Buche – eine Erfolgsbilanz, die sich sehen lassen kann.

17 Siege, nur zwei Niederlagen

Im Einzelnen:

Die erste Herrenmannschaft darf in der nächsten Saison zum ersten Mal in der HVE-Historie um Verbandsliga-Punkte spielen. Als Tabellenführer blickte das Team zum Zeitpunkt des Saisonabbruches auf 17 Siege und nur zwei Niederlagen zurück. „Tabellenführer, Meister der Hinrunde, auch ligaübergreifend das beste Torverhältnis – egal, welche Rechnung man anstellte, im Falle der Saisonwertung wäre unsere Mannschaft immer vorne gewesen“, stellt Gollnik fest.

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Und weiter: „Mit enormem Engagement und Fleiß haben sie eine sehr dominante Saison gespielt und steigen absolut verdient auf – da sind sich auch die Kommentatoren in den sozialen Medien einig.“

Per Wildcard in die Damen-Verbandsliga

Eher unverhofft ist dagegen die erste Damenmannschaft der HVE zu ihrem Aufstieg gekommen – der Quotientenregelung des Handballverbandes Westfalen sei Dank.

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„Die Mannschaft hat sich im Laufe ihrer ersten Landesliga-Saison sehr gut entwickelt“, stellt der Sportliche Leiter fest. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls wichtiger Spielerinnen etablierte sich das Team in der Spitzengruppe. Da auch die Tabellennachbarn die Wildcards nutzen, will das junge Team als Fünftplatzierter der Abbruch-Tabelle nun die Herausforderung Verbandsliga annehmen.

Auch zweites Damenteam steigt auf

Unmittelbar vor den Entscheidungsspielen um den Aufstieg war auch die Saison für die zweite Damenmannschaft in der Kreisliga beendet. Verstärkt durch Spielerinnen mit Bezirksliga-Erfahrung, stand das Team an der Spitze und steigt aufgrund der Quotientenregelung in die Bezirksliga auf – HVE-Aufsteiger Nummer drei!

Über den Verbleib in der Bezirksliga freut sich die zweite Herrenmannschaft der HVE. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruches stand sie zwar auf dem vorletzten Platz, doch war der Klassenerhalt in den letzten acht Saisonspielen noch möglich.

„Die Mannschaft hatte in der Hinrunde viel Pech und verlor einige Spiele knapp. In der Rückrunde lieferte sie deutlich bessere Ergebnisse ab. Wir freuen uns, dass das Team sich in der Bezirksliga weiter entwickeln kann“, meint Gollnik.

Das „Projekt Dritte“ ist gelungen

Als erfreulich bezeichnen die HVE-Verantwortlichen auch das „Projekt Dritte“: Mit einer Mischung aus A-Jugendlichen, Hobbyspielern und erfahrenen Wiedereinsteigern blickt die dritte Herren auf eine schöne Saison in der Kreisklasse zurück.

Unter dem Strich also fällt das Fazit der vorzeitig abgebrochenen Spielzeit 2019/20 aus Sicht der HVE Villigst-Ergste überaus positiv aus – oder wie es Thorsten Gollnik in Anlehnung an Ex-BVB-Profi Roman Weidenfeller formuliert: „We have a grandios Saison gespielt“.

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