Warum Klaus Höhm so wertvoll für den Schwerter Basketball ist

SCHWERTE "Ich kann froh sein, dass meine Frau das alles so mitmacht. Sie hat sehr viel Verständnis für mich." Ein wenig Erleichterung klingt in der Stimme von Klaus Höhm schon mit. Basketball für den 53-Jährigen eine absolute "Herzensangelegenheit". Darum ist er so wertvoll für die Schwerter TS. Ein Porträt.

von Von Bastian Bergmann

, 01.07.2008, 13:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit 16 Jahren fing Höhm mit dem Basketballsport an. Beim SC Aplerbeck spielte er bis in die Landesliga, bevor er nach Schwerte zurückkehrte. Seit 1973 übernahm er die Damenmannschaft, die er mit Ausnahme einer kleinen Pause bis heute betreut. In drei Jahrzehnten als Sportwart hat er zudem einiges an Erfahrung gesammelt.

Mit 16 Jahren fing Höhm mit dem Basketballsport an. Beim SC Aplerbeck spielte er bis in die Landesliga, bevor er nach Schwerte zurückkehrte. Seit 1973 übernahm er die Damenmannschaft, die er mit Ausnahme einer kleinen Pause bis heute betreut. In drei Jahrzehnten als Sportwart hat er zudem einiges an Erfahrung gesammelt.

"Es gab kaum jemand, der sich dafür gefunden hat", lacht Höhm als er sich daran erinnert, wie er zu besagtem Posten gekommen ist. Für den Verein ist das natürlich eine unglaublich wichtige Arbeit, doch auch persönlich hat Höhm wertvolle Dinge erlebt. "Das ein oder andere wird einfach leichter, wenn man zu den Leuten ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat. Es gab mal eine Zeit mit vielen Sonderwünschen, aber bis jetzt macht es Spaß", erklärt er. "Es ist schön, wenn alles reibungslos läuft."

Ein Mann, der auch mal Fünfe gerade sein lässt

Anstrengend kann da auch hin und wieder seine relativ junge Damenmannschaft werden. Doch "lange nicht so anstrengend wie die älteren Damen. Das Gezicke hinter dem Rücken vertreibt einem den Spaß. Man kann über alles offen reden. Aber klar muss man bei den Jüngeren auch mal Fünfe gerade sein lassen", lacht er.

Die Ausbildung seiner Schützlinge macht ihm am meisten Spaß. "Es ist der Reiz, ihnen eine vernünftige Grundausbildung zu geben. Es ist schön zu sehen, wenn die Dinge Früchte tragen. Mal geht´s schneller, mal langsamer", so Höhm.

"Nur für Basketball zu leben, ist mit in meinem Alter zu viel"

Seit 2000 hat er zudem die Kreisauswahl unter seinen Fittichen. Da kann es auch schon mal passieren, dass Höhm fast jeden Tag in einer Sporthalle ist und Anweisungen gibt. "Ich bin auch mal froh über einen freien Tag. Ich muss auch mal Distanz haben, dann macht es wieder mehr Spaß. Nur für den Basketball zu leben, das ist mir in meinem Alter zu viel. Da braucht man auch mal andere Dinge", betont der Trainer weiter. Doch ein weiterer Höhepunkt steht noch bevor. Nächstes Jahr soll die Ruhrolympiade für die weiblichen Basketballerinnen in Schwerte sein. Da wird Höhm auf jeden Fall nochmal als Trainer aktiv werden. Wie es danach weitergeht? "Abwarten."

Willkommene Abwechslung liefert da das Treiben mit seiner Mannschaft. In der letzten Saison noch als dritte, werden sie in der neuen Spielzeit als zweite Mannschaft gemeldet. Besonders viel Spaß bereiten Höhm hier die Endrundenturniere, in denen er sich mal mit Gleichaltrigen messen kann.

Denn müde ist er noch lange nicht. "Es ist klar, dass es morgens auch mal zwickt", verrät er. Doch der Verein, seine Damenmannschaft und auch die Kreisauswahl werden hoffen, dass ihnen Klaus Höhm noch möglichst lange die Richtung vorgibt.

ZUR PERSONKlaus Höhm ist 53 Jahre alt. Seit 1973 trainiert er die erste Damenmannschaft der STS. Die laufende Saison ist sein 30. Jahr als sportlicher Leiter der Basketballabteilung der Turnerschaft. Aktiv spielt er immer noch in der zweiten Herrenmannschaft der STS.

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