Warum ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss personelle Konsequenzen androht

Fußball-Bezirksliga

Beim ETuS/DJK Schwerte hadert man nach der 0:2-Niederlage in Garenfeld erneut mit dem Schiedsrichter, geht jetzt aber wohl auch intern gegen Undiszipliniertheiten vor.

Schwerte

, 23.09.2019, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss personelle Konsequenzen androht

Nicolas Külpmann kommt in dieser Szene des Lokalduells zwischen Berchum/Garenfeld und ETuS/DJK zu Fall. © Bernd Paulitschke

Der ETuS/DJK Schwerte und die Schiedsrichter – auch nach dem siebten Saisonspiel war der Unparteiische wieder ein Thema in Schwerte-Ost. „Nie im Leben ein Foulspiel“ sei die Aktion von Jasmin Smajlovic gewesen, die Schiedsrichter Thielmann (Siegen) im Spiel beim SC Berchum/Garenfeld mit einem Freistoß ahndete, der kurz vor der Halbzeit zum 1:0 für die Gastgeber führte.

„Irgendwann bist du dann auch als Trainer mit dem Latein am Ende. Was willst du den Jungs denn in der Kabine noch sagen? Wir waren beim Tabellenführer die bessere Mannschaft und liegen wegen so einer Entscheidung wieder hinten“, schimpfte Trainer André Haberschuss.

Umstrittener Freistoßpfiff vor dem 1:0

Jener umstrittene Freistoßpfiff kurz vor dem Seitenwechsel war aber schon der zweite Aufreger der Partie. Eine knappe Viertelstunde vorher hatte Thielmann schon „Rot“ gezückt gegen ETuS/DJK-Spieler Rodi Mohammad. Diesen hatte Haberschuss ausgewechselt, weil er schon verwarnt und gelb-rot-gefährdet war.

Es folgte eine Schiedsrichterbeleidigung, die der nur wenige Meter entfernt stehende Assistent nicht überhören konnte und wollte. Die Folge: „Rot“ gegen Mohammad und die Kritik von Haberschuss, deren Adressat in diesem Fall aber nicht der Unparteiische war. „Was Rodi da gemacht hat, geht natürlich gar nicht“, so der Trainer der „Östlichen“.

Schon zum siebten Mal Rot oder Gelb-Rot

In der noch relativ jungen Saison war dies schon die siebte Rote oder Gelb-Rote Karte gegen einen Akteur des ETuS/DJK – es wird höchste Zeit zu handeln, findet Haberschuss. „Es wird personelle Konsequenzen geben“, kündigt der Trainer an, ohne schon näher ins Detail gehen zu wollen.

Mal abgesehen von den Undiszipliniertheiten sah Haberschuss aber wenig Anlass zu Kritik an seiner Mannschaft. „Wir waren fußballerisch die bessere Mannschaft – und wir haben beim Tabellenführer gespielt.“ In fünf von sieben Saisonspielen sei man mindestens gleichwertig gewesen, sagt der Trainer. Deshalb ist er auch unverändert zuversichtlich, nicht dauerhaft in der unteren Tabellenregion kleben zu bleiben.

Nervosität beim Kampmann vor dem Spiel

Und was sagt der Trainer des Gegners? Nervös sei er vor dem Spiel gegen seinen Ex-Verein gewesen, für den er sechs Jahre lang gekickt hat, gesteht Fabian Kampmann. „Aber wenn das Spiel dann einmal läuft, ist das auch vergessen“, stellte er fest.

Haberschuss‘ Ansicht, dass der ETuS/DJK die bessere Mannschaft gewesen sei, teilt Kampmann nicht. „Das Spiel hätte statt 2:0 auch 4:2 ausgehen können. Aber ich denke schon, dass wir verdient gewonnen haben – auch wenn der ETuS nicht schlecht gespielt hat.“

Klar sei aber auch, so Kampmann weiter, „dass du solche Spiele gewinnen musst, wenn du oben dranbleiben willst.“ Also hat er mit seinem Team am Sonntag die Pflicht erfüllt – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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