VfL und Berchum/Garenfeld treffen nicht / Niederlagen für ETuS/DJK, Geisecke und Hennen

Fußball-Bezirksliga

Die beiden besten Teams der Bezirksliga in 2019 trafen aufeinander. Beide spielten nach vorne, aber Tore fielen nicht. Und die anderen drei Teams des Bezirksliga-Quintetts gingen leer aus.

Schwerte

, 05.05.2019, 21:29 Uhr / Lesedauer: 5 min
VfL und Berchum/Garenfeld treffen nicht / Niederlagen für ETuS/DJK, Geisecke und Hennen

SC-Kapitän Alex Rüster köpft, aber der VfL rettet mit Alex Bahr, Torwart Lukas Knoblauch und Robin Heuft in dieser Szene. © Bernd Paulitschke

VfL Schwerte - SC Berchum/Garenfeld 0:0

Neben der Partie zwischen Rot-Weiß Lüdenscheid und Hagen 11 war das Aufeinandertreffen des VfL Schwerte und des SC Berchum/Garenfeld auf dem Schützenhof am Sonntag das zweite Topspiel. In 2019 führten beide Teams sogar die Tabelle an. Und die Zuschauer wurden auch nicht enttäuscht, denn beide Teams suchten den Weg nach vorne und spielten auf Sieg. Am Ende fehlten in einer interessanten Partie nur die Tore.

Mit dem 0:0 ist der vierte Tabellenplatz für den VfL bereits in Stein gemeißelt. Für den Sportclub war es ein Rückschlag im Kampf um Platz zwei, denn Lüdenscheid siegte mit 3:2, ist nun punktgleich mit der Iske-Elf, hat aber noch eine Partie mehr.

Im ersten Abschnitt wurde schnell auf Betriebstemperatur hochgeschaltet. Eine scharfe Hereingabe von Kliegel fing Hollmann vor dem einschussbereiten Maron ab (6.). Dann dribbelte sich Eickelmann in den VfL-Strafraum und legte für Ntontos ab, doch die Schwerter konnten noch klären (13.). Im Gegenzug tauchte plötzlich Podubrinn frei vor Hollmann auf, aber der Schlussmann blieb Sieger.

Dann war wieder der Sportclub am Zug. Deuerling zog aus 17 Metern flach ab und Knoblauch lenkte den Ball noch um den Pfosten (17.). Und als Koblitz Ortiz vor dem Strafraum den Ball abluchste, musste Knoblauch eine Glanzparade zeigen, um ein Tor zu verhindern (22.).

Nach der Pause kamen die Gäste entschlossen aus der Kabine, liefen hoch an und schnürten den VfL in der eigenen Hälfte ein. Dieser hatte nun sichtlich Mühe im Spielaufbau und kam kaum aus der eigenen Hälfte raus. Doch ein Treffer wollte den Berchum/Garenfeldern nicht gelingen. Und plötzlich tauchte der VfL dann doch vorne auf: Maron wurde freigespielt, war an Hollmann vorbei und scheiterte aus spitzem Winkel am Pfosten (61.). Nun wurde die Partie wieder offener.

Alex Rüster per Kopf, Eickelmann und Zuhmann verpassten bei den Gästen, beim VfL kam Maron einen Schritt zu spät und der eingewechselte Co-Trainer Schwarze, der nochmal Schwung brachte, scheiterte aussichtsreich. Ein Tor wollte in einer flotten Partie einfach nicht fallen.

Schwerte: Lukas Knoblauch, Dennis Uhle, Alexander Bahr, Robin Heuft, Tim Birnkraut (75. Yannis Schwarze), Nicolas Ortiz, Sebastian Kozlowski, Lukas Beßlich (66. Gianluca Zocco), Dominik Podubrinn, Lars Maron (88. Welf-Alexander Wemmer), Florian Kliegel.

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Vladimir Kunz (75. Dustin Röhrig), Manuel Pais, Alexander Rüster, Leander Koeser, Jerome Nickel, Thomas Koblitz (84. Marcel Grondziel), Tim Böckenförde, Georgios Ntontos (69. Dennis Zuhmann), Christian Deuerling, Tim Eickelmann.


VfB Schwelm - ETuS/DJK Schwerte 2:1 (0:1)

Wird es jetzt doch noch eng für den ETuS/DJK Schwerte? Mit der 1:2-Niederlage beim Tabellensiebten in Schwelm schmolz der Vorsprung zur Abstiegszone auf fünf Punkte.

Die stark vertretene BVB-Fraktion im Anhang der „Östlichen“ fühlte sich an den schwarz-gelben Auftritt tags zuvor in Bremen erinnert. Wie die Borussen dominierten die Schwerter die erste Halbzeit, um sich nach Wiederanpfiff das Heft komplett aus der Hand nehmen zu lassen. Im Unterschied zum BVB, der wenigstens einen Punkt mitnahm, kehrte der ETuS/DJK jedoch mit leeren Händen aus Schwelm zurück.

Danach hatte es zunächst ganz und gar nicht ausgesehen. Kadir Yilmaz hätte die Haberschuss-Elf nach einer knappen Viertelstunde in Führung schießen können, traf aber nur den Außenpfosten. Auch bei Körners Kopfball nach schöner Bartel-Flanke fehlte nicht viel (22.). Weil Keeper Felix Wenderoth auf der Gegenseite kaum etwas zu tun bekam, war das Führungstor durch Dennis Cela, der eine Arslan-Ecke am langen Pfosten einköpfte, hochverdient (41.).

Mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabine. In dieser waren die Schwerter mit ihren Gedanken offenbar noch, als die Platzherren gleich mit dem ersten Angriff nach Wiederanpfiff zum Ausgleich kamen.

Nun war’s ein komplett anderes Spiel. Schwelm war viel agiler, vom ETuS/DJK kam offensiv so gut wie nichts mehr. Stattdessen fiel das Siegtor auf der anderen Seite: Wenderoth wehrte einen Schuss aus halblinker Position nach vorne ab. Der Abpraller landete auf dem Kopf von Graziano, der einfach schneller reagierte als die ETuS/DJK-Defensive (68.).

Danach hatten die Gäste, die dem Gegner am Ende auch läuferisch unterlegen waren, nicht die nötige Durchschlagskraft im Angriff, um noch wenigstens das Ausgleichstor zu schaffen.

Schwerte: Felix Wenderoth, Florian Bartel, Nouri Bah, Yannik Körner, Mijo Martinovic (53. Kadir Can Akgül), Kevin Loke (75. Moritz Jürgensen), Cagdas Yetim Dennis Cela, Serkan Arslan, Ismail Ayar, Kadir Yilmaz, .

Tore: 0:1 Cela (41.), 1:1 (46.), 2:1 (68.).


Geisecker SV - SSV Kalthof 2:3 (1:0)

Trotz Halbzeitführung unterliegt der Geisecker SV dem SSV Kalthof mit 2:3. Dabei sorgen allerdings die Geisecker fast selbst für die Gegentore.

In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer zunächst ein Spiel fast ohne Höhepunkte. Vor den Toren spielte sich so gut wie nichts ab. Als sich alle bereits auf den Halbzeitpfiff einstellten, erlief Julian Hüser ein zu kurz geratenes Abspiel des SSV-Keepers Lenzen. Hüser legte quer auf Luis Pothmann, der aus drei Metern ins leere Tor einschieben konnte. Es war der einzige Schuss aufs Tor in Halbzeit eins.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs kam der Gast stärker in die Partie. Kalthof spielte direkt in die Spitze und versuchte Geisecke früh unter Druck zu setzen. Nach 53 Minuten waren sie damit auch erfolgreich und erzielten nach einer schönen Kombination den Ausgleich.

Geisecke hatte Probleme mit den Gästen und konnte kaum für Entlastung sorgen. In der 68. Minute vertändelte dann Calvin Höptner am eigenen Strafraum als letzter Mann den Ball. Tim Helmdach im Tor war chancenlos und Kalthof führte.

Fünf Minuten später dann der nächste Black-out. Mehrere ungenaue Abspiele am eigenen Strafraum brachten die Gäste in eine gute Position. Helmdach sah sich zwei SSV-Stürmern alleine gegenüber und war erneut machtlos – 1:3.

Nun warfen die Geisecker alles nach vorne, mussten aber immer wieder Konter der Gäste über sich ergehen lassen. Geisecke konnte froh sein, dass Kalthof diese Konter nicht konsequent zu Ende spielte. So keimte in der 80. Minute noch mal Hoffnung auf, als der eingewechselte Jonas Hudek per Kopf ins lange Eck traf und zum 2:3 verkürzte.

Geisecke gab aber nicht auf und versuchte in den letzten Minuten immer wieder über außen zum Erfolg zu kommen. Doch die Flanken waren entweder zu ungenau oder ein Abwehrbein war dazwischen. So blieb es am Ende bei der etwas unglücklichen Niederlage.

Geisecke: Tim Helmdach, Julian Boethin, Calvin Höptner (73. Tobias Thiele), Tim Borkenstein, Mathis Leuer (77. Jonas Hudek), Florian Ruß (63. Cangün Akgün), Julian Hüser, Luis Pothmann, Dustin Schütte, Nico Gerl, Marc Schipper.

Tore: 1:0 Pothmann (45.+4.), 1:1 (53.), 1:2 (68.), 1:3 (73.), 2:3 Hudek (80.).


ASSV Letmathe - SC Hennen 3:1 (3:0)

Das Beste vorab: Der SC Hennen hat immer noch vier Punkte Luft auf den ersten Abstiegsplatz, weil sich die Kellerkinder Grünenbaum und Deilinghofen-Sundwig eher überraschend 1:1 trennten.

Von einem Punkt in Letmathe waren die „Zebras“ im Kellerduell doch ein ganzes Stück entfernt. Nach einer sehr mäßigen ersten Halbzeit und einem 0:3-Rückstand war das Kind schon nach 45 Minuten in den Brunnen gefallen. Der einzige Hennener Treffer durch Claudia Ferreira (56.) war an diesem Tag einfach zu wenig. So setzte es für das Horn-Team eine verdiente 1:3-Niederlage.

Das Unheil nahm schon nach vier Minuten seinen Lauf, als Brian Osei Prince Dominik Plötz auf der rechten Außenbahn aus den Augen verlor. Den Rückpass in den Strafraum nahm Ahmet Keskin direkt zum 1:0 ab. Da gab es für den besten Hennener, Torwart David Grochla, nichts zu halten. Genau so wenig wie nach einer knappen halben Stunde: Da traf Cem Wileczelek aus elf Metern, nachdem Prince der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen war. Die Entscheidung von Schiedsrichter Patrick Ramolla aus Menden ging in Ordnung.

Und noch vor der Pause war dann schon der Deckel drauf, weil Denis Lacic aus abseitsverdächtiger Position zum dritten Mal traf. Auf der Gegenseite gab es nur einen Abschluss von Jan-Hendrik Bergmann, der aber ASSV-Keeper Max Hoffmann vor keine Probleme stellte (12.).

Auch wenn Letmathe in der zweiten Halbzeit deutlich nachließ, hatte die Hoßdorf-Elf doch die besseren Chancen. Aber weder Keskin noch Lacic konnten Grochla überwinden (69., 80.). Davor keimte noch einmal ein bisschen Hoffnung beim SC auf, weil Ferreira nach einer Ablage von Michael Weigelt auf 1:3 verkürzen konnte.

Viel mehr kam aber von Hennen nicht. Der Ballbesitz wurde nach dem Wechsel zwar mehr, aber weitere Möglichkeiten blieben aus.

Hennen: David Grochla, Benjamin Hederich, Brian Osei Prince (46. Moritz Hupach), Claudia Ferreira, Jan-Hendrik Bergmann, Luca Bühren, Michael Weigelt, Jan Loos, Joshua Quardt (46. Arbri Uku), Nils Krawczyk (64. Tim Schuwirth), Nils Berg.

Tore: 1:0 (4.), 2:0 (29., Handelfmeter), 3:0 (38.), 3:1 Ferreira (56.).

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