Superlative in Hagen: Deutsche Meistertitel, Medaillen und sogar ein Weltrekord

dzRettungsschwimmen

Okay, in anderen Ländern kennt man die Disziplin kaum. Aber ein Weltrekord, wie ihn die Schwerter Damen geschwommen sind, muss man trotzdem erstmal hinkriegen - nicht der einzige DM-Erfolg.

von Fabienne Aust

Schwerte

, 15.10.2019, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Weltrekord, Deutsche Meistertitel und reichlich Medaillen – die Schwerter Rettungssportler haben bei den Deutschen Meisterschaften in Hagener Westfalenbad kräftig mitgemischt. Doch Freud und Leid lagen nah beieinander. So musste die Herrenmannschaft der DLRG Schwerte eine Disqualifikation hinnehmen.

Nur das Team aus Anklam war schneller

Los ging es mit den Mannschaftswettkämpfen, bei denen zunächst die erfahrenen Sportler der offenen Altersklasse und der AK 17/18 in den vier Staffeldisziplinen an den Start gingen. Marco Hetfeld, Anthony Kelley, Patrick Kaup und Marvin Pareick überzeugten in der AK 17/18 mit der schnellsten Zeit in der Puppenstaffel und sicherten sich letztendlich die Silbermedaille hinter dem Team aus Anklam.

Ihre weiblichen Teamkolleginnen Berin Kurtbas, Hannah Stoyke, Karolin Wuttkowski und Fabienne Riediger schafften mit Rang zehn die angepeilte Top-Ten-Platzierung.

Die eigene Bestmarke unterboten

In der offenen Altersklasse eröffnete die Schwerter Damen den Wettkampf mit einem Paukenschlag: In der Rettungsstaffel, die allerdings außerhalb Deutschlands so gut wie gar nicht geschwommen wird, unterboten Vanessa Kik, Kirsten Lühr, Kerstin Lange und Sophia Bauer ihren eigenen Weltrekord. Auch in der Puppenstaffel hatten die Schwerterinnen die Nase vorn und wurden damit auch Deutscher Meister, obwohl die Konkurrenz aus Schloss Holte-Stukenbrock sowohl die Gurtretter- als auch die Hindernisstaffel für sich entscheiden konnte.

Auch bei den Herren lief für die Schwerter zunächst alles nach Plan. Nach der dritten Disziplin stand das Schwerter Team noch auf einem Podiumsplatz, wurde dann aber in der Hindernisstaffel aufgrund eines Fehlstarts disqualifiziert. So blieb in der Gesamtwertung nur der 19. Rang.

Talente der Altersklasse 12 freuen sich über Silber

Es folgten die Konkurrenzen der jüngeren Altersklassen. In der AK 12 entschieden Alina Busse, Eric Mallkowsky, Linus Heierhoff, Frederik und Jannis Bärenfänger gleich drei Staffeln für sich. Am Ende setzte sich Luckenwalde zwar hauchdünn vor die Schwerter, doch die Freude über die gewonnene Silbermedaille überwog.

In der weiblichen Konkurrenz belegten Anna Reinke, Carlotta Altmann, Finja Thoms und Josefine Kneer mit neuen Bestzeiten den 13. Platz. Auch Lina Peetz, Pia Kordt, Laura Wuttkowski und Mariella Keusen überzeugten in der AK 13/14 und freuten sich über eine Top-10-Platzierung. Als Nachrücker waren Cara Schepp, Marah Krämer, Marija Kovacevic und Lena Krey in das Feld der besten 24 Teams aus Deutschland gerückt. Sie kamen auf Rang 21.

Kerstin Lange und Marco Hetfeld nicht zu schlagen

In den Einzelkonkurrenzen ließen die Schwerter Rettungssportler weitere Medaillen folgen. Kerstin Lange ließ in der offenen Altersklasse keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen und gewann mit zwei Sekunden Vorsprung die 50m Retten. Auch über die 100m kombinierte Rettungsübung schlug sie als Erste an, direkt gefolgt von Teamkollegin Kirsten Lühr.

Marco Hetfeld wurde seiner Favoritenrolle in der AK 17/18 gerecht. Er gewann die 100m Retten mit Flossen und die 200m Hindernis und holte mit großem Vorsprung den Titel. Jonas von Werne überzeugte über die 100m kombinierte Rettungsübung als Dritter und schrammte in der offenen Altersklasse nur knapp an einer Top-Ten-Platzierung vorbei.

Gleich vier Schwimmer waren in der AK12 am Start. Die beste Platzierung erreichte Frederik Bärenfänger mit Platz 11, gefolgt von Eric Mallkowsy auf Platz 17 und Jannis Bärenfänger auf Rang 18. Finja Thoms erreichte in der weiblichen Konkurrenz Rang 21.

Mit ihren Leistungen steuerten die Schwerter Schwimmer wichtige Punkte für die Landesverbandswertung bei, die in diesem Jahr an das Team aus Westfalen ging.

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