STS-Spielertrainer Manuel Boruch: „Es wird fast unmöglich, die Liga zu halten“

Basketball-Landesliga

Die Basketballer der Schwerter TS haben in Dortmund mit einer schwachen Freiwurfquote selbst geschlagen - eine ganz bittere Pille. Für die Damen der STS gab’s beim Meister nichts zu holen.

von Michael Doetsch, Fabienne Aust

Schwerte

, 24.03.2019 / Lesedauer: 3 min
STS-Spielertrainer Manuel Boruch: „Es wird fast unmöglich, die Liga zu halten“

Jan Schreer (re.) und die Schwerter TS mussten mit dem 70:72 in Dortmund eine ganz bittere Pille schlucken. © Bernd Paulitschke

Herren-Landesliga

BB Unity Dortmund - Schwerter TS 72:70 (17:19, 21:21, 22:17, 12:13)

Au weia, jetzt wird es richtig eng für die Basketballer der Schwerter Turnerschaft im Kampf gegen den abstieg aus der Landesliga. Beim Tabellenachten in Dortmund verloren die Schwerter am Sonntagnachmittag unglücklich mit 70:72 – eine ganz bittere Pille, nach der Spielertrainer Manuel Boruch frustriert resümierte: „Wir haben uns selbst geschlagen, weil wir in der letzten Minute zwei Freiwürfe und dazu noch einen einfachen Korbleger vergeben haben.“

Da war es noch nicht einmal ein schwacher Trost, dass die Schwerter in einer intensiven und umkämpften Partie insgesamt eine gute Figur abgaben. Vor allem aus der Distanz erwiesen sich die STS-Schützen als sehr treffsicher. Zehn Drei-Punkte-Würfe versenkten sie im Korb.

Wenn es doch auch von der Freiwurflinie ähnlich gut geklappt hätte. Aber davon konnte nicht die Rede sein – im Gegenteil. Nur zehn Treffer bei 26 Versuchen ergeben eine Freiwurfquote von nur 38 Prozent. „Das ist Kreisliga-Niveau. Damit gewinnt man in der Landesliga keine Spiele“, stellte Boruch fest und bezeichnete die „Fahrkarten“ seiner Mannschaft von der Linie als spielentscheidend.

Die Lage im Abstiegskampf wird nun immer prekärer, zumal der vorher punktgleiche TuS Hamm 2 gewonnen hat. Manuel Boruch ist Realist: „Es wird nun fast unmöglich für uns, die Liga zu halten – auch wenn es rechnerisch noch möglich ist.“ Am kommenden Wochenende kommt Spitzenreiter Werne nach Schwerte.

Schwerte: Thomas Jung (24), Robin Seib (12), Telmo Caetano (9), Till Lemke (13), Jan Schreer (3), Tayhan Kurtbas, Niklas Tschorn, Tom Grossart (3), Manuel Boruch (6).


Damen-Landesliga

BC Soest - Schwerter TS 88:46 (15:10, 26:13, 22:10, 25:13)

Die erwartete Niederlage gab es für die Landesliga-Damen der Schwerter Turnerschaft beim vorzeitigen Meister aus Soest, der mit Schnelligkeit und Treffsicherheit überzeugte. Nach einem guten ersten Viertel fiel die Niederlage für die STS am Ende mit 46:88 noch ziemlich deutlich aus.

Im ersten Spielabschnitt lief es für den Tabellenführer noch nicht rund. Die Schwerterinnen übernahmen zwischenzeitlich sogar die Führung (8:7), doch dann erzielte Soest sechs Punkte hintereinander und übernahm so noch vor dem Viertelende die Führung.

Schon im zweiten Viertel wurde es für die STS aber immer schwieriger, die Zonenpresse des Gegners zu überwinden. Viele Fehlpässe gaben Soest die Möglichkeit, weiter davonzuziehen. Besonders von der Dreierlinie zeigte sich der Meister treffsicher.

Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich dieses Bild fort. Während die Schwerterinnen nur selten die Verteidigung des BC überwand, punktete der Gegner fast nach Belieben bis zum 88:46-Endstand.

„Alles andere als eine Niederlage wäre eine Sensation gewesen. Soest ist zu Recht Meister“, gratulierte Klaus Höhm dem Gegner.

Schwerte: Johanna Grünebaum (4), Frauke Mag (4), Kimberly Müller (2), Fabienne Aust (4), Sandra Teufer (4), Karen Toben (14), Inga Buschhaus (5), Inga Kauermann, Lara Engbert (5), Nadine Febra (4).

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