So sieht es aus bei den fünf Bezirksligisten vor dem sechsten Spieltag

Fußball

Sechster Spieltag in der Bezirksliga 6 - ein ganz normaler Spieltag. Außer in Geisecke, wo eine Woche nach der Tragödie um den Vereinsvorsitzenden noch keine Normalität herrschen kann.

Schwerte

, 13.09.2019, 20:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
So sieht es aus bei den fünf Bezirksligisten vor dem sechsten Spieltag

Jasmin Smajlovic (li.) erwartet mit dem ETuS/DJK Schwerte das noch ungeschlagene Team von RW Lüdenscheid, während David Sprungk mit dem VfL nach Schwelm reist. © Manuela Schwerte

Sinopspor Iserlohn - Geisecker SV (Sonntag, 15 Uhr, Inceptum-Stadion, Seeuferstraße, 58636 Iserlohn)

Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski hatte am Freitagnachmittag verständlicherweise wenig Lust, über sportliche Dinge zu sprechen. Unter normalen Umständen wären die „Kleeblätter“ beim Schlusslicht (null Punkte, 2:23-Tore) klarer Favorit – aber einen Tag nach der sicherlich hoch-emotionalen Trauerfeier für den tragisch ums Leben gekommenen Martin Gläser auch? „Wir werden die Partie so pietätvoll wie möglich absolvieren. Wie frei die Köpfe sein werden, wird man sehen“, sagt Wotzlawski.

ETuS/DJK Schwerte - Rot-Weiß Lüdenscheid (Sonntag, 15.15 Uhr, EWG-Sportpark, Am Hohlen Weg)

Rund zwei Stunden lang habe man am Dienstag gesprochen, berichtet Trainer André Haberschuss – es gab offenbar eine Menge aufzuarbeiten nach dem mäßigen Saisonstart des ETuS/DJK Schwerte (nur drei Punkte aus den ersten fünf Spielen) und speziell nach der schmerzlichen 0:1-Derbyniederlage beim VfL Schwerte.

Die Haupterkenntnis aus den Gesprächen: „Im Moment sind wir einfach nicht torgefährlich genug – das, was den ETuS/DJK in den vergangenen Jahren eigentlich immer ausgezeichnet hat“, so Haberschuss. Der immer noch verletzte Spielmacher Serkan Arslan wird schmerzlich vermisst. „Eigentlich ist es traurig, dass so viel von einem einzigen Spieler abhängt. Aber wir haben es als Kollektiv noch nicht geschafft, Serkan zu ersetzen“, hat der Trainer festgestellt.

Trotzdem bleibt Haberschuss auch vor dem Heimspiel gegen die noch ungeschlagenen Lüdenscheider (drei siege, zwei Unentschieden) bei seiner Einschätzung, dass man sich vor keinem Gegner verstecken muss. „Die einzigen, vor denen wir uns verstecken müssen, sind wir selber“, sagt der Trainer – seinen Humor hat Haberschuss noch nicht verloren.

VfB Schwelm - VfL Schwerte (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Am Brunnen, Hauptstraße, 58332 Schwelm)

Viel besser als beim Lokalrivalen aus Schwerte-Ost war die Laune in dieser Woche rund um den Schützenhof – wen wundert es angesichts des gewonnenen Prestigeduells? „Natürlich tut der Sieg gut“, sagt Trainer Dominik Buchwald, der bei seinen Spielern „die Lust aufs Gewinnen“ erkannt hat. Doch auf dem Schwelmer Naturrasen wird es nicht leicht, das nächste Erfolgserlebnis folgen zu lassen, meint der Coach. „Schwelm ist eine Mannschaft, die es jedem Gegner der Liga schwer machen kann. Wir werden versuchen, es umzudrehen und ihnen das Leben schwer zu machen“, sagt der Coach.

Nach seinem gelungenen Debüt steht Torwart David Graudejus (Urlaub) schon wieder auf der Liste der Ausfälle. Dagegen ist Mert Aslan aus dem Urlaub zurück, während Nils Bergs Urlaubsrückkehr ein Wettlauf mit der Zeit wird.

SSV Hagen - SC Hennen (Sonntag, 15 Uhr, Ischeland-Stadion, Stadionstraße 8, 58097 Hagen)

Auf eigenem Platz hat sich der SC Hennen im bisherigen Saisonverlauf noch keine Blöße gegeben, auswärts aber sind die „Zebras“ in ihren beiden Partien leer ausgegangen – höchste Zeit, dass sich das ändert, findet Trainer Holger Stemmann. Die Gelegenheit scheint gut, denn Landesliga-Absteiger SSV Hagen ist noch punktlos. „Aber wir wissen, dass wir den Gegner nicht unterschätzen dürfen“, sagt Stemmann – erst recht nicht vor dem Hintergrund eines Trainerwechsels. Dieter Iske, bis zum Ende der vergangenen Saison beim SC Berchum/Garenfeld an der Seitenlinie, hat Anfang der Woche das Traineramt beim SSV übernommen.

Türkiyemspor Hagen - SC Berchum/Garenfeld (Sonntag, 17 Uhr, Kirchenberg-Stadion, Berliner Allee, 58119 Hagen)

„Das ist schon ganz schön happig“, sagt Fabian Kampmann. Der Trainer des SC Berchum/Garenfeld meint damit die Personallage, denn gleich zehn Spieler fallen für das unangenehme Gastspiel beim Aufsteiger in Hohenlimburg aus. „Vladimir Kunz hat geheiratet – und neun andere sind gleich mit auf Hochzeitsreise gegangen“, sagt Kampmann in einem Anflug von Galgenhumor.

Der 3:1-Testspielsieg am Donnerstagabend beim klassengleichen VfR Sölde sorgt aber dafür, dass Kampmann trotzdem zuversichtlich ist. „Wir haben eine Halbzeit gebraucht, um reinzukommen. Aber die zweite Halbzeit war richtig gut“, so der Coach. Nach einem 0:1-Halbzeitrückstand drehte der SC die Partie durch Tore von Nicolas Külpmann, Tim Böckenförde und Tobias Neynaber.

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