Sechsstelliger Euro-Betrag als Finanzspritze für einen Schwerter Klub

dzModerne Sportstätten 2022

Fünf Schwerter Sportvereine haben bisher schon vom NRW-Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ profitiert. Nun ist ein sechster Verein hinzugekommen.

Westhofen

, 15.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Kanu- und Surf-Verein Schwerte, dem Tennisclub Rot-Weiß Schwerte, der Budogemeinschaft Schwerte, dem Bürgerschützenverein Schwerterheide und der Tennisabteilung der TG Westhofen sind bereits fünf Schwerter Sportvereine in den Genuss einer Finanzspritze aus dem Topf des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ der NRW-Landesregierung gekommen.

TSG Westhofen will barrierefrei umbauen

Nun ist der Förderantrag eines weiteren Vereins bewilligt worden. Die Tennissportgemeinschaft (TSG) Westhofen wird mit dem stattlichen Betrag von 212.000 Euro unterstützt. Damit fördert die NRW-Landesregierung den barrierefreien Umbau der Tennisanlage Auf der Hofestatt, inklusive der Sanitäranlagen.

Insgesamt schüttet die Landesregierung mit diesem Infrastrukturprogramm 300 Millionen Euro aus. 634.000 Euro davon stehen den Schwerter Sportvereinen zu - eine Summe, die sich an der NRW-Sportpauschale orientiert. Deren Verteilung richtet sich nach Einwohnerzahl einer Stadt.

Moderner Unterboden für die Plätze der TSG Westhofen

Besagte 212.000 Euro sind der größte Betrag für einen Schwerter Klub. Lutz Gmel, Vorsitzender der TSG Westhofen, erklärt, was die TSG konkret mit dem Geld machen will: „Wir möchten unsere in die Jahre gekommenen Tennisplätze mit einem modernen Unterboden ausstatten, der im Prinzip ganzjährig bespielbar ist. Zudem ist er rollstuhlgeeignet und nahezu instandsetzungsfrei. Außerdem benötige die neue Spieloberfläche deutlich weniger Wasser und ist somit umweltfreundlicher, so Gmel.

Weil das Deckmaterial der Spielfläche unverändert Ziegelmehl (Asche) bleibt, bestehe von den Spieleigenschaften kaum ein Unterschied zu einem herkömmlichen Ascheplatz. Darüber hinaus soll es teilweise neue Zaunanlagen und Pflasterungen geben, verrät Gmel - alles im Sinne einer behindertengerechten Umrüstung der Westhofener Anlage. Schließlich sollen die Sanitäranlagen ebenso barrierefrei umgebaut werden, damit sowohl Sportler als auch Zuschauer komplett ins Vereinsleben integriert werden können.

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Stadtmeisterschaften auf der neuen Anlage?

Mit der positiven Nachricht, die Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in der NRW-Regierung, den Westhofenern übermittelt hat, könne man in weitere Detailplanungen einsteigen, sagt der TSG-Vorsitzende und umreißt den zeitlichen Horizont des Großprojektes.

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„Ich hoffe, dass wir es über den Winter hinkriegen. Ziel ist es, zum 1. April fertig zu sein, um dann die Stadtmeisterschaften auf der neuen Anlage ausrichten können.“ Sollte dieser ehrgeizige Zeitplan nicht einzuhalten sein, werde man bei der Ausrichtung der Titelkämpfe versuchen, mit einem Nachbarverein zu tauschen, um dann ein Jahr später die Gastgeberrolle zu übernehmen, so Gmel.

Weitere Anträge Schwerter Vereine laufen

Mit den TSG-Verantwortlichen freut sich auch Stadtsportverbandsvorsitzender Peter Schubert über den positiven Bescheid für die Westhofener aus Düsseldorf.

Neben der TSG und den erwähnten fünf anderen Vereinen laufen derzeit noch Förderanträge für einige weitere Projekte von Schwerter Vereinen, die an dem NRW-Topf partizipieren wollen, verrät Schubert. Sollten auch diese Anträge positiv beschieden werden, wäre der Topf für den Schwerter Vereinssport ausgeschöpft, so Schubert.

Bisher haben vom Programm „Moderne Sportstätten 2022“ profitiert: Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (31.000 Euro für verschiedene Maßnahmen am Bootshaus, zum Beispiel Brandschutz, Dachsanierung oder Erneuerung der Schließanlage. Tennis-Club Rot-Weiß Schwerte (12.000 Euro für eine Bewässerungsanlage). Budogemeinschaft Schwerte (67.000 Euro für die Modernisierung des Kampfkunstzentrums im Reiche des Wassers). Bürgerschützenverein Schwerterheide (Modernisierung des Vereinsheims im Sinne des Energiesparens und der Barrierefreiheit). Turngemeinde Westhofen (90.000 Euro) für ihr Projekt „Energetische Sanierung der Tennisanlage“.
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