Schmerzvoller Rückschlag: Gregor Kreul erleidet Bandscheibenvorfall

dzKanuslalom

Eigentlich hatte Gregor Kreul in dieser Saison Großes vor und auf die Nationalmannschaft gehofft. Doch ein lang anhaltender Schmerz entpuppte sich nun als Bandscheibenvorfall – Zwangspause!

Schwerte

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Februar paddelte Kreul zusammen mit Vereinskollegin Zoe Jakob noch im Trainingslager in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Unter besten Bedingungen bereitete sich das Duo des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte mit anderen ambitionierten Nachwuchskräften auf die Saison vor – mit dem Ziel, sich im Frühjahr für die U23-Nationalmannschaft zu qualifizieren. Doch auch schon dort beklagte Gregor Kreul diffuse Schmerzen im Rückenbereich. Die traten erstmals im Dezember 2018 auf.

Zunächst probierte er es mit regelmäßiger Physiotherapie, aber nach dem Trainingslager in der Wüste verschlimmerte sich der Schmerz. Kein Training. Ruhe. Denn längst wirkten sich die Beschwerden auf den Alltag aus. Ohne Schmerztabletten kommt Gregor Kreul aktuell nicht durch den Tag. In der vergangenen Woche gab es nach der Magnetresonanztomographie dann endlich Gewissheit: Kreul leidet unter einer einem Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich.

Keine große Überraschung

Wobei er sich die schmerzhafte Verletzung zugezogen hat, weiß der 21-Jährige nicht genau. Er vermutet eine falsche Bewegung beim Krafttraining oder eine generelle Überbelastung. „Das hat sich eher schleichend entwickelt. Eine große Überraschung war die Diagnose für mich nicht mehr“, sagt Kreul, der sich nun komplett auf seine Genesung konzentriert. Eine Spritzentherapie mit anschließender Rehazeit soll den jungen Slalomkanuten wieder fit machen. Dafür lässt er sich ab der kommenden Woche von der Sportklinik Hellersen betreuen.

Nun verpasst er die Qualifikation für die Nationalmannschaft, sein großes Ziel. Doch auch schon nach dem Trainingslager im Februar wusste Gregor Kreul, dass es aufgrund der Beschwerden schwierig geworden wäre.

Für Kreul ist es ein Rückschlag. Schon 2017 hat er die Saison wegen des Pfeifferschen Drüsenfiebers verpasst. Zwar rechnet er auch nun mit einer monatelangen Zwangspause, doch Kreul resigniert nicht: „Es ist zwar ärgerlich, aber ich möchte mich nach der Reha direkt auf die nächste Saison konzentrieren.“

Erst einmal zurück in Schwerte

Von Augsburg, wo er sich häufig zum Training aufhält, ist Kreul erst einmal nach Schwerte zurückgekehrt. Hier kann und muss er jetzt entspannen. Das klappe mit seinen Freunden und Netflix schauen auch ganz gut, beteuert er und lacht dabei. Das Lachen kann ihm nämlich nicht mal ein schmerzvoller Bandscheibenvorfall klauen.

Lesen Sie jetzt