Rund 800 Teilnehmer gehen beim 13. Ruhrstadtlauf auf die Strecken

Leichtathletik

Der Ruhrstadtlauf wurde von den Abonnementsiegern gewonnen. Isabel Hafenmayer und Laurids Koster liefen im Hauptlauf auf das Treppchen. Eine Ergsterin war über fünf Kilometer ganz vorne.

von Bettina Koster

Schwerte

, 16.06.2019 / Lesedauer: 4 min
Rund 800 Teilnehmer gehen beim 13. Ruhrstadtlauf auf die Strecken

Der Start beim Jugend-Lauf der Jahrgänge 2006 bis 2009. Hier gingen 80 Teilnehmer auf die Strecke. © Manuela Schwerte

Rund 800 Teilnehmer waren beim 13. Ruhrstadtlauf rund um die Rohrmeisterei am Freitag am Start. Damit blieb man zwar unter der Rekordbeteiligung von knapp 1000 Startern im vergangenen Jahr, aber diese Athleten im Alter von zwei bis über achtzig Jahren zeigten trotz schwül-heißer Witterung ausgezeichnete Leistungen.

Überragend war wieder einmal Phillip Henseleit vom Marathon-Club Menden, der Abonnementsieger der vergangenen Jahre, der auch diesmal sowohl im Hauptlauf über zehn Kilometern (35:31 min) als auch über die fünf Kilometer (17:22min) nicht zu schlagen war. „Zwar ist die enge Strecke nicht geeignet für Bestzeiten, es ist aber schön, bei den sieben Runden immer wieder von den vielen Zuschauern im Start-Ziel-Bereich angefeuert zu werden“, meinte der strahlende Sieger.

Bester heimischer Athlet war der für die SG Eintracht Ergste laufende Laurids Koster, der zwar in den ersten beiden Runden mit Henseleit mitlief, dann aber – auch aufgrund von Seitenstichen – abreißen lassen musste und sich mit 38:47min noch auf den Bronzerang rettete.

„Über die zehn Kilometer ist nicht das herausgekommen, was ich mir erhofft habe, da fehlen mir als 800m-Läufer einfach die Trainingskilometer. Der anschließende 5km-Lauf (Fünfter in 18:50 min, Anm. der Red.), den ich als Tempomacher für meine Trainingskollegen gelaufen bin, hat mir hingegen sehr viel Spaß gemacht“ lautete das Fazit des Ergsters.

Auch bei den Frauen stand ein bekanntes Gesicht ganz oben auf dem Siegerpodest: Vorjahressiegerin Sandra Schmidt vom LT Bittermark, die den Ruhrstadtlauf als eine Herausforderung sieht, da er ziemlich anstrengend sei, siegte in starken 39:28 min vor der für die TG Westhofen startenden Isabel Hafenmayer in 46:19 min, die darüber hinaus über 5km in 22:20min Fünfte wurde. Damit stellte sie auch ihren Trainer Horst Pallatzky zufrieden. „Angesichts der „molligen“ Temperaturen und des Doppelstarts ist Isabel die 10km verhalten auf Platz gelaufen. Unter diesen Umständen gehen beide Zeiten in Ordnung.“

Katharina Krüger siegt über fünf Kilometer

Siegerin auf der „kurzen“ 5km-Distanz wurde die Ergster Triathletin Katharina Krüger, die zwar ihre fehlende Schnelligkeit bemängelte – sie startete zuletzt auf der Halbmarathonstrecke – dafür aber mit ihrer Zeit von 19:18 min zufrieden war. Einen ausgezeichneten dritten Platz belegte die erst 14-jährige Linda Schmid, ebenfalls von der SG Eintracht, in 21:05 min.

Während man bei den beiden Hauptläufen aufgrund der Teilnehmerzahlen - über 10km gab es 91 Finisher, über 5km sogar 286 - schon mal die Übersicht verlieren konnte, ging es bei den Schülerläufen vor allem im Start-Ziel-Bereich recht „wuselig“ zu, da der eine oder andere zum ersten Mal an einer solchen Laufveranstaltung teilnahm und daher nicht nur nervös, sondern manchmal auch nicht genau wusste, wo und wie er laufen sollte. Dies zeigte sich insbesondere im Lauf der Bambinis (Jahrgänge 2012 und jünger), die teilweise an der Seite von Trainern oder Eltern die etwa 700m lange Strecke mit Feuereifer bewältigten – jüngster Teilnehmer war der erst zweijährige Lias Bratschke, der nach 8:07min die Ziellinie überquerte.

Fußballarena und Hüpfburg

Aber auch abseits der Laufstrecke konnten sich die Kids in der Fußballarena des VSI Schwerte sowie auf der Hüpfburg der Sparkasse Schwerte austoben, während sich die älteren Athleten nach getaner Arbeit im Zelt des Physio-Point Ergste „durchwalken“ ließen. Auch das Moderatorenteam mit Jörg Przystow und Klaus Fingerhut informierte das Publikum nicht nur über die einzelnen Athleten und Ergebnisse, sondern sorgte auch für gute Unterhaltung rund um das Laufgeschehen. So zeigte sich Heiner Kockelke, der ehemalige Vorsitzende des mit veranstaltenden Stadtsportverbandes Schwerte, zufrieden mit dem Ablauf des Ruhrstadtlaufes: „Ich habe zwei Ordner mit etwa hundert Unterpunkten, die es im Vorfeld des Laufes zu erledigen gilt. Seit Anfang der vergangenen Woche laufen die intensiven Vorbereitungen, die dank eines eingespielten Teams rechtzeitig abgeschlossen wurden, bei denen, sowie bei den zahlreichen Sponsoren, ich mich auf diesem Wege recht herzlich bedanken möchte.“

Seine Tochter, Ute Kockelke, Geschäftsführerin des Stadtsportverbandes Schwerte, fügte hinzu: „Das Wetter hat gehalten, die Atmosphäre stimmte, die Resonanz war gut. Besonders schön finde ich, dass diese große Laufveranstaltung nicht nur von den drei Leichtathletikvereinen Schwertes, sondern auch von den Boxern, Futsalern, Fuß- und Handballern, dem Ski-Club sowie einigen Schwerter Schulen und Kindergärten so gut angenommen wurde. Die viele Arbeit hat sich also gelohnt.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt