Richtig fit ist er nicht - aber dieser Stürmer weiß, wo das Tor steht

dzFußball-Bezirksliga

In der Saison 2018/19 war er in die sportliche Versenkung der Kreisliga C abgetaucht. Aber nun ist „Fluppe“ wieder da - und beim ETuS/DJK Schwerte wissen sie, was sie an ihm haben.

Schwerte

, 04.11.2019, 19:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schlagzeile ist genau drei Monate alt: „Fluppe Frohn will’s nochmal wissen“ titelten wir Anfang August. 13 Wochen später darf man feststellen: Der Stürmer-Routinier Dennis Frohn (34) hat die Erwartungen aller Beteiligten des ETuS/DJK Schwerte voll und ganz erfüllt.

„Man muss ihn nur in Position bringen“

„Man muss ihn einfach nur in Position bringen. Er weiß einfach, wo das Tor steht“, sagt ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss, der froh ist, dass Frohn seine Ankündigung wahr gemacht hat. Denn eigentlich hatte sich der 34-Jährige schon vom Fußball auf Bezirksliga-Niveau verabschiedet.

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In der Kreisliga C bei den Sportfreunden Haspe, zu denen er über einen Arbeitskollegen gekommen war, hat Frohn in der Saison 2018/19 seine Tore geschossen – 42 an der Zahl in nur elf Spielen, wie Frohn erzählt.

Der Fitnesszustand? Liegt bei etwa 60 Prozent

Aber das war eben nur C-Liga. Doch auch drei Klassen höher schießt Frohn noch immer seine Tore. Mit dem Doppelpack am Sonntag gegen Schwelm sind es nun schon neun Saisontore – dabei hat Frohn in den ersten vier Saisonspielen gar nicht gespielt und kam danach nur als „Teilzeitarbeiter“ zum Einsatz.

Hochgerechnet auf die Einsatzminuten, bedeuten besagte neun Tore eine Quote von ziemlich genau zwei Toren pro Spiel – alle Achtung!

Dabei ist Frohn nach wie vor nicht fit. Mit 60 Prozent beziffert der Stürmer seinen aktuellen Fitnesszustand, „aber es wird peu a peu besser.“

Ein Typ, der der Mannschaft gut tut

Ein Laufwunder wird aus Frohn wohl aber trotzdem nicht mehr – und doch wissen sie in Schwerte-Ost, was man an Frohn hat. „Natürlich ist Fluppe speziell. Aber er hat ein großes Herz und lebt für den Verein. Er ist einfach ein Typ und tut der Mannschaft gut“, sagt Trainer Haberschuss über seinen Schützling.

Den konditionellen Defiziten zum Trotz gibt es am sportlichen Wert des abgezockten Stürmers ohnehin keine Zweifel. Jüngstes Beispiel: die Partie am Sonntag gegen Schwelm, als Frohn zweimal per Kopf erfolgreich war. „Wenn er mit seiner Körpermasse am kurzen Pfosten in die Flanken geht, ist das kaum zu verteidigen“, sagt André Haberschuss.

Den Winter mag der Torjäger nicht

Und was sagt Frohn selbst zu seinem erfolgreichen Bezirksliga-Comeback? „Die Jungs suchen mich auch und legen mir die Bälle auf“, sagt der Stürmer bescheiden. Und mit steigender Zahl der persönlichen Erfolgserlebnisse tut es offenbar auch körperlich nicht mehr so weh. „In der letzten Saison, als ich ganz ohne Training gespielt habe, war es schlimmer. Jetzt bin ich wenigstens halbwegs im Training – da geht es.“

So dürften die beiden Tore des vergangenen Sonntags nicht die letzten Frohn-Treffer in dieser Spielzeit gewesen sein – obwohl es jetzt erstmal ungemütlich zu werden droht. „Jetzt kommt der Winter – diese Jahreszeit mag ich eigentlich gar nicht“, sagt Frohn. Aber die ETuS/DJK-Fans müssen sich keine Sorgen machen. „Bis zum Saisonende ziehe ich es auf jeden Fall durch“, sagt Frohn – keine gute Nachricht für die gegnerischen Abwehrreihen.

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