Ole Siegismund setzt seit zwei Monaten gute Jugendarbeit beim KVS fort

Kanu- und Surf-Verein Schwerte

Am Montagmorgen konnte Ole Siegismund erst einmal ausschlafen. "Das ist der Vorteil eines solchen Jobs", erklärt er, "meistens beginnen die Trainings erst nachmittags." Ansonsten könne man aber durchaus von einem "Full-Time-Job" sprechen.

SCHWERTE

von Von Leon Weiß

, 16.04.2012, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ole Siegismund trat das Erbe von Kordula Striepecke an - ein durchaus erfolgreiches.

Ole Siegismund trat das Erbe von Kordula Striepecke an - ein durchaus erfolgreiches.

Den hatte der Neu-Trainer des KVS auch am Wochenende beim Jubiläums-Ruhrslalom. Für Siegismund war es der erste heimische Wettbewerb. Denn er ist erst seit Februar in der Ruhrstadt zuhause. Seitdem nämlich ist er auch fest angestellter Trainer beim Kanu- und Surf-Verein Schwerte. Gekommen aus dem 300 km entfernten Luhdorf bei Hamburg, hat sich Siegismund schnell und gut eingelebt. "Der Verein hat mir bei der Wohnungssuche geholfen. Ich wurde direkt unterstützt", geht der Dank vor allem an den KVS.

Der Unterschied des 2000-Seelen-Dorfes im Norden und Schwerte sind aber nicht die gut 45 000 Einwohner mehr, sondern auch der Verein selbst. "In Luhdorf habe ich um die fünf Leute trainiert, hier habe ich eine viel größere Breite an Sportlern, die über sehr viel Potenzial verfügen", so Siegismund.Mit Ehrgeiz und Euphorie

Das große Potenzial zeigten seine Schützlinge am vergangenen Wochenende mit sage und schreibe 40 Podestplätzen. Diese sind sicherlich aber auch ein Beleg für die Arbeit von Coach Siegismund und seinem ehrenamtlichen Team um Andrea Adrian. "Von den Ergebnissen her war das grandios", äußert er sich über die Erfolge des KVS. Für Siegismund kann das aber nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ehrgeizig und euphorisch zugleich klingt der Neu-Schwerter, wenn er über die anstehenden Aufgaben mit dem KVS spricht. "Wir haben viel Spaß zusammen. Unsere Vorgaben werden fantastisch umgesetzt", sagt er und weiß: "Wir werden natürlich aber auch mit guten Ergebnissen verwöhnt."

Lob von beiden Seiten

Siegismund und der KVS - das scheint zu passen. Beide Seiten sprechen in den höchsten Tönen über die Gegenseite. Der "sehr positive Eindruck vom Amtsantritt" habe sich bestätigt, schwärmt Siegismund. KVS-Chef Werner Rosener über den Trainer: "Ich bin sehr zufrieden. Er hat sich super eingelebt und kniet sich total in seine Arbeit ein." Der Kanu- und Surf-Verein hat das passende Puzzle-Stück gefunden, das die Lücke nach dem Abgang der langjährigen Trainerin Kordula Striepecke füllt.  Zufrieden ist Werner Rosener aber nicht nur mit dem neuen Trainer, sondern auch mit dem 60. Ruhrslalom. "Das war nicht zu toppen", freut er sich, "es hat alles geklappt. Mein Dank geht an alle Helfer." In der Tat kann man von KVS-Seite aus sehr zufrieden mit der zweitägigen Regatta sein. Die Zukunft scheint gut abgesichert zu sein. Dort wird man sich auf weitere große Namen freuen dürfen.Wochen der Wahrheit stehen an 

Zurücklehnen gilt aber nicht - schon gar nicht für Siegismund, der neben seiner Trainertätigkeit beim KVS auch die Kadersportler betreut und Stützpunktrainer Westfalens ist. Für die Schwerter Kanuten beginnen nun die Wochen der Wahrheit. Die Olympia-Qualifikationen und Landesmeisterschaften stehen in den nächsten Wochen an. Da wird die Sache mit dem Ausschlafen vorerst vorbei sein. Aber so ist das mit dem "Full-Time-Job" als KVS-Trainer.

 

 

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