Neele Holzhausen: Wertvolle Erfahrung in toller Atmosphäre

SCHWERTE Es war lediglich der Traum vom Endlauf, der nicht in Erfüllung gehen sollte: Neele Holzhausen, Leichtathletin der LG Schwerte, konnte sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin über 400m Hürden nicht wie erhofft für das Finale qualifizieren.

von Von Sebastian Reith

, 21.07.2008, 09:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der elektronischen Anzeigetafel des Berliner Olympiastadions taucht man nicht alle Tage auf: Neele Holzhausen kurz vor ihrem Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften.

Auf der elektronischen Anzeigetafel des Berliner Olympiastadions taucht man nicht alle Tage auf: Neele Holzhausen kurz vor ihrem Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften.

Die ersten nationalen Titelkämpfe nach dem Umbau des Olympiastadions waren für das Organisationskomitee der Weltmeisterschaft 2009 gleichzeitig ein wichtiger Test für die Titelkämpfe an gleicher Stelle in einem Jahr. So wurden die rund 2200 Nachwuchsathleten aus ganz Deutschland von den gleichen Kampfrichtern durch die Wettkämpfe geleitet und benutzten die gleichen Anlagen wie die Profis im August nächsten Jahres.

Dass das Berliner Olympiastadion mit seiner Größe und der blauen Kunststoffbahn einen ganz besonderen Reiz ausübt, beflügelte auch Neele Holzhausen. Doch die 16-Jährige merkte schon an der ersten Hürde ihres Vorlaufes, dass der Rhythmus diesmal nicht so richtig passte. Auf die Zielgerade bog die B-Jugendliche als Dritte ein, am Ende stand dann der vierte Platz im Vorlauf und eine Zeit von 66,30 sek zu Buche - Aus der Traum vom Finale.

Immerhin war Holzhausen in diesem Jahr schneller als bei den letzten "Deutschen". Allerdings war mehr möglich. 65,50 sek hätten für eine Endlaufteilnahme gereicht. "Das wäre auf jeden Fall drin gewesen", bedauert Holzhausen selbst ihr Ausscheiden. Dass sie im Vorlauf von der späteren Deutschen Meisterin, Lisa Hofmann aus Bad Kissingen, geschlagen wurde, tröstet etwas.

Neuer Anlauf im nächsetn Jahr Obwohl nicht alles nach Plan lief, war die Meisterschaftsteilnahme eine besondere Erfahrung. "Eine tolle Atmosphäre", findet die 16-Jährige und erzählt: "Vom Nebenplatz wurde ich mit Lautsprechern aufgerufen, durch die Katakomben geführt und kam dann durch das Marathontor ins Stadion."

Im nächsten Jahr wird sie dann einen neuen Anlauf nehmen, um die Vorläufe zu überstehen. Mit weniger Verletzungspech in der Vorbereitung soll dann auch endlich der Traum vom Endlauf wahr werden.

Lesen Sie jetzt