Meister des Wassers: Maurice Wetekam ist bei den IDM in Berlin nicht zu stoppen

SCHWIMMEN

Der Ergster Maurice Wetekam blieb bei den internationalen deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung (IDM) in seinem Jahrgang ungeschlagen. Er holte sich zahlreiche Titel.

17.06.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Meister des Wassers: Maurice Wetekam ist bei den IDM in Berlin nicht zu stoppen

Bei den internationalen deutschen Meisterschaften im Schwimmen für Menschen mit Behinderung (IDM) war der Ergster Maurice Wetekam in seinem Jahrgang nicht zu schlagen. © Privat

Auch diesmal fanden die IDM in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin statt. Und wie in den vergangenen Jahren waren neben den deutschen Startern zahlreiche internationale Schwimmer vertreten. Insgesamt traten 521 Athleten aus 54 verschiedenen Nationen gegeneinander an, verteilt auf 79 Vereine und 37 Nationalmannschaften. Sie absolvierten 2765 Einzel- sowie 45 Staffelstarts, in denen an den vier Wettkampftagen insgesamt 42 neue Weltrekorde aufgestellt wurden.

Wetekam glänzt gleich am ersten Tag

Schon am ersten Wettkampftag glänzte der im Behindertensport für die SG Bayer startende Ergster Maurice Wetekam. Sowohl über die 200 Meter Freistil als auch über die 100m Brust gelang ihm jeweils in neuer persönlicher Bestzeit (PBZ) nicht nur der Sieg in seiner Altersgruppe (Jahrgang 2006, Jugend C), sondern auch das Erreichen der Jugendfinalläufe in der Jugend A-D. Über die 200m Freistil erzielte er hier einen beachtlichen zwölften Rang, über die 100m Brust wurde ihm die Startberechtigung aufgrund eines Meldeverstoßes entzogen, was ihn die greifbar erscheinende Goldmedaille kostete.

Dafür holte er mit seiner Mannschaft in der 4x50m-Lagen-Mixed-Staffel gegen zahlreiche Nationalmannschaften einen starken dritten Platz – ein wenn auch nur im ersten Moment bescheidener Trost.

Am zweiten Wettkampftag sicherte Wetekam sich in seinem einzigen Start über die 100m Freistil mit einer um mehr als drei Sekunden verbesserten Bestzeit den Sieg in der Jugend C – mit weitem Vorsprung. Eine Finalteilnahme erreichte er hier aufgrund des großen Teilnehmerfeldes mit zahlreichen erwachsenen Startern erwartungsgemäß aber nicht.

Verbesserte Bestzeit

Das holte er dann am dritten Wettkampftag umso überzeugender nach. Er errang in seinen Vorläufen über die 50m Brust und 400m Freistil, in denen er seine PBZ um fast zwölf Sekunden verbesserte, beide Titel in der Jugend C. In den Jugendfinalläufen konnte er seine Leistung sogar nochmal verbessern: Über die 400m Freistil verpasste er als Vierter der Jugendwertung A-D das Podium noch knapp, über die 50m Brust reichte es dann aber als Dritter für sein erstes offenes Jugendpodium.

Am vierten und letzten Wettkampftag schwamm Wetekam erneut in der ersten Mannschaft des Para Swim Team NRW, diesmal in der 4x50m-Freistil-Staffel. Das Team landete hinter den podiumsplatzierten Nationalmannschaften der Niederlande, Weißrusslands und Israels auf dem starken Platz sechs.

Wichtiger für den jungen Ergster war aber sicherlich sein Start über die 200m Lagen. Hier gelang es ihm im Vorlauf, in seinem sechsten Einzelstart seinen sechsten Titel in der Jugend C zu erreichen – ein sauberer Durchmarsch, der ihm gleichzeitig den Einzug in ein weiteres Jugendfinale bescherte.

Ein aufregendes Finale

Und dieses Jugendfinale hatte es in sich: Nachdem er bereits im Vorlauf seine bisherige Bestzeit um über zwei Sekunden verbesserte, unterbot er sie im Finale gleich nochmal um weitere zwei Sekunden. So erreichte er nicht nur als nun sogar Zweiter ein weiteres Podium in der deutschen Jugendmeisterschaft. Er konnte sich als Bronzemedaillen-Gewinner sogar noch mehr über das Podium in der offenen deutschen Alterswertung freuen.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt Maurice Wetekam jetzt nicht: Ende des Monats geht es nach Pajulahti (Finnland). Dort nimmt der Schwerter als Teil der deutschen Mannschaft an den European-Para-Youth-Games teil.

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