Mäßige Ausbeute des achten Spieltags: Schwerter Freundensprünge sind Mangelware

Fußball-Bezirksliga

Vom heimischen Bezirksliga-Quintett durfte diesmal nur eine Mannschaft einen Sieg bejubeln. Denn außer dem Erfolg des VfL Schwerte in Letmathe gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.

Schwerte

, 29.09.2019, 22:41 Uhr / Lesedauer: 5 min
Mäßige Ausbeute des achten Spieltags: Schwerter Freundensprünge sind Mangelware

Gute Laune beim VfL Schwerte - vor dem Spiel in Letmathe und auch noch anschließend. © Bernd Paulitschke

ETuS/DJK Schwerte - SSV Kalthof 2:6 (1:3)

André Haberschuss hatte vor dem schnellen Umschaltspiel des SSV Kalthof noch auf einer Tafel in der Kabine gewarnt. Gebracht hat das aber nichts. Der ETuS/DJK Schwerte bekam gegen die Kalthofer ein halbes Dutzend Gegentore eingeschenkt. Eine unterhaltsame und sehr faire Partie (es gab keine Gelben Karten) unter der Leistung des guten Schiedsrichters Marcel Rettke aus Hagen endete mit 6:2 für die Gäste, die sich damit in der Spitzengruppe mit 18 Punkten festgesetzt haben.

Das auch zurecht, denn mit blitzsauberen Kontern hebelten sie die Schwerter Abwehr das eine oder andere Mal aus. So auch schon nach vier Minuten, als Björn Glaser traf. Noch schöner war der Treffer zum 0:2 herausgespielt: Nach einem langen Diagonalpass schaute der halbe ETuS/DJK Schwerte nur zu und Gaspare D´Amico schob nach 29 Minuten ein.

Das Haberschuss-Team fand aber schnell wieder zurück in die Begegnung. Nach einer Ablage von Jasmin Smajlovic auf die Latte hämmerte Yannik Körner den Ball zum Anschluss in die Maschen (34.). Smajlovic musste dann noch vor der Pause verletzt runter (41.) und nur wenige Sekunden später machte Marius Kaminski das 3:1.

Verheißungsvoll war der Start nach dem Wechsel, denn die „Östlichen“ bekamen nach einem Foul im Strafraum an Filipe Ferreira einen Elfmeter zugesprochen, den Dennis Frohn sicher verwandelte.

In dieser Phase hatte man den Eindruck, als ob die Partie noch kippen könnte. Tat sie aber nicht mehr, weil die Kalthofer weiter mit schnellem und direkten Spiel nach vorne immer wieder Nadelstiche setzten. Glaser und Ayoub Mabrouk machten bis zur 68. Minute den Deckel drauf, ehe der überragende Glaser sechs Minuten vor dem Ende ein drittes Mal zuschlug.

Der ETuS/DJK rutscht damit mit nur drei Punkten auf den vorletzten Platz ab.

Schwerte: Lukas Hedtheyer, Yücel Balta, Marcel Neumann, Dennis Cela (71. Jan Söpper), Yannik Körner, Kevin Loke (88. Mijo Martinovic), Harun Sentürk, Kevin Kinach (71. Serkan Arslan), Filipe Ferreira, Ismail Ayar, Jasmin Smajlovic (41. Dennis Frohn).

Tore: 0:1 (4.), 0:2 (29.), 1:2 Körner (34.), 1:3 (42.), 2:3 Frohn (48., Foulelfmeter), 2:4 (62.), 2:5 (68.), 2:6 (84.).

ASSV Letmathe - VfL Schwerte 1:2 (0:0)

Die Szene des Spiels war auch zugleich auch der Siegtreffer für den VfL Schwerte beim ASSV Letmathe.

Denn in der 84. Minute wurde es kurios vor dem Tor der Gastgeber. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte setzte sich Yannis Schwarze gut durch und köpfte gegen das Aluminium. Den Abpraller erlief Till Nicolaßen und spielte zunächst einen Abwehrspieler aus, bevor er einen weiteren Spieler des ASSV auf der Linie traf. Von da sprang die Kugel zurück zu Schwarze, der Torwart und Gegenspieler ins Leere laufen ließ und den Ball über die Linie drückte. Es war der umjubelte Siegtreffer zum 2:1.

Und dieser Sieg war über die gesamten 90 Minuten auch verdient. In der ersten Hälfte war der VfL klar spielbestimmend und hätte durch Schwarzes Kopfball bereits früh in Führung gehen können. Schwerte hat sehr viel Ballbesitz, ohne jedoch Kapital daraus zu schlagen. Gute Möglichkeiten waren aber dennoch da. Amir Khan (24.) hätte per Flachschuss erfolgreich sein können, wie auch erneut Schwarze (44.). David Graudejus musste nur einmal eingreifen, als er einen Schuss von der Mittellinie so gerade noch erreichte.

Sieben Minuten nach der Pause dann der vielleicht beste Angriff des Spiels, als es über Sofoklis und Kozlowski schnell ging, Khan aber scheiterte. Jener Khan wurde dann sechs Minuten später unfair im Strafraum gestoppt. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Constantin Reuber aus Friesenhagen (Rheinland-Pfalz) war umstritten, doch Robin Heuft ließ sich von den Protesten nicht beeindrucken – 1:0.

Letmathe kam nun stärker auf und nutzte die erste gute Chance zum Ausgleich (68.) Nun lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, ehe Schwarze sechs Minuten vor dem Ende traf.

Schwerte: David Graudejus, Luca Vöckel, Robin Heuft, Yannis Schwarze, Lennard Smits (46. Lukas Beßlich), Tim Birnkraut, Sebastian Kozlowski, Amir Khan (73. Till Nicolaßen), Nicolas Ortiz (79. Ayoub Belabbes), Ioannidis Sofoklis, Gianlica Zocco (57. Kai Hintzke).

Tore: 0:1 Heuft (59, Foulelfmeter), 1:1 (68.), 1:2 Schwarze (84.).

Blau-Weiß Voerde - Geisecker SV 1:1 (1:0)

Torchancen hatten sie auch vorher schon reichlich. Doch als dem Geisecker SV im Spiel beim FC Blau-Weiß Voerde dann endlich das Ausgleichstor zum 1:1-Endstand gelang, war die Nachspielzeit schon angebrochen. Aus dem Gewühl heraus stocherte Julian Hüser den Ball über die Linie. Es war ein hochverdienter Punkt für die „Kleeblätter“, die über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft waren.

Doch das erste Tor der kurzfristig vom nicht bespielbaren Naturrasen auf den benachbarten Kunstrasenplatz verlegten Begegnung fiel jedoch für die Gastgeber. Nach einem langen Ball drang Salvo über Außen in den Strafraum und überwand den chancenlosen Keeper Tim Helmdach – mit dem ersten ernsthaften Torschuss war Voerde nach einer guten Viertelstunde in Führung gegangen.

Die Geisecker schüttelten sich kurz, übernahmen dann aber wieder die Initiative. Das Problem: Der Ball wollte einfach nicht über die Linie des Voerder Tores. Am dichtesten war Mathis Leuer dran, der aber nur den Pfosten traf. So ging es für das Team von Trainer Thomas Wotzlawski mit einem Rückstand in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff drängten die Gäste weiter auf den Ausgleich. Der kurz vorher eingewechselte Youngster Cangün Akgün hatte eine dicke Chance, schoss aber drüber. Auch als Florian Kliegel flach abzog, hatten die Geisecker Anhänger schon den Torjubel auf den Lippen. Doch Voerdes Torwart Hakenberg bekam so gerade noch den Fuß an den Ball.

Nun drohte den Geiseckern die Zeit davonzulaufen, bis Hüser dann noch traf – der verdiente Lohn für die Geisecker Mühen, die bis zum Schluss nicht nachließen und durch die Punkteteilung auf dem siebten Tabellenplatz bleiben – allerdings mit zwei Nachholspielen im Rückstand.

Geisecke: Tim Helmbach, Mathis Leuer, Florian Ruß (76. Jonas Hudek), Patrick Filla, Julian Hüser, Linus Scheen (66. Cangün Akgün), Lukas Schäfer (76. Gökhan Hizarci), Lars Veith, Marius Manecki, Marc Schipper (90.+2 Oguzhan Kutlu), Florian Kliegel.

Tore: 1:0 (16.), 1:1 Hüser (90.+2).

VfB Schwelm - SC Berchum/Garenfeld 1:1 (0:1)

Auf dem Schwelmer Naturrasen am Brunnen hat es am Ende für den SC Berchum/Garenfeld nicht für einen weiteren Sieg gereicht. Das Team von Trainer Fabian Kampmann kassierte nach dem Führungstreffer durch Christian Deuerling (11.) Mitte der zweiten Halbzeit noch den Ausgleich nach einem Konter.

Die Tabellenführung ist der Sportclub nach dem dritten Unentschieden der Saison wieder los. Die Rot-Weißen aus Lüdenscheid zogen nach einem 3:0-Auswärtssieg bei Sinopspor Iserlohn am SC vorbei.

Der Beginn war gut, denn bereits nach elf Minuten hatte Christian Deuerling sein Team im Führung gebracht. Über Marcel Grzondziel und „Giggi“ Ntontos kam der Ball zu Deuerling, der dann aus gute und gerne 25 Metern abzog und genau in den Winkel traf. Ansonsten sah Kampmann ein gutes Auftreten seiner Schützlinge, die diese 1:0-Führung auch mit in die Kabinen nahmen.

Ärgerlich und vermeidbar aus Berchum/Garenfelder Sicht: Ein Schwelmer Konter brachte dann den Ausgleich nach 72 Minuten zum 1:1. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Ende auch.

Fast wäre es noch zu einem Happy End für die Kampmann-Elf gekommen, aber die Latte stand im Weg (82.). SC-Keeper Dominik Hollmann hatte weit abgeschlagen und Schwelms Torwart Kai Bock machte seinem Namen bei der Abwehraktion alle Ehre. Er hatte aber das Glück auf seiner Seite, denn Hollmanns Ball klatschte nur an die Latte.

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Daniel Wanderer, Vladimir Kunz, Justin Amstutz, Manuel Pais, Christian Deuerling, Kevin Noschka (67. Leander Koeser), Marcel Grzondziel, Georgios Ntontos, Rafael Agacinski (46. Jerome Nickel), Nicolas Külpmann.

Tore: 0:1 Deuerling (11.), 1:1 (72.).

FC Wetter - SC Hennen 2:1 (1:1)

Mit leeren Händen musste der SC Hennen am Sonntag die Rückreise vom Harkortberg antreten. Mit 1:2 unterlagen die „Zebras“ beim FC Wetter. „Am Ende verdient, nach der ersten Halbzeit unverdient“, meinte Trainer Holger Stemmann. Denn die Gäste hatten genug Gelegenheiten, die Partie in der ersten Halbzeit in ihre Richtung zu steuern.

„Wir sind gut ins Spiel reingekommen und haben uns auch hochkarätige Chancen erspielt“, berichtete Stemmann. Doch diese ließen sie allesamt ungenutzt verstreichen. Stattdessen waren die Gastgeber in Führung gegangen, nachdem Torwart Stefan Drews einen Schuss auf dem nassen Geläuf abprallen ließ und Justin Tyler im Nachschuss traf.

Während Hennen aus dem Spiel heraus einfach kein Treffer gelingen wollte, konnte wenigstens Dominik Essmann einen Freistoß direkt zum 1:1 verwandeln. Zu mehr reichte es nicht.

„Wir haben uns in der Halbzeit angeschaut und gedacht, wie kann das sein?“, erzählte der Trainer. Hennen wollte geduldig weiterspielen und irgendwann doch eine Chance veredeln. Doch nach dem Wechsel konnten die „Zebras“ nicht mehr an die Leistung anknüpfen. Wetter kam nun dynamischer und emotionaler aus der Kabine.

Als Hennen nach einer Stunde im Getümmel zu ungestüm zu Werke ging, gab es einen Foulelfmeter, den Ilyas Kurnaz zum 2:1 für Wetter nutzte. Die „Zebras“ gaben nun das Spiel Stück für Stück aus der Hand. Zwar hatten sie noch genügend Zeit, aber sie verfielen in Hektik. So brachte Wetter das 2:1 über die Ziellinie und der SC Hennen musste reichlich Lehrgeld bezahlen.

Hennen: Stefan Drews, Haris Elezovic, Joshua Quardt, Brian Prince, Marcel Kordt (88. Marlon Struck), Michael Weigelt, Hauke Reimann, Hassan Boulakhrif, Jan Loos, Dominik Essmann (53. Jan-Hendrik Bergmann), Mohamed Ahraou (64. Luca Bühren).

Tore: 1:0 (12.), 1:1 Essmann (32.), 2:1 (60., Foulelfmeter).

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