Kein Sabbatjahr: Schäfer übernimmt TV Hörde

Volleyball

Eigentlich hatte Gunnar Schäfer nach dem abrupten Ende seiner Trainertätigkeit beim Volleyballverein Schwerte vor, ein Sabbatjahr einzulegen. Behaglich, entspannt, kein Volleyball-Stress - daraus wird nun doch nichts. Ab kommender Saison trainiert er die Damenmannschaft des TV Hörde - einem Ligakonkurrenten des VV Schwerte.

SCHWERTE

, 12.05.2015, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kein Sabbatjahr: Schäfer übernimmt TV Hörde

Eigentlich wollte sich Gunnar Schäfer, hier noch als Trainer in Schwerte, nach dem Ende beim VV ein Jahr ohne Volleyball gönnen. Nun aber entschied er sich für eine neue Aufgabe und trainiert die Damenmannschaft des TV Hörde.

Rückblick: Am 4. Februar verkündete der VV-Vorstand überraschend, die Zusammenarbeit mit Gunnar Schäfer, seinerzeit Coach der talentierten zweiten Mannschaft, zu beenden. Schäfer selbst bezeichnete die Trennung damals als "nicht gerechtfertigte Hauruck-Aktion" und monierte die Art und Weise der Abwendung, aber auch den Status Quo des Schwerter Volleyballs.

Seinen Ehrgeiz bringt Schäfer nun anderswo ein. Als einige Eltern seiner ehemaligen Spielerinnen auf ihn zukamen und sich ebenfalls unzufrieden äußerten, sah er sich bestätigt: "Ich habe mir daraufhin mal Gedanken gemacht, was ich, wenn ich nochmal was mache, am besten tun könnte. Hörde ist eine gute Alternative." Nachdem dann noch die Trainerin des Dortmund-Klubs das Ende ihrer Amtszeit ankündigte, war es ein Mix aus Schäfer, der den Verein und die Spielerinnen schon lange kennt, und dem Verein selbst, der einen schnellen Konsens brachte.

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Dabei verfolgt Schäfer ambitionierte Ziele. Mit der Mannschaft, die die vergangene Verbandsliga-Saison einen Platz hinter den VV-Damen auf Rang vier beendete, möchte er in die Oberliga aufsteigen. Die Rahmenbedingungen sind dafür prädestiniert: Auch das zweite TV-Damenteam spielt zur kommenden Saison in derselben Verbandsliga. Beide Mannschaften trainieren zusammen, sind beide außerordentlich jung und talentiert.

Am Montag trafen sich Gunnar Schäfer und seine neue Mannschaft zum ersten Kennenlern-Training. Mit dabei waren auch aktuelle Spielerinnen der VV-Talentgruppe, die Schäfer trainierte. Er geht davon aus, dass ihm mehrere Spielerinnen nach Hörde folgen werden.

"Gemerkt, dass was fehlt"

Und Schäfer? Der kann den Saisonstart im Spätsommer nur ungeduldig abwarten. "Ich habe ja gemerkt, dass mir was gefehlt hat. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, halte die Mannschaft für ausbaufähig - ein nettes Projekt für die nächsten Jahre."

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