„Ich steche dich ab“: Sperre für A-Jugendspieler und harsche Kritik am VfL Schwerte

dzFußball-Stadtmeisterschaft

Ohrfeigen, Rote Karten, nach Abpfiff dann üble Drohungen – nach den Ausschreitungen bei den Fußball-Stadtmeisterschaften in Schwerte gab es nun die Verhandlung gegen einen A-Jugendspieler.

Schwerte

, 14.02.2020, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach den Ausschreitungen im Rahmen der Schwerter A-Junioren-Stadtmeisterschaft gibt es nun ein Urteil: Der Spieler des VfL Schwerte, der im Halbfinale gegen den SC Berchum/Garenfeld ebenso die Rote Karte gesehen hatte wie sein Gegenspieler, wurde „wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Gegenspieler sowie der mehrfachen Beleidigung und Bedrohung dieses Gegenspielers nach Spielende“ mit einer Sperre von drei Monaten belegt.

Dieses Urteil sprach der Sportrichter des Kreisjugendsportgericht des Fußballkreises Herne nach einem schriftlichen Verfahren aus. Dorthin war Fall vergeben worden, weil die beteiligten Vereine zwei unterschiedlichen Kreisen angehören. Der VfL Schwerte spielt im Kreis Dortmund, der SC Berchum/Garenfeld gehört dem Kreis Hagen an.

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Nach Spielende fielen Sätze wie: „Das klären wir draußen“

Zur Urteilsbegründung führte das Herner Kreisjugendsportgericht aus, dass der VfL-Spieler seinen Gegenspieler ins Gesicht geschlagen habe, wofür er vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen wurde.

Nach Spielende habe er den Berchum/Garenfelder Akteur mehrfach beleidigt. Es seien die Sätze gefallen wie: „Ich mach‘ dich fertig!“, „Ich steche dich ab!“, „Was versteckst du dich, du Hurensohn?“ und „Nach dem hier klären wir das draußen!“

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Kritik des Sportgerichts: VfL Schwerte hat Fall verharmlost

Nur durch Ordner des Ausrichtervereins Geisecker SV sowie durch Mitspieler des SC Berchum/Garenfeld habe verhindert werden können, dass der VfL-Akteur auf den Berchum/Garenfelder Spieler losgegangen sei.

In der Urteilsbegründung des Herner Kreisjugendsportgerichts kam auch der VfL Schwerte nicht gut weg. Der Verein habe die Vorfälle in seiner Stellungnahme „in einer sehr verharmlosenden Form“ dargestellt. Angeblich ging die Haupttätigkeit auf dem Feld vom Spieler des gegnerischen Vereines aus. Auch nach dem Spiel seien die Spieler des gegnerischen Teams die „bösen Buben“ gewesen. Vom eigenen Spieler seien lediglich einige Schimpfwörter getätigt worden.

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Der SC Berchum/Garenfeld und auch der Geisecker SV als Turnierausrichter bestätigten in ihren Stellungnahmen jedoch, dass sich die vom Schiedsrichter im Sonderbericht aufgeführten Vorkommnisse sich auch so abgespielt haben.

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