HVE Villigst-Ergste: Ambitioniert, aber ohne klares Bekenntnis zum Aufstieg als Saisonziel

dzHandball

Im Handball steht der Saisonstart vor der Tür - auch für die erste und zweite Herrenmannschaft der HVE Villigst-Ergste. die einen wollen oben mitmischen, die anderen wollen die Liga halten.

Schwerte

, 10.09.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Landesliga

Wer als Vizemeister der Vorsaison in die neue Spielzeit geht, für den kann es doch eigentlich nur das Saisonziel Aufstieg geben – oder, Thorsten Stange?

Nein, mit dieser These braucht man dem Trainer des Handball-Landesligisten HVE Villigst-Ergste nicht zu kommen. „Wieder irgendwo da oben“ wolle man landen – den Aufstieg in die Verbandsliga macht Stange ausdrücklich nicht zum erklärten Saisonziel.

Zwei starke Absteiger aus der Verbandsliga

Das liegt auch daran, dass die Landesliga 4 in den Augen des HVE-Coaches gewiss nicht schwächer geworden ist. Mit HSV Plettenberg/Werdohl und vor allem dem TV Westfalia Halingen gibt es zwei Absteiger aus der Verbandsliga, für die die sofortige Rückkehr in diese Spielklasse keine Utopie ist. „Ansonsten ist die Saison bisher schwierig zu lesen. In der Vorbereitungsphase war es sehr ruhig – von einigen Vereinen habe ich überhaupt nichts gehört“, sagt Stange.

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Bei aller Wertschätzung für die Konkurrenz müssen die Villigst-Ergster ihr eigenes Licht aber nicht unter den Scheffel stellen. „Natürlich sind auch wir ambitioniert“, sagt Thorsten Stange selbstbewusst und äußert die Hoffnung, „dass die neue Saison offener wird als die vergangene und dass erst der letzte Atemzug entscheidet.“

Zufrieden damit, was der Verein ermöglicht hat

Positiv stimmt Thorsten Stange auch der Verlauf der intensiven Saisonvorbereitung. „Ich bin sehr zufrieden damit, was der Verein uns ermöglicht hat“, sagt Stange mit dem Hinweis auf ein Wochenend-Trainingslager in Radevormwald und die Kooperation mit einem Fitness-Studio. „Die Jungs haben gut mitgezogen und haben viel geleistet“, meint der Coach.

Zu den personellen Veränderungen im Vergleich zur Vorsaison: Nils Stange, Sohn des Trainers, ist zum TuS Volmetal in die 3. Liga gewechselt und hinterlässt ganz sicher eine Lücke auf dem linken Flügel. Jan Ludwig, Neuzugang vom Bezirksliga-Absteiger Letmather TV, und Marc Licha sollen die Lücke füllen. „Zu zweit schaffen sie das“, meint der Trainer.

Mit drei Torhütern in die Saison

Neu im HVE-Kader sind zwei Torhüter: Der Ergster Jan Schulte ist ebenfalls aus Letmathe gekommen, während Dennis Friedrich aus der Jugend des VfL Eintracht Hagen gewechselt ist. So gehen die Villigst-Ergster mit drei Torhütern in die Saison, denn Maurice Rolfsmeyer, der aus beruflichen Gründen aber nur eingeschränkt trainieren kann, ist auch noch da.

Aufgerückt aus der eigenen „Zweiten“ ist Maxi Jäkel, über den der Trainer sagt: „Er ist bei uns angekommen, muss aber noch lernen.“ Dagegen ist der bisherige Mannschaftskapitän Hendrik Hollatz nicht mehr dabei. Er tritt aus privaten Gründen kürzer und spielt in der neuen Saison in der „Zweiten“. Wegen einer Knieverletzung steht auch Moritz Dommermuth vorerst nicht mehr zur Verfügung.

HVE Villigst-Ergste: Ambitioniert, aber ohne klares Bekenntnis zum Aufstieg als Saisonziel

Nach ihrem Aufstieg geht die zweite Mannschaft der HVE Villigst-Ergste mit einem großen Fundus an Spielern in die Bezirksligasaison: David Muster, Nicolas Bartlau, Nils Burdenski, Louis Weinberger, Lukas Mimberg (hi.v.li.), Trainer Christian Scharf, Matthias Hermenau, Jan Stratmann, Hendrik Hollatz, Felix Dötsch, Lowig Duer, Trainer Gerrit Krause (Mi.v.li.), Dominic Aubry, Jonas Kneer, Björn Hollatz, Matthias Krabs, Lukas Göge, Felix Abrahams und Jonas Merkel. Auf dem Foto fehlen Mathias Fromme, Florian Kampmann, Christian Böhlemann, Florian Römer, Torben Pohlmann und Jens Pachowiak. © Bernd Paulitschke

Bezirksliga

Nach dem umjubelten Aufstieg in die Bezirksliga kann es für die zweite Mannschaft der HVE Villigst-Ergste nur ein Saisonziel geben: „Es kann für uns nur um den Klassenerhalt gehen. Und es wird ein harter Kampf, das zu schaffen“, sagt Trainer Christian Scharf.

Die anderen Mannschaften der Liga kenne er so gut wie gar nicht, sagt Scharf, „aber ich gehe davon aus, dass das handballerisches Niveau und das Spieltempo deutlich höher sein wird als in der vergangenen Saison.“

Gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Gerrit Krause hat Scharf für eine intensive Saisonvorbereitung gesorgt, nach der der Coach das Unternehmen Klassenerhalt zumindest nicht für unmöglich hält.

„Wichtig ist, dass wir einigermaßen komplett sind“

„Die Eindrücke aus einigen Vorbereitungsspielen geben Anlass zu der Hoffnung, dass wir es schaffen können. Wichtig wird aber sein, dass wir einigermaßen komplett antreten können. Wenn das der Fall ist, sind wir nicht chancenlos“, meint Scharf.

Neu im Team sind Mathias Fromme, der nach einer Handballpause nun wieder am Ball ist, und Hendrik Hollatz. Der letztjährige Kapitän der ersten Mannschaft tritt kürzer und dürfte auf der Linksaußenposition eine erhebliche Verstärkung für die „Zweite“ sein. Den umgekehrten Weg ist dagegen mit Maximilian Jäkel einer der Leistungsträger gegangen – er gehört in dieser Saison dem Landesligakader der HVE an.

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