Hamburg zu stark – Holzpfosten im Viertelfinale raus

Futsal: Deutsche Meisterschaft

Hamburg war zu stark: Die Futsaler der Holzpfosten Schwerte mussten sich im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft den Hamburg Panthers geschlagen geben. Zwei frühe Gegentore brachten die Schwerter am Samstagabend aus dem Konzept und führten schließlich zur Niederlage, die aufgrund der starken Panthers-Leistung verdient war.

HAMBURG/SCHWERTE

, 20.03.2016, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Deutsche Meisterschaft, Viertelfinale Hamburg Panthers - Holzpfosten Schwerte 3:0 (2:0)

Zwei geniale Einzelaktionen, ein dicker Fehler im Spielaufbau der Holzpfosten und ein überragender Yalcin Ceylani im Tor der Hamburger waren die Zutaten im Erfolgsrezept des Deutschen Meisters, der sich am Ende deutlich gegen den Vizemeister aus Schwerte durchsetzen konnte. 

Nach drei Minuten führten die Panthers bereits 2:0. Beim 1:0 setzte sich Michael Meyer mit einem ganz starken Antritt gegen Phillip Oldenburg durch und setzte den Ball ins Netz. Nur eine Minute später war erneut Oldenburg an einem Hamburger Gegentreffer beteiligt: Missverständnis zwischen ihm und Schwertes Kapitän Nils Klems, der beim Einkick in Richtung Panthers-Tor startete, Oldenburg aber nach hinten spielte. Meyer schaltete sofort und zog alleine auf das Tor von David Graudejus – 2:0. 

Die Holzpfosten waren sichtlich geschockt, Hamburg dominierte und hätte zur Pause auch höher führen können. Bei den Schwertern klappte bis dahin fast nichts. Erst nach der Pause kam der Vizemeister ins Spiel baute Druck auf. Garcia holte sich gegen Labiadh den Ball, aber Ceylani zeigte im Panthers-Tor erstmals seine Klasse im Eins gegen Eins. Als der Anschluss in der Luft lag der nächste Rückschlag: Winkel setzte zu einem tollen Solo über den halben Court an, Abschluss mit der Pike und es stand 3:0 nach 24 Minuten.

Die Holzpfosten gingen nun volles Risiko und stellten auf Flying Goalie um. Das zeigte Wirkung: Marc Nebgen brachte als zusätzlicher Feldspieler immer wieder Bälle über die rechte Seite vors Tor, aber ein halbes Dutzend hochkarätige Chancen von Garcia, Klems oder Bongartz entschärfte Ceylani ein ums andere Mal auf überragende Art und Weise. Dazu noch ein Lattentreffer und Holzpfosten, die auch wenige Meter vor der Linie ein verwaistes Tor nicht trafen. Schwertes Teamchef Daniel Otto fasste es nach der Partie treffend zusammen: "Wir hätten heute noch eine Stunde spielen können und hätten doch kein Tor gemacht." 

Für die Holzpfosten endet damit die Saison 2015/16 im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft in Hamburg. Immerhin konnten sich die Schwerter aber über ein Heimspiel auf fremden Boden freuen: Der mitgereiste Anhang der Schwerter sang, klatschte und trommelte das Team über die volle Spielzeit nach vorne und feierte die Spieler trotz der Niederlage noch bis weit nach Abpfiff. Ein Fakt sollte nämlich nicht untergehen: Die Holzpfosten Schwerte dürfen sich schließlich Westdeutscher Meister nennen. Und gegen dieses Hamburger Team auszuscheiden, ist keine Schande.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt