Freiwilliges Soziales Jahr: Zum Abschluss nach Peking

SCHWERE Um die Teilnahme der Herren Rafinha und Diego an den Olympischen Spielen gibt es ein heftiges Tauziehen mit ihren Vereinen Schalke und Bremen. Dass die SG Eintracht Ergster ihrem Spieler Julius Wulff in Sachen Olympia Steine in den Weg legen wird, steht dagegen nicht zu befürchten.

von Von Michael Dötsch

, 30.07.2008, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Julius Wulff steht kurz vor der Reise zu den Olympischen Spielen nach Peking.

Julius Wulff steht kurz vor der Reise zu den Olympischen Spielen nach Peking.

Zur Person: Julius Wulff (20) machte 2007 Abitur und absolvierte dann bei der Schwerter TS ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), das heute endet. Wulff ist Fußballer im A-Liga-Team der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet im Trikot der LG Schwerte.

Bestärkt in seinem Vorhaben, das Olympia-Spektakel hautnah mitzuerleben, wurde Julius Wulff durch seine Schwester May-Lisa, die vor vier Jahren in Athen dabei war. Untergebracht werden Wulff und seine Kollegen in einem Internat, wenige Kilometer von den Sportstätten in Peking entfernt. „Mit der U-Bahn kein Problem“, hat Wulff sich schon schlau gemacht. Drei Wochen wird er im Reich der Mitte der verbringen, erst am 26. August geht´s zurück in die Heimat. Einer der aufregendsten Tage in dieser Zeit wird sicherlich der 21. August werden, für den Wulff ein Ticket für die Leichtathletik-Wettbewerbe im Olympiastadion hat. „Und zweimal für Hockey hab´ ich noch Karten“, erzählt Wulff.

Für 20 Veranstaltungen hatte er sich beworben – zugegeben, da sind drei Karten keine allzu üppige Ausbeute. „Aber ich hoffe, dass ich noch vor Ort an Tickets komme“, sagt Wulff und spekuliert dabei ein bisschen auf die Handballer oder einen Tag im architektonisch reizvollen Schwimmstadion. Insgesamt steigt bei Julius Wulff die Vorfreude, je näher der Tag des Abflugs rückt. Mischt sich in diese Vorfreude denn nicht auch ein mulmiges Gefühl vor dem Trip in ein Land, in dem die Menschenrechte zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten werden? „Ich glaube nicht, dass man als normaler Olympia-Tourist davon etwas mitkriegen wird. Die Spiele werden top-organisiert sein, und die Chinesen werden bemüht sein, sich der Welt von ihrer besten Seite zu präsentieren“, meint der Ergster.Angst habe er jedenfalls nicht, versichert Wulff. „Wenn man sich vernünftig benimmt, ist es sicher nicht gefährlicher als wenn man abends nach Dortmund fährt. Man muss ja nicht mit einem T-Shirt durch die Gegend laufen, auf dem man Freiheit für Tibet fordert.“ 

Zur Person: Julius Wulff (20) machte 2007 Abitur und absolvierte dann bei der Schwerter TS ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), das heute endet. Wulff ist Fußballer im A-Liga-Team der SG Eintracht Ergste und Leichtathlet im Trikot der LG Schwerte.

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