Erst der Turnierabbruch wegen Corona-Gefahr ist für Oliver Manz das Stoppschild

dzTennis: Deutsche Hallenmeisterschaft

Die Deutsche Meisterschaft der Herren 35 ist am Freitagabend wegen Corona-Gefahr abgebrochen worden. Bis dahin hatte Oliver Manz ein starkes Turnier gespielt - in eigenartiger Atmosphäre.

Schwerte

, 15.03.2020, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nein, als Deutscher Meister fühlt er sich kein bisschen, sagt Oliver Manz mit einem Lachen. Fakt ist aber: Der Spitzenspieler des TC Rot-Weiß Schwerte hat die Deutschen Hallen-Tennismeisterschaft der Altersklasse M35 in Karlsruhe ungeschlagen beendet.

Das beherrschende Thema in der Halle

Fakt ist aber auch: Nachdem sich Manz bis ins Viertelfinale vorgekämpft hatte, wurden die Titelkämpfe am Freitagabend wegen der rasanten Entwicklung in Sachen Corona abgebrochen.

Schon bis dahin sei es ein Turnier in eigenartiger Atmosphäre gewesen, berichtet der Schwerter. „Natürlich war Corona das beherrschende Thema in der Halle“, berichtet Manz.

Verhaltensmaßregeln für die Spieler

Seitens der Turnierleitung hatten die Spieler einige Verhaltensmaßregeln mit auf den Weg bekommen. So verzichtete man unter den Akteuren auf die sonst üblichen Shakehands und beließ es bei Berührungen der beiden Schläger.

Und am Rande der Spielfelder waren reihenweise Stationen mit Desinfektionsspray aufgebaut, von dem die Spieler zwischen den Ballwechseln Gebrauch machen sollten. „Das waren nicht nur Etikette – es wurde schon sehr genau drauf geachtet“, so Manz.

Achtelfinaleinzug nach fast drei Stunden

In sportlicher Hinsicht war es für Manz bei seiner ersten DM-Teilnahme in der 35er-Altersklasse gut gelaufen. Nach einem Freilos in der ersten Runde zog er mit einem Dreisatzsieg (3:6, 6:2, 6:4) nach knapp drei Stunden ins Achtelfinale ein, das er mit 7:5, 6:2 ebenfalls für sich entschied.

Am Samstagmorgen hätte es dann mit dem Viertelfinale weitergehen sollen, doch dazu kam es dann nicht mehr. „Der Deutsche Tennisbund hätte sogar genehmigt, das Turnier bis Sonntag durchzuziehen. Aber die Stadt Karlsruhe hat es abgebrochen“, so der Schwerter.

„Favorit wäre ich nicht mehr gewesen“

Und wie wären seine Chancen gewesen, sogar den Einzug ins Halbfinale zu schaffen? „Schwer zu sagen. In diesem Stadium des Turniers wäre ich nicht mehr der Favorit gewesen – da gibt es viele, die besser Tennis spielen können. Andererseits wäre vielleicht etwas über die Physis gegangen – ich war der Jüngste im Feld.“

Was noch möglich gewesen wäre, bleibt so aber Spekulation. Der Ärger, nicht weiterspielen zu können, hielt sich bei Oliver Manz aber in Grenzen. „Es ist schon okay, dass abgebrochen wurde. Und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich hier gespielt habe“, meint der amtierende Stadtmeister.

Manz‘ Teamkollegen ohne Erfolgserlebnis

Für vier seiner Teamkollegen aus der Herren-30-Mannschaft des TC Rot-Weiß verliefen die „Deutschen“ dagegen nicht so erfolgreich. Bei den Herren 30 schieden Sebastian Vollmers (2:6, 1:6), Kai Förster (3:6, 5:7) und Stefan Plümer (5:7, 4:6) ebenso jeweils in der ersten Runde aus wie Dennis Krüsmann (1:6, 1:6) bei den Herren 35.

Und auch im Doppel gab es weder für Vollmers/Förster (6:4, 3:6, 8:10) noch für Plümer/Krüsmann (2:6, 2:6) ein Erfolgserlebnis.

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