Erik Wolff - für Schwerter Handballer unvergessen

SCHWERTE Der 17. August 2008 - an diesem Tag wäre Erik Wolff 28 Jahre alt geworden. Aber Wolff, seit der F-Jugend aktiver Handballer und sowohl für die HVE Villigst/Ergste als auch für die HSG Schwerte-Westhofen am Ball, erlag vor knapp einem Jahr seiner Leukämie-Erkrankung. Doch Eriks Freunde und Handball-Weggefährten haben ihn nicht vergessen.

von Ruhr Nachrichten

, 25.07.2008, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erik Wolff (3.v.re.) im Kreise der Handballer. Dieses Foto stammt aus dem Sommer 2004, als Wolff ein Comeback feierte. Wenige Monate später musste er jedoch mit dem Sport aufhören.

Erik Wolff (3.v.re.) im Kreise der Handballer. Dieses Foto stammt aus dem Sommer 2004, als Wolff ein Comeback feierte. Wenige Monate später musste er jedoch mit dem Sport aufhören.

Zu seinem Gedenken findet an seinem Geburtstag, also am 17. August, um 18 Uhr in der Sporthalle des Friedrich-Bährens-Gymnasiums ein Benefizspiel zwischen zwei HSG- bzw. HVE-Mannschaften Mannschaften statt.

Mit Lars Blömer, Norman Husien Said, Fabian Kramp und Sebastian Graap haben vier von Eriks Freunden und Weggefährten die Organisation dieses Vergleiches zwischen "HSG 2 und Friends" sowie den "HVE-Altstars" in die Hand genommen, bei dem neben aktuell aktiven Spielern auch zahlreiche Ehemalige (Ralf und Detlef Pampus, Christian Walther und viele mehr) ihr Kommen angekündigt haben. Auf Wunsch von Eriks Eltern geht der Erlös an die Schwerter Hospizinitiative. Unermüdlich gekämpft

Seine Handball-Laufbahn begann Erik Wolff in der F-Jugend der HVE. Im zweiten B-Jugendjahr wechselte er zum Ortsnachbarn HSG, für die er auch in der A-Jugend-Oberliga - damals die höchste Nachwuchsspielklasse - spielte. Im Seniorenbereich wechselte er 1999 zu HVE zurück, ehe sich im September 2000 bei einer Untersuchung der Verdacht auf Leukämie bestätigte und eine siebenjährige Leidenszeit begann.

Nach mehreren Chemotherapien hatte sich Erik Wolff so weit erholt, dass er im Januar 2004 sein Comeback bei der SG HVE feierte. Doch bereits im Herbst des selben Jahres musste er wieder mit dem Sport aufhören - zahlreiche Infekte ließen kein regelmäßiges Training mehr zu.

Kraft und Optimismus

2005 wurde ein Tumor im Herzen diagnostiziert - wieder musste er eine Chemotherapie über sich ergehen lassen. Außerdem wurde ein Herzschrittmacher eingesetzt, mit dem er wieder ein einigermaßen "normales" Leben führen konnte. An sportliche Aktivitäten war wegen der hohen Belastungen für den Körper jedoch nicht mehr zu denken.

Trotz all dieser psychischen und physischen Rückschläge raffte sich Erik Wolff mit viel Kraft und Optimismus immer wieder auf und hatte trotz allem Spaß am Leben. Und er hatte den Traum, irgendwann nochmal ein Mannschaftstrikot anziehen zu können. Doch dieser Traum blieb unerfüllt. Am 10. September 2007 hatte Erik Wolff den Kampf gegen den Krebs verloren.

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