Endspiel zwischen dem VfL Schwerte und dem Geisecker SV - ein Déjà-vu nach 15 Jahren

dzFußball-Stadtmeisterschaft

Der heutige VfL-Trainer ist als Spieler vor 15 Jahren im Endspiel gegen die „Kleeblätter“ Stadtmeister geworden. Auf Geisecker Seite weiß vor allem Damian Wielgosz, wie man den „Pott“ holt.

Westhofen

, 02.08.2019, 19:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Endspiel zwischen den beiden Bezirksligisten Geisecker SV und VfL Schwerte in der GWG-Schwerte-Arena an der Wasserstraße in Westhofen steht die 38. Schwerter Fußball-Stadtmeisterschaft am Samstag ab 18 Uhr vor ihrem abschließenden Höhepunkt.

Kneuper und Kavak waren damals die Trainer

Als Trainer ist das Finale gegen die „Kleeblätter“ eine Premiere für Dominik Buchwald. Und doch ist es auch ein Déjà-vu-Erlebnis für den neuen Trainer des VfL Schwerte. Denn auch als Spieler war Buchwald ja mal für die Blau-Weißen aktiv. Wir wühlen tief im Archiv und stoßen auf das Jahr 2004. Im Stadtmeisterschafts-Endspiel standen sich damals gegenüber: VfL Schwerte mit Trainer „Kiki“ Kneuper und der Geisecker SV mit Senol Kavak an der Seitenlinie.

Elfmeter gegen Kumpel Alexander Roos verwandelt

Dominik Buchwald, damals 23 Jahre jung, erinnert sich: „Das war auf Asche in Wandhofen, und wir haben nach Elfmeterschießen gewonnen.“ Auch, dass er selbst einen Strafstoß gegen seinen Kumpel Alexander Roos im Geisecker Tor verwandelt hat, ist dem heutigen Trainer noch in Erinnerung. „Wie sollte ich das vergessen – so viele Elfmeter habe ich meiner Karriere nicht geschossen“, sagt er lachend.

Dass sich Buchwald 15 Jahre später gegen einen solchen Ausgang der Partie nicht wehren würde, versteht sich fast von selbst. Aber wenn es nicht so kommt, wäre das für Buchwald auch kein Weltuntergang, denn oberste Priorität hat der Gewinn des Stadtmeistertitels für den VfL-Coach nicht.

Hohe Belastung in den vergangenen Tagen

„Natürlich wollen wir Stadtmeister werden. Aber wichtiger ist mir, mit möglichst wenig Verletzungen aus dem Turnier zu kommen. Denn die Belastung in den vergangenen Tagen war schon ziemlich hoch“, sagt Buchwald. Was die Blessuren seiner Schützlinge angeht, ist der VfL-Trainer ohnehin schon ein gebranntes Kind – der Kreuzbandriss von Lars Maron, den er sich im Spiel gegen Westhofen am 24. Juli zugezogen hat, schmerzt.

Und dass Torwart-Neuzugang David Graudejus wegen langwieriger Fußprobleme, für die es trotz mehrerer Arzt-Konsultationen keine genaue Diagnose gibt, vorerst weiterhin im Wartestand ist, macht die VfL-Personallage nicht besser – auch wenn Stefan Ladkau und Elfmeter-Held Lukas Knoblauch ihre Sache im bisherigen Verlauf der Stadtmeisterschaft sehr gut gemacht haben.

Wotzlawski: Der 11. August ist wichtiger

Bei der Einschätzung des Endspiel-Stellenwerts liegt Dominik Buchwald auf einer Linie mit seinem Geisecker Gegenüber Thomas Wotzlawski. „Ich will das Endspiel nicht abwerten. Und wenn wir es schon mal erreicht haben, wollen wir es auch gewinnen. Aber natürlich ist es so, dass wir alles dem ersten Saisonspiel am 11. August gegen den SSV Hagen unterordnen“, sagt der Coach der „Kleeblätter“.

Stadtmeister ist Wotzlawski übrigens noch nicht geworden, im Gegensatz zu seinem Stürmer Damian Wielgosz. Fast auf den Tag genau vier Jahre ist es her, dass Wielgosz im Holzener Eintrachtstadion beim 3:2-Endspielsieg gegen den VfB Westhofen alle drei Geisecker Tore erzielte – das riecht nach einer Einsatzgarantie für den Stürmer gegen den VfL. Augenzwinkernd sagt Wotzlawski dazu: „Natürlich ist auch mir bekannt, dass Damian damals dreimal getroffen hat.“

Lesen Sie jetzt