Ein Turnier-Wochenende, das Spuren beim Ausrichterverein hinterlassen hat

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Drei Tage Stadtmeisterschaft – der VfL Schwerte war am Wochenende gefordert. Unter dem Strich war der Turnierleiter mit dem Ablauf zufrieden, auch wenn ein paar unschöne Szenen dabei waren.

Schwerte

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Bei Frank Samson, Jugendleiter des VfL und an allen drei Tagen mit der Turnierleitung betraut, hatte das Wochenende offenbar Spuren hinterlassen. „Ich hätte gerne einen neuen Rücken und ein Paar neue Füße“, scherzte Samson, der unter dem Strich mit dem Ablauf des Turnier-Wochenendes aber zufrieden war.

„Du kannst die Stadtmeisterschaften nicht neu erfinden. Aber ich glaube, dass die kleinen Dinge, die wir im Rahmenprogramm auf die Beine gestellt haben, gut angekommen sind“, so Samson mit dem Hinweis auf das Kuhbar-Mobil, eine Hüpfburg, das Barista-Mobil der Provinzial-Versicherung Michael Kern, den City-Kebap-Stand mit Döner unterm Tribünendach und nicht zuletzt den Stand der Neven-Subotic-Stiftung, der einen anschaulichen Einblick in die lobenswerte Entwicklungshilfe-Arbeit der Stiftung gab.

Blumenpräsente für die Aufstiegstrainer

Und da waren dann noch die Blumenpräsente, über die sich die Meistertrainer des VfL sowie einiger anderen Vereine freuen durften. So gratulierte Samson im Namen des VfL den Coaches des TuS Holzen-Sommerberg für deren Aufstiege der A- und E-Junioren sowie der SG Eintracht Ergste, deren B-Junioren Meister geworden sind.

Und nicht zu vergessen die eigenen Erfolge: Die C-Junioren mit Trainer Robin Klingenhagen sind in die Kreisliga B aufgestiegen, die D-Junioren unter Metin Alkan stehen kurz vor dem Sprung in die Kreisliga A.

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Genau in diesen beiden Altersklassen ging auch der Stadtmeistertitel an den VfL Schwerte. Aber nicht nur deshalb fällt Samsons Fazit der Titelkämpfe auch in sportlicher Hinsicht positiv aus. „Wir haben nicht nur zwei Titel geholt, sondern waren von der B- bis zur E-Jugend auch in allen Halbfinals vertreten“, sagt Samson nicht ohne Stolz.

Ein gutes Bild habe der VfL Schwerte aber auch insgesamt als Verein abgegeben. „Erste Mannschaft, Alte Herren und auch die Vorstandsmitglieder - alle haben mit angepackt“, stellt der Jugendleiter zufrieden fest.

Rettungswagen-Einsatz keine Folge überharter Gangart

Leider gab es aber auch unschöne Aspekte der Titelkämpfe. Die schweren Verletzungen von Lorik Smajli, C-Jugendspieler des VfL, der nach einem Splitterbruch des Schien- und Wadenbeins bereits operiert worden ist, am Samstag sowie Hennens A-Jugendlichem Luca Manig (Kreuzbandriss) am Sonntag machten den Einsatz eines Rettungswagens erforderlich - beides die Folge unglücklicher Zusammenpralle und nicht etwa einer überharten Gangart. Jutta Krüger, Vorsitzende der Fachgruppe Jugendfußball im Stadtsportverband, übermittelt den beiden Spielern auf diesem Wege die besten Genesungswünsche.

Mit Füßen getreten wurde der Fair-Play-Gedanke dagegen am Sonntagabend im A-Jugendspiel zwischen dem SC Hennen und dem Geisecker SV. „Ich war froh, dass der Kreis Dortmund mit Uwe Elmerhaus und Günter Behr zwei erfahrene Schiedsrichter zu diesem Turnier geschickt hatte“, berichtet Frank Samson. Sie konnten die erhitzten Gemüter schnell wieder beruhigen - unschön waren die Szenen trotzdem.

F-Junioren und Minikicker ohne Schiedsrichter

Ganz im Gegensatz zu den F-Junioren und den Minikickern. Sie spielten wieder ohne Schiedsrichter, „und das hat auch wieder ohne Probleme funktioniert“, durfte der Turnierleiter feststellen.

Bei den älteren Nachwuchskickern würde dies dagegen wohl kaum funktionieren - im Gegenteil. Stattdessen beklagte auch Jutta Krüger „eine allgemeine Unzufriedenheit - auch von Eltern, die meinen, sich bei der Turnierleitung über Schiedsrichterentscheidungen beschweren zu müssen.“

Krüger weiter: „Ich würde mir mehr Akzeptanz gegenüber den Schiedsrichterentscheidungen und insgesamt mehr Gelassenheit wünschen“, sagt Krüger - wohl ein frommer Wunsch.

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