Ein Lokalduell auf dem Schützenhof und mehr: Ein Spieltag, der seinen Reiz hat

Fußball-Bezirksliga

Jörg Silberbach und Dieter Iske machen sich Komplimente, André Haberschuss rechnet hoch und Marvin Horn wünscht sich den Premierensieg.

Schwerte

, 03.05.2019, 19:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Lokalduell auf dem Schützenhof und mehr: Ein Spieltag, der seinen Reiz hat

Nach der 2:2 gegen Schwelm haben Brian Osei-Poku Prince und der SC Hennen am Sonntag in Letmathe einen Auswärtssieg im Visier. © Manuela Schwerte

Die Luft ist raus? Von wegen! Der viertletzte Spieltag der Fußball-Bezirksliga6 hat aus heimischer Sicht durchaus seinen Reiz.

VfL Schwerte - SC Berchum/Garenfeld (Sonntag, 15.15 Uhr, Sportplatz Schützenhof, Schützenstraße)

Sieben Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage – die Bilanz des VfL Schwerte im Kalenderjahr 2019 kann sich sehen lassen. Aber auch Berchum/Garenfeld spielt eine richtig starke Halbserie, die allerdings durch den 2:4-Patzer am vergangenen Sonntag gegen den abstiegsbedrohten TuS Grünenbaum getrübt wurde. „Grünenbaum ist keine Hammwerfer-Truppe mehr. Aber wir haben in diesem Spiel auch einen schwachen Tag erwischt“, ordnet SC-Trainer Dieter Iske die Negativ-Überraschung ein. Vor der Aufgabe auf dem Schützenhof hat Iske Respekt: „Beim VfL ist es immer schwierig zu spielen – und sie haben einen Lauf. Aber wir wollen auf jeden Fall punkten.“

Iskes VfL-Gegenüber Jörg Silberbach gibt die Komplimente zurück. „Berchum/Garenfeld ist eine Mannschaft, die guten Fußball spielt und gegen die es immer Spaß macht. Sie sind gut drauf, wir sind gut drauf – es könnte ein richtig gutes Spiel werden“, prophezeit der VfL-Coach. Simon Ortoz, Luca Vöckel, Maxi Grünscheidt und Fabian Siepmann fallen auf VfL-Seite aus.

VfB Schwelm - ETuS/DJK Schwerte (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz An der Rennbahn, Jesinghauser Straße, 58332 Schwelm)

Sechs Punkte liegt der ETuS/DJK Schwerte als Tabellenneunter vor der Abstiegszone – kein Ruhekissen. Vor dem Gastspiel beim Tabellensiebten sieht Trainer André Haberschuss die Lage so: „Wir haben zu oft unentschieden gespielt, sonst wären wir schon lange da unten raus.“ Man verfalle zwar nicht in Hektik, „Aber natürlich müssen wir die Lage im Auge behalten.“ Haberschuss´ Hochrechnung: „Mindestens vier Punkte aus den nächsten beiden Spielen in Schwelm und gegen Letmathe.“ Das Hinspiel gewannen die „Östlichen“ übrigens mit 5:0 – mit zwei Toren von Jasmin Smajlovic, der diesmal aber gesperrt ist. Auch Ergün Yildirim fällt weiterhin aus.

ASSV Letmathe - SC Hennen (Sonntag, 15 Uhr, Waldstadion Letmathe, Schwerter Straße, 58642 Iserlohn)

In den Genuss eines Sieges ist Marvin Horn noch nicht gekommen, seit er vor knapp zwei Monaten das Traineramt der „Zebras“ übernommen hat. Umso wichtiger wäre es, wenn es in Letmathe zu Horns Premieren-Dreier käme. Denn angesichts des Fünf-Punkte-Vorsprungs auf den Gegner sagt Horn: „Wenn wir gewinnen, ist das Ding so gut wie durch.“ Mit der Mentalität des Spiels gegen Schwelm (2:2)), als die „Zebras“ trotz 0:1-Rückstand nicht einknickten, könne man in Letmathe gewinnen, meint der junge Coach.

Neben Robert Wiesner, der gegen Schwelm verletzt runter musste, Tim Keweloh (Zeh gebrochen) und dem gesperrten Haris Elezovic sind auch Salvatore Militano und Faouzi Mokhtari weiterhin nicht dabei – ein Zustand, an dem sich wohl bis Saisonende nichts ändern wird. Er habe sich zuletzt vergeblich um eine Kontaktaufnahme mit den beiden bemüht, verrät Horn.

Geisecker SV - SSV Kalthof (Sonntag, 15.15 Uhr, KS-Logistic-Sportanlage, Buschkampweg)

Als Tabellenachter stehen die Geisecker genau in der Mitte der Tabelle. Um noch in die obere Hälfte zu wandern, muss ein Sieg her gegen die zwei Plätze und vier Punkte schlechter platzierten Kalthofer. Der Lieblingsgegner der „Kleeblätter“ ist Kalthof aber ganz sicher nicht – eher das Gegenteil, wie auch die 0:3-Pleite im Hinspiel dokumentiert.

Auf der anderen Seite haben die Geisecker bisher eine ordentliche Rückrunde gespielt sieht man mal vom vergangenen Sonntag ab (2:4 bei Türkiyemspor Hagen). „wir haben uns schon vorgenommen, noch den einen oder anderen Punkt zu holen und Kalthof zu schlagen“, sagt Co-Trainer Dirk Goldschmidt.

Lesen Sie jetzt