Ein historisches Derby der Ost-Rivalen mit wenig Unterhaltungswert und ohne Tore

Fußball-Bezirksliga

Was der Spieltag zu bieten hat: Der Geisecker SV und der ETuS/DJK Schwerte trennen sich torlos, der VfL Schwerte fährt einen 5:1-Sieg ein und SC Berchum/Garenfeld holt drei Auswärtspunkte.

Schwerte

, 14.04.2019, 21:05 Uhr / Lesedauer: 4 min
Ein historisches Derby der Ost-Rivalen mit wenig Unterhaltungswert und ohne Tore

Zweikampf zwischen dem eingewechselten Geisecker Lukas Schäfer (re.) und Florian Bartel vom ETuS/DJK Schwerte. Das Ost-Derby endete torlos – zum ersten Mal im 26. Aufeinandertreffen der beiden Ortsrivalen seit dem Bezirksliga-Aufstieg des ETuS/DJK 2006. © Bernd Paulitschke

Geisecker SV - ETuS/DJK Schwerte 0:0

Selten war das Prädikat „schiedlich-friedlich“ so zutreffend wie für die Partie am Sonntagnachmittag am Buschkampweg. Dort trennten sich die beiden Bezirksligisten aus dem Osten unserer Stadt mit einer Nullnummer. Im Klartext: Geisecker SV gegen ETuS/DJK Schwerte 0:0.

Damit sorgten die beiden Mannschaften für ein Novum. Denn in den 25 Spielen, in denen sich die beiden Bezirksliga-Dauerbrenner seit dem Aufstieg des ETuS/DJK in diese Spielklasse 2006 gegenübergestanden haben, endete das Derby nie torlos.

Doch so historisch diese Partie vor 200 Zuschauern auch war – nachhaltig in Erinnerung bleiben wird sie den Beteiligten wohl kaum. Denn der Unterhaltungswert der Partie hielt sich in Grenzen, und wo in den vergangenen Jahren verbal auch schon mal die Fetzen geflogen waren, war diesmal auch atmosphärisch alles okay. So waren die beiden Trainer, Thomas Wotzlawski und André Haberschuss, nach dem Schlusspfiff in der Bewertung der Partie weitgehend einer Meinung und gingen Seite an Seite vom Platz – schiedlich-friedlich eben.

Zuvor hatten sich der Tabellenachte und der Neunte weitgehend neutralisiert – die Aktionen, bei denen die Torhüter Helmdach und Wenderoth ernsthaft gefordert waren, konnte man an den Fingern einer Hand abzählen.

Helmdach wäre nach einer guten halben Stunde zweimal machtlos gewesen, doch ETuS/DJK-Kapitän Yannik Körner schoss in aussichtsreicher Position nach schöner Ayar-Vorarbeit ebenso am Tor vorbei wie Kevin Loke zwei Minuten später.

Im anderen Strafraum wurde es nach der Pause erstmals richtig zwingend: Patrick Filla scheiterte aus kurzer Distanz an Wenderoth – das roch zwar stark nach Abseits, aber das Tor hätte wohl gezählt.

In der Schlussphase wurde es etwas munterer. Julian Hüser kam für die Platzherren im Strafraum zum Abschluss, geriet aber in Rücklage – der Ball landete im Fangnetz hinter dem Tor (74.). Fünf Minuten später wackelte auf der anderen Seite das Netz, aber Serkan Arslans Freistoß hatte nicht den Weg ins Tor gefunden – Außennetz. Kurz danach bestand Helmdach eine seiner wenigen Prüfungen, als er einen Yildiz-Flachschuss um den Pfosten drehte (84.) – das war‘s dann aber auch schon an Torchancen.

Als die Nachspielzeit schon begonnen hatte, wurde es dann doch noch kurz mal hitzig. Ismail Ayar foulte Dustin Schütte, der mit einer Fußverletzung vom Platz musste, im Mittelkreis – ein unschönes Ende eines ansonsten aber fairen Derbys. Schiedlich-friedlich eben.

Geisecke: Tim Helmdach, Calvin Höptner, Tom Borkenstein, Florian Ruß (79. Alexander Heinz), Patrick Filla, Julian Hüser, Dustin Schütte (90. Lars Veith), Nico Gerl, Marius Manecki, Marc Schipper, Damian Wielgosz (67. Lukas Schäfer).

Schwerte: Felix Wenderoth, Florian Bartel, Yannik Körner, Nouri Bah, Kevin Loke (70. Filipe Barreto Ferreira), Marcel Neumann (46. Kadir Yilmaz), Rodi Mohammed, Serkan Arslan, Dennis Cela, Cagdas Yetim (86. Mijo Martinovic), Ismail Ayar.


VfL Schwerte -Türkiyemspor Hagen 5:1 (1:1)

Zufrieden war Trainer Jörg Silberbach nicht so ganz mit dem Auftritt seiner Schützlinge, aber das Ergebnis war dann dennoch am Ende noch deutlich. Mit 5:1 gewann der VfL Schwerte am Sonntag gegen Türkiyemspor Hagen.

Für die Gäste geht es im Abstiegskampf noch um jeden Punkt. Entsprechend entschlossen gingen sie ins Spiel und verfehlten gleich zu Beginn auch nur knapp den VfL-Kasten. Der VfL antwortete mit einem Kopfball von Podubrinn nach Bahr-Flanke, der aber genau in den Armen von Keeper Amstutz (5.).

Dann brachte Birnkraut mit einem Rückpass Nico Ortiz unter Bedrängnis, der prompt das Laufduell gegen den schnellen Sebetci verlor. Lukas Knoblauch rettete für den VfL (10.). Knoblauch war ein sicherer Rückhalt für den VfL.

Nach Vöckels Pass war Podrubrinn dann mit dem 1:0 zur Stelle (18.), doch Sicherheit brachte die Führung nicht. Knoblauch musste erneut in höchster Not gegen Sebetci retten (29.), bevor dieser noch vor der Pause doch den Ausgleich erzielte.

Nach dem Wechsel kam der VfL besser in die Partie. Nach einem Bahr-Freistoß zog Heuft ab und Lars Maron vollstreckte zum 2:1 (51.). Der VfL drängte nun auf die Entscheidung. Ein Kopfball von Simon Ortiz wurde noch auf der Linie geklärt (60.) und Kliegel köpfte freistehend vorbei (71.). Als Kliegel dann auf Maron legte und dessen Schuss noch abgewehrt wurde, war Simon Ortiz im Nachschuss zur Stelle – die Vorentscheidung. Knoblauch musste noch eine Glanzparade gegen Restieri zeigen (84.), ehe Kliegel und Wemmer in der Nachspielzeit nachlegten.

Schwerte: Lukas Knoblauch, Robin Heuft, Luca Vöckel, Nicolas Ortiz, Tim Birnkraut (62. Dennis Uhle), Simon Ortiz, Alexander Bahr, Dominik Podubrinn, Lukas Beßlich (89. Gianluca Zocco), Florian Kliegel (90.+1 Welf-Alexander Wemmer), Lars Maron.

Tore: 1:0 Podubrinn (18.), 1:1 (40.), 2:1 Maron (51.), 3:1 Simon Ortiz (73.), 4:1 Kliegel (90.+1), 5:1 Wemmer (90.+2).


SV Deilinghofen-Sundwig - SC Berchum/Garenfeld 2:3 (1:1)

Das war ein hartes Stück Arbeit: Der SC Berchum/Garenfeld hat sich für ein schmerzliche 5:6-Niederlage aus dem Hinspiel mit einem 3:2-Sieg in Deilinghofen revanchiert. Einen Schönheitspreis gewann das Iske-Team damit sicher nicht, aber das störte am Ende niemanden im Lager der Rot-Schwarzen, nachdem der teilweise etwas seltsam pfeifende Schiedsrichter Oktay Yilmaz aus Arnsberg die Partie nach 94 Minuten beendete.

Oftmals agierte der SC zu statisch. Viel zu selten wurde schnell umgeschaltet und viel zu selten wurde die mit 78 Gegentoren schwächste Abwehr der Liga ausgehebelt. Wenn es gefährlich wurde, dann über die Außenpositionen mit Tim Eickelmann und dem später eingewechselten Leander Köser, der beim Stand von 1:2 aus Berchum/Garenfelder Sicht auf links für frischen Wind sorgte. Ach ja – windig wie fast immer – war es auch dieses Mal in Deilinghofen.

Zu diesem Rückstand kam es, weil Deilinghofen durch einen von Alexander Rüster verursachten Foulelfmeter durch Marcel Furnari mit 2:1 die Nase vorne hatte (49.). Davor hatten Marcel Grzondziel und Aliriza Dervisoski für ihre Teams getroffen.

Ein glückliches Händchen hatte das Trainerteam dann mit der Einwechslung von Köser, der mehrfach über links durchbrach und den Ball gefährlich vor das gegnerische Tor brachte.

Mit seinem Doppelpack drehte Torjäger Eickelmann dann die Partie (63., 78.). Vor allem das 3:2 war nett anzusehen. Grzondziels flache Hereingabe drückte Eickelmann am zweiten Pfosten zum Sieg ein.

Berchum/Garenfeld: Patrick Klose, Alexander und Benjamin Rüster, Jerome Nickel, Timo Schürholz (68. Justin Amstutz), Daniel Huber (62. Leander Köser), Christian Deuerling, Tim Böckenförde, Marcel Grzondziel, Georgios Ntontos (81. Vladimir Kunz), Tim Eickelmann.

Tore: 0:1 Grzondziel (30.), 1:1 (41.), 2:1 (53., Foulelfmeter), 2:2, 2:3 beide Eickelmann (63., 78.).

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