Die Korbjäger der Schwerter TS sind weiter im freien Fall

Basketball-Landesliga

Für die beiden Landesliga-Teams wird die Lage im Abstiegskampf immer prekärer. Die Herren verlieren beim TV Gerthe mit 52:75, die Damen brechen beim SV Brackwede nach der Halbzeit ein.

von Fabienne Aust

Schwerte

, 10.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Die Korbjäger der Schwerter TS sind weiter im freien Fall

Mehdi Hoseini, hier in einem Heimspiel, steuerte für die STS in Bochum-Gerthe 16 Punkte bei, dennoch blieben die Schwerter bei der 52:75-Niederlage chancenlos. © Bernd Paulitschke

Herren-Landesliga

TV Gerthe - Schwerter TS 75:52 (27:11, 21:10, 16:15, 11:16)

Mit einem Rumpfteam trat die Schwerter Turnerschaft beim Tabellendritten in Bochum-Gerthe an. Nur sieben Spieler waren einsatzbereit und zeigten vor allem in der zweiten Halbzeit eine gute kämpferische Leistung. Dennoch fiel die Niederlage mit 52:75 am Ende deutlich aus.

In der ersten Halbzeit ließ die STS die nötige Aggressivität im Spiel vermissen. Gerthe spielte die Überlegenheit gut aus und setzte sich Punkt für Punkt ab. „Gerthe war in Top-Besetzung. Da konnten wir erwarten, dass es schwierig werden würde“, meinte Manuel Boruch. Mit 21:48 ging es in die Halbzeitpause.

Dennoch reagierten die Schwerter nach der Pause mit einer Leistungssteigerung. Durch ein engagiertes Auftreten in der Verteidigung ließ man Gerthe weniger Chancen am Korb. Im eigenen Angriffsspiel zeigten sich die Schwerter konzentriert und verloren das dritte Viertel mit nur einem Punkt. Den letzten Spielabschnitt entschieden sie sogar für sich (15:11).

„Die Einstellung der Spieler hat gestimmt. Telmo Caetano hat seine beste Saisonleistung gezeigt“, verteilte Boruch ein Sonderlob. Aber mit der 13. Niederlage wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Zudem ist schon jetzt klar, dass mit Mehdi Hoseini und Jan Schreer zwei Stammspieler die nächsten Wochen ausfallen werden.

Schwerte: Till Lemke (12), Manuel Boruch (7), Tom Grossart (1), Mehdi Hoseini (16), Robert Martin, Niklas Tschorn (4), Telmo Caetano (12).

Damen-Landesliga

SV Brackwede - Schwerter TS 66:37 (20:13, 12:14, 15:0, 19:10)

„Erste Halbzeit hui – zweite Halbzeit pfui“, treffender hätte Trainer Klaus Höhm das Spiel gegen den Tabellenfünften Brackwede nicht beschreiben können. Nach einer engagierten ersten Halbzeit brachen die STS-Damen in der zweiten Spielhälfte komplett ein.

Mit acht Spielerinnen war die STS am Freitagabend nach Ostwestfalen gereist. Zunächst war der Respekt vor dem Gegner groß, da die körperliche Überlegenheit der Bielefelderinnen nicht zu übersehen war. Schnell erspielte sich Brackwede eine 17:6-Führung. Doch die STS legte vor allem in der Defensive zu und konnte bis zum Viertelende auf 13:20 verkürzen.

Im zweiten Spielabschnitt lief es dann nach Plan. Die aggressive Mann-Mann-Verteidigung zeigte Wirkung und zwang Brackwede zu immer mehr Fehlern. In der Offensive verwandelten die STS-Damen besonders von den Außenpositionen immer wieder ihre Würfe. So ging das zweite Viertel mit 14:12 an den Tabellenletzten aus Schwerte.

Doch nach der Halbzeit folgte das schlechteste Viertel der Saison. Brackwede setzte die STS im Spielaufbau stärker unter Druck und sorgte so für zahlreiche Schwerter Ballverluste. Kein einziger Korberfolg gelang in diesem Viertel. Damit war die Entscheidung gefallen. Im vierten Viertel konnte der Rückstand nicht mehr verkürzt werden. „Für das, was da im dritten Viertel passiert ist, fehlen mir die Worte. Da hat leider nichts gepasst“, so Höhm.

Schwerte: Johanna Grünebaum (2), Ronja Engbert, Kimberly Müller (5), Fabienne Aust, Karen Toben (13), Lara Engbert (15), Nadine Febra, Vanessa Dehnhardt (2).

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