Die Bezirksligisten im Team-Check: Was vom Geisecker SV zu erwarten ist

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Der Saisonstart der Amateurfußballer wirft seine Schatten voraus. Am 11.8. geht es los, auch für die Mannschaften der Bezirksliga 6. An dieser Stelle unter der Lupe: der Geisecker SV.

Geisecke

, 05.08.2019, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Saisonziel

Trotz noch so hartnäckiger Nachfragen: Auf einen konkreten Tabellenplatz als Saisonziel lässt sich Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski nicht festnageln. „Mit solchen Prognosen tue ich mich immer schwer. Ich sage es mal so: Wenn wir über einen längeren Zeitraum den kompletten Kader beim Training und Spiel zur Verfügung hätten, hätten wir ganz sicher die Qualität, vorne mitzuspielen. Aber aus bekannten Gründen wird das auch in dieser Saison wieder nicht der Fall sein. Und dann muss man eben damit rechnen, dass es so eine Saison wird wie die vergangene“, meint der Trainer.

Zur Erinnerung: Die Spielzeit 2018/19 haben die „Kleeblätter“ als Tabellenneunter in der unteren Tabellenhälfte abgeschlossen.

Kommen und Gehen

Dass sich die Zahl der Abgänge in überschaubarem Rahmen hält, ist eigentlich jedes Jahr so. Das ist diesmal nicht anders, denn aus dem Kader der Vorsaison sind nur Alexander Heinz und Alexander Peters ausgeschieden.

Im Gegenzug steht mit Rückkehrer Florian Kliegel eine Offensivkraft gehobenen Bezirksliga-Formates auf der Zugang-Seite. Dazu sind mit Julian Boethin, Jonas Voß, Cangün Akgün, Oguzhan Kutlu und Mert Yildirim fünf Spieler aus der eigenen A-Jugend aufgerückt, die in der vergangenen Saison nur knapp die Kreismeisterschaft verpasst hat.

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Die Vorbereitungsphase

Eine kontinuierliche Vorbereitung war es nicht bei den „Kleeblättern“, Licht und Schatten wechselten sich in den Testspielen ab. Insgesamt sei die Vorbereitungsphase ein Fingerzeig dafür gewesen, dass er auch in der neuen Saison wohl kaum einmal über einen längeren Zeitraum mit einer identischen Stammformation agieren kann, meint der Trainer.

Der Trainer

Thomas Wotzlawski (50) geht in sein viertes Trainerjahr am Buschkampweg. Den Kampf gegen die spezielle Geisecker Mentalität habe er aufgegeben, sagt er. Was er damit meint: Die Tendenz von Spielern, während der Saison in Urlaub zu fahren oder anderen privaten Aktivitäten den Vorrang gegenüber dem Fußball zu geben, sei beim Geisecker SV ausgeprägter als anderswo.

„Schlaflose Nächte habe ich deswegen aber nicht mehr. Ich habe es mir einfach abgewöhnt, mich darüber aufzuregen – am Ende ist es eben nur Amateursport. Und ändern kann ich es ja sowieso nicht“, so Wotzlawski.

Trotzdem gebe es nicht einmal den Ansatz von Amtsmüdigkeit. „Ich komme jeden Trainingstag gerne nach Geisecke, weil die Spieler, die Leute im Umfeld und im Verein allesamt richtig gute Typen sind. Und umgekehrt habe ich den Eindruck, dass es nach wie vor ganz gesehen wird, dass ich da bin“, sagt der Coach.

Die Prognose

Nach den Plätzen sechs, fünf und neun unter Thomas Wotzlawski werden die Geisecker auch in dessen viertem Trainerjahr in diesem Bereich einlaufen. Höhere Ziele in Angriff zu nehmen, ist unrealistisch. Und für das untere Tabellendrittel ist die Mannschaft schlichtweg zu gut besetzt.

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