Der Trainer des SC Berchum/Garenfeld und seine Reise in die Vergangenheit

Fußball-Bezirksliga

Die Konstellation ist nicht alltäglich: Wenn sich der SC Berchum/Garenfeld und der ETuS/DJK Schwerte am Sonntag gegenüberstehen, ist dies für SC-Trainer Fabian Kampmann ein besonderes Spiel.

Schwerte

, 20.09.2019, 19:22 Uhr / Lesedauer: 3 min
Der Trainer des SC Berchum/Garenfeld und seine Reise in die Vergangenheit

Berchum/Garenfelds Trainer Fabian Kampmann (re.) trifft mit dem SC auf den ETuS/DJK Schwerte, für den er sechs Jahre als Spieler aktiv war. © Manuela Schwerte

SC Berchum/Garenfeld - ETuS/DJK Schwerte (Sonntag, 15.15 Uhr, Waldstadion Garenfeld, Neuer Mühlenweg)

Denn einen Großteil seiner Laufbahn als Aktiver verbrachte Kampmann im Trikot des ETuS/DJK, für den er von 2006 bis Mai 2012 spielte. Seinerzeit zog er sich im Lokalduell gegen den VfB Westhofen einen Kreuzbandriss zu – das Stoppschild für die Zeit als aktiver Spieler.

Einer von Kampmanns Teamgefährten in all den Jahren: André Haberschuss, damals Torwart und heute der Trainer der „Östlichen“.

Man verstehe sich gut, sagen beide unisono. Ebenso wenig aber haben beide etwas zu verschenken – Kampmann will mit Berchum/Garenfeld die am Sonntag eroberte Tabellenführung festigen, Haberschuss will sich mit dem ETuS/DJK endlich mal für eine ansprechende Leistung belohnen.

So richtig wohl scheint sich Fabian Kampmann vor dem Vergleich mit seinem Ex-Verein nicht zu fühlen. „Das ist das einzige Spiel, vor dem ich Bauchgrummeln habe“, gesteht der SC-Coach und schiebt die Begründung gleich hinterher: „Beim ETuS hatte ich meine schönste Zeit als Fußballer, ich habe immer sehr gerne in Schwerte-Ost gespielt.“

Das ändert aber nichts daran, dass Kampmann die drei Punkte nur allzu gerne in Garenfeld behalten möchte – in dem wissen, dass dies nicht einfach wird. „Der ETuS ist viel besser als sein Tabellenstand – von der Qualität her gehören sie für mich unter die ersten Sechs.“

Personell sieht es beim SC deutlich besser aus als vergangenen Sonntag. Allerdings steht mit Tim Böckenförde, der zum Studieren nach Bulgarien verabschiedet hat, ein Leistungsträger vorerst nicht mehr zur Verfügung.

Und die Gäste aus Schwerte-Ost? André Haberschuss schlägt trotz der zahlenmäßig wenig berauschenden Zwischenbilanz von einem Sieg und fünf Niederlagen aus den ersten sechs Saisonspielen selbstbewusste Töne an: „Es wird sicherlich ein schweres Spiel – aber für beide Seiten, denn auch wir sind gut drauf. Die Tagesform wird entscheiden“, prophezeit Haberschuss, der auf die gesperrten Yildiz und Bah, Urlauber Yetim und die verletzten Arslan, Schürholz und Hedtheyer verzichten muss.

VfL Schwerte - Sinopspor Iserlohn (Sonntag, 15.15 Uhr, Sportplatz Schützenhof, Schützenstraße)

Aufsteiger Sinopspor Iserlohn hat im bisherigen Saisonverlauf noch nicht gerade Angst und Schrecken verbreitet – im Gegenteil. Punktlos mit 3:24-Toren halten die Iserlohner, die in ihren drei Auswärtsspielen noch kein einziges Tor geschossen haben, die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten in der Hand.

Darf man also mit einem Torfestival für den VfL Schwerte rechnen? „Schützenfest auf dem Schützenhof? Das wäre schön, aber so wird es nicht kommen. Ich erwarte ein enges Spiel“, sagt Trainer Dominik Buchwald und ergänzt: „Wir tun gut daran, mit Respekt an das Spiel heranzugehen. Sinopspor hatte am Anfang der Saison Personalprobleme und hat sich in den letzten Wochen definitiv gesteigert“, meint der VfL-Coach.

Torwart David Graudejus (Urlaub) fällt sicher aus, Nils Berg (Adduktoren) vermutlich auch. Zudem setzte Buchwald hinter dem angeschlagenen Yannis Schwarze ein Fragezeichen. Positiv dagegen: Mit Simon Ortiz, der in München studiert und zurzeit Semesterferien hat, gibt es eine zusätzliche personelle Alternative.

Geisecker SV - ASSV Letmathe (Sonntag, 15.15 Uhr, KS-Logistic-Sportanlage, Buschkampweg)

Zwei Wochen nach dem tragischen Unfalltod des Vereinsvorsitzenden Martin Gläser hat nach Aussage von Trainer Thomas Wotzlawski beim Geisecker SV der sportliche Alltag wieder begonnen. Nach einer ganz normalen Trainingswoche blicke er zuversichtlich auf die bevorstehende Heimaufgabe gegen den Tabellenzwölften, der mit vier Punkten aus sechs Spielen im bisherigen Saisonverlauf noch keine Bäume ausgerissen hat.

„Am letzten Sonntag haben wir uns ein eher schwaches Spiel genommen, was aufgrund der Umstände aber verständlich war. Gegen Letmathe wollen wir es jetzt besser machen und mit voller Kapelle unser Heimspiel gewinnen“, gibt Wotzlawski als Devise aus.

SC Hennen - Türkiyemspor Hagen (Sonntag, 15 Uhr, Naturstadion, Hennener Straße)

Drei Siege aus drei Spielen und 11:0-Tore – die Heimbilanz des SC Hennen ist makellos. Und trotzdem sieht Trainer Holger Stemmann seine „Zebras“ gegen den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten Türkiyemspor Hagen als „klaren Außenseiter“.

Eine gewisse Unruhe im Lager der Gäste, die sich Anfang der Woche auch im Rücktritt des Trainers Ediz Bas geäußert hat, scheint sich zumindest jetzt noch nicht negativ auf die Leistung der Mannschaft auszuwirken.

Chancenlos sieht Trainer Stemmann sein Team jedoch keineswegs – die Heimstärke macht eine breite Brust, auch wenn die Urlauber Elezovic, Weigelt und Bergmann ebenso ausfallen wie die verletzten Ferreira, Batze und Weinrich sowie vielleicht auch der gesundheitlich angeschlagene Lison.

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