Der SC Berchum/Garenfeld und sein junger Trainer: Die Gier nach etwas Neuem

dzFußball-Bezirksliga

Fabian Kampmann hat beim SC Berchum/Garenfeld seine erste Trainerstation im Seniorenbereich angetreten. Mit seinem Team will er oben mitmischen, Aufstiegsdruck verspürt er aber nicht.

Schwerte

, 14.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit seinen 34 Jahren ist Fabian Kampmann ein junger Trainer. Und trotzdem hat der neue Coach des Fußball-Bezirksligisten SC Berchum/Garenfeld schon 16 Trainerjahre auf dem Buckel.

Denn parallel zu seiner Spielerkarriere – Kampmann kickte für seinen Stammverein TuS Holzen-Sommerberg sowie ETuS/ DJK Schwerte, FC Iserlohn und den VfL Schwerte – engagierte sich Kampmann schon früh als Nachwuchstrainer.

Letzter überkreislicher Jugendtrainer des VfL Schwerte

Zuletzt trainierte er die Westfalenliga-B-Junioren des FC Iserlohn, davor zwei Jahre den U17-Bundesliga-Nachwuchs des VfL Bochum. Und wiederum davor war Kampmann bei den A-Junioren des VfL Schwerte der bis heute letzte Coach einer überkreislich spielenden Jugendmannschaft am Schützenhof.

Nun also der SC Berchum/Garenfeld, die erste Trainerstation des Lehrers im Seniorenbereich. „Eigentlich wollte ich eine Auszeit nehmen“, gesteht der Coach. Doch dann kam die Anfrage von Thomas Wegener, Sportlicher Leiter des SC, der Kampmann schon lange und gut kennt.

„Unfassbar viele Menschen, die sich kümmern“

Auch vor dem Hintergrund des kurzen Anfahrtswegs zum Sportplatz („Von Zuhause sind es gerade mal sechs Minuten“) sagte der in Ergste wohnende Kampmann zu und schwärmt von seinem neuen Verein in den höchsten Tönen: „Hier gibt es unfassbar viele Menschen, die sich kümmern“, hat er festgestellt.

Auch die sportliche Perspektive stimme. „Hier kann etwas entstehen“, meint der Coach. Kann denn dieser Prozess für die Mannschaft, die in den vergangenen Spielzeiten einen Stammplatz im oberen Tabellendrittel der Bezirksliga hatte, am Saisonende in einem Landesliga-Aufstieg münden? „Ich halte es für Quatsch zu sagen: „Wir wollen unbedingt aufsteigen“, sagt Kampmann. Oben mitspielen – okay, das dürfen die Anhänger wohl erwarten.

Zum Sportplatz kommen und Spaß haben

„Aber es gibt keinen Druck. Viel mehr geht es darum, die Spieler und die Mannschaft zu entwickeln. Die Leute sollen sonntags gerne nach Garenfeld zum Sportplatz kommen und Spaß daran haben, hier Fußball zu gucken.“

Welche Art von Fußball seine Mannschaft dann präsentieren wird, wollte der 34-Jährige nicht verraten. Nur so viel: „Ich werde hier nicht alles auf links drehen. Aber ich habe schon in den ersten Einheiten festgestellt, dass die Spieler gierig sind auf etwas Neues.“

So wie der Trainer auf seiner ersten Station im Seniorenbereich auch.

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